Publikationen

Sinnprovinz – Kultursoziologische Working Papers

Die Working-Paper-Reihe Sinnprovinz ist eine kultursoziologische Publikationsreihe von MitarbeiterInnen und Studierenden des Instituts für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig. Sie dient der Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten, die vielversprechende und anregende Forschungsideen entwickeln und umsetzen. Die wissenschaftliche Qualität der Beiträge wird durch ein redaktionelles Begutachtungsverfahren gewährleistet.

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Religion soziologisch denken

Heidemarie Winkel, Kornelia Sammet (Hg.):
Religion soziologisch denken
Reflexionen auf aktuelle Entwicklungen in
Theorie und Empirie

Springer VS, 2017

408 Seiten
69,99 Euro

Das Buch bündelt aktuelle Weiterentwicklungen religionssoziologischen Denkens und Forschens. Die Beiträge gehen auf jeweils eigene Art und anhand unterschiedlicher Kontextualisierungen und empirischer Felder der Frage nach, wie ein soziologisch differenziertes Verständnis von Religion aussehen kann, das nicht primär auf das (westliche) Christentum und die Herausforderungen westlicher Gesellschaften bezogen ist. Hierzu werden zentrale religionssoziologische Diagnosen quergelesen und durch theoretische Neukonturierungen ergänzt. Empirischer Referenzpunkt der Beiträge sind aktuelle, weltweit zu beobachtende Prozesse religiöser Diversifizierung und Pluralisierung sowie neue Formen religiöser Grenzziehung, der Sinnstabilisierung und Re-Organisation von Religion.

Kulturpolitik in Europa im 20. Jahrhundert

Thomas Höpel
Kulturpolitik in Europa im 20. Jahrhundert
Metropolen als Akteure und Orte der Innovation
Wallstein, 2017

443 Seiten
39,90 Euro

Welche Bedeutungen und Funktionen hat städtische Kulturpolitik in einem von Utopien, Konflikten und politischen Zäsuren beherrschten 20. Jahrhundert? Dieser Frage nachgehend werden Kontinuitäten und Brüche, lokale und nationale Ähnlichkeiten und Unterschiede einerseits, interurbane und internationale Verflechtungen und Beeinflussungen von Kulturpolitik andererseits analysiert und erklärt.
Kultur erhielt im Rahmen strategischer Politikentwürfe in den europäischen Großstädten im Laufe des 20. Jahrhunderts eine immer zentralere Bedeutung. Die vielfältigen Herausforderungen, die sich im Zuge der entstehenden und ausformenden Massengesellschaft vor den europäischen Großstädten auftürmten, beantworteten sie auch mit neuen kulturpolitischen Konzepten und einer Kommunalisierung der Kultur. Thomas Höpel geht diesem Prozess am Beispiel der fünf europäischen Großstädte Birmingham, Frankfurt am Main, Krakau, Leipzig und Lyon nach. Diese unterhielten Partnerbeziehungen miteinander und definierten sich selbst als Second Cities, als Großstädte, die im nationalen Städtenetz eine herausgehobene Position hinter den jeweiligen Hauptstädten einnahmen.

Jeanssozialismus

Fruszina Müller
Jeanssozialismus
Konsum und Mode im staatssozialistischen Ungarn
Wallstein, 2017

277 Seiten
29,90 Euro

Die Ungarische Volksrepublik als Land des »Gulaschkommunismus« – dieses Bild prägt auch heute noch die Erinnerungen ehemaliger Ungarn-Reisenden von beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Doch welche Ursachen, Hintergründe und Auswirkungen hatte der relative Wohlstand im staatssozialistischen Ungarn? Fruzsina Müller analysiert Strukturen und Deutungen des Konsums und vor allem der Mode zwischen 1945 und 1989. Vor allem die 1970er Jahre brachten in Ungarn die stabilste Versorgung und die breiteste Auswahl an Konsumprodukten innerhalb des »Ostblocks« hervor. Die Autorin untersucht zum einen die Institutionen der Bekleidungsindustrie, die trotz vielfachen Abhängigkeiten im hybriden System der reformierten Planwirtschaft auch produktive Spielräume hatten. Zum anderen beschreibt sie die verschiedenen Vorstellungen über Konsum und Mode im Staatssozialismus, wobei Herrschaftspraktiken, intellektuelle Denkmuster und generationsspezifische Haltungen sichtbar werden. Insbesondere anhand der »Jeansfrage« gelingt es Fruzsina Müller, individuelle und gruppenbezogene Antworten auf Globalisierung, Transnationalisierung und Nationalisierung im zweigeteilten Europa aufzuzeigen.
Ausgezeichnet mit dem Preis der Südosteuropa-Gesellschaft.

Autonomie der Kunst?

Uta Karstein, Nina Tessa Zahner (Hg.):
Autonomie der Kunst?
Zur Aktualität eines gesellschaftlichen Leitbildes
Springer VS, 2017

415 Seiten
39,99 Euro

Die Autonomie der Kunst ist heute umstrittener denn je. Als Produkt bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen erscheint sie mittlerweile vielen ideologieverdächtig. Aber auch die Verwendbarkeit des Begriffes der (Kunst-)Autonomie als einem analytischen Konzept wird immer wieder in Zweifel gezogen. Vor diesem Hintergrund unterzieht der vorliegende Band die verschiedenen soziologischen Autonomiekonzeptionen einer kritischen und empirisch gesättigten Überprüfung.

Architekturen und Artefakte

Uta Karstein, Thomas Schmidt-Lux (Hg.): 
Architekturen und Artefakte
Zur Materialität des Religiösen
Springer VS, 2017

303 Seiten
39,99 Euro

In der Soziologie ist seit längerer Zeit ein zunehmendes Interesse an Architektur und Artefakten beobachtbar. Dabei wird daran erinnert, dass nicht nur immaterielle Zeichen, Symbole und Repräsentationen des Sozialen existieren, sondern auch Orte, Stoffe und Dinge. Diesen wird eine wichtige Rolle im sozialen Geschehen zugesprochen: Materiales erscheint als Träger von Erinnerungskulturen, als sozialer Akteur, Heilsvermittler, Medium von Repräsentation – kurz: als Bedingung, Beschränkung und Instrument sozialer Praxis. Dies gilt auch in Bezug auf Religion. Dennoch hat die Perspektive noch kaum Eingang in die deutschsprachige Religionssoziologie gefunden. Dieser Band soll daher Anstoß sein für die Öffnung der Religionssoziologie in Richtung einer Soziologie des Materialen.

Religion und Geschlechterordnungen

Kornelia Sammet, Friederike Benthaus-Apel,
Christel Gärtner (Hg.):
Religion und Geschlechterordnungen
Springer VS, 2017

359 Seiten
49,99 Euro

Die Beiträge in diesem Sammelband untersuchen das Verhältnis von Religion und Geschlechterordnungen in verschiedenen religiösen und kulturellen Kontexten. Auf der Basis von Fallstudien, Auswertungen von Survey-Daten oder theoretischen Reflexionen gehen die Autorinnen und Autoren der Frage nach, wie sich eine zunehmende gesellschaftliche Säkularisierung und Modernisierung einerseits und die durch Migrationsprozesse beförderte (Re-)Vitalisierung und erhöhte Sichtbarkeit von Religion andererseits auf Geschlechterordnungen auswirken.

Kultursoziologie – eine problemorientierte Einführung

Thomas Schmidt-Lux, Monika Wohlrab-Sahr,
Alexander Leistner
Kultursoziologie – eine problemorientierte Einführung
Juventa, 2016

216 Seiten
19,95 Euro

Das Buch versteht sich als Einführung in kultursoziologisches Denken und Forschen. Es plädiert für ein Verständnis von Kultursoziologie als einem grundlegenden soziologischen Zugang. Darüber hinaus werden zentrale kultursoziologische Perspektiven und Problemstellungen vorgestellt. Ein abschließender empirischer Teil diskutiert am Beispiel zweier Forschungsfelder – Fankultur und Moscheebauten – die Reichweite, das Vorgehen und die jeweiligen Erkenntnisse der dargestellten kultursoziologischen Perspektiven. Die Einführung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie in diesem Feld tätige Wissenschaftler.

Lebenslagen am Rande der Erwerbsgesellschaft

Kornelia Sammet, Frank Bauer, Franz Erhard (Hg.)Cover Lebenslagen
Lebenslagen am Rande der Erwerbsgesellschaft
Juventa, 2016

252 Seiten
26,95 Euro

Der Band beleuchtet die individuelle Wahrnehmung und Bearbeitung von Armutslagen. Er analysiert die Umstände, denen Wohlfahrtsleistungsempfänger seit der Neuausrichtung der Sozialpolitik ausgesetzt sind.
Im Zuge der Neuausrichtung der Sozialpolitik in Deutschland entlang des Paradigmas des »aktivierenden« Sozialstaats ist »Hartz IV« zu einem Stigma geworden. Dabei geraten meist die besonderen Lebensumstände aus dem Blick, denen arbeitslose und geringverdienende Leistungsempfänger ausgesetzt sind. Darin liegt ein Risiko sozialer Ausgrenzung. Der Band versammelt Beiträge aus aktuellen Forschungsprojekten, die die individuelle Wahrnehmung und Bearbeitung von Armutslagen untersuchen. Sie stellen anhand unterschiedlicher Zielgruppen dar, wie Langzeitarbeitslose, »Aufstocker« und prekär Beschäftigte ihr Bemühen um eine den Lebensunterhalt sichernde Arbeit bewältigen.

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Die Freiheit der Soziologie

Jurit Kärtner cover-kärtner
Die Freiheit der Soziologie
Der Grundbegriff der Moderne und die soziologische Theoriebildung
Velbrück Wissenschaft, 2016

376 Seiten
39,90 Euro

Für die Soziologie ist die Freiheit ein Grundlagenproblem. Zum einen ist die Selbst- und Fremdzuschreibung von Freiheit ein allgemeines Merkmal sozialer Interaktionen. Zum anderen stehen die Feststellung neuer und wachsender Freiheitsräume sowie die Einforderung wahrer Freiheit im Zentrum der Semantik der Moderne. Beides bedarf der soziologischen Erklärung. Die Analyse der grundsätzlichen Möglichkeiten, sich der Freiheitsproblematik anzunehmen, ist in der gegenwärtigen Soziologie jedoch eine Leerstelle. Die vorliegende Arbeit betritt dieses Neuland, indem sie das Wechselverhältnis von Freiheit und soziologischer Theoriebildung anhand von vier systematisierenden, die Erkenntnis-, Sozial- und Gesellschaftstheorien betreffenden Analysen untersucht. Die Positionen Karl Poppers, Jürgen Habermas‘, Niklas Luhmanns und des späten Michel Foucault stehen dabei für jeweils einen Idealtypus soziologischer Freiheitstheorie.

In der systematisierenden und vergleichenden Theoriediskussion entwickelt die Studie eine neuartige Perspektive, die das Feld der soziologischen Theoriebildung über mögliche Problematisierungen der Freiheit ordnet. Sie beschreibt die freiheitstheoretischen Grundprobleme, die sich aus der jeweiligen Verhältnisbestimmung der Freiheit zu ihren Gegenbegriffen Notwendigkeit, Kontingenz, Bindung und Zwang ergeben. Die Methode der Paradoxieanalyse erweist sich hierbei als probates Mittel, um diese Grundprobleme in ihrer theoriespezifischen Formulierung und Lösung nachvollziehen zu können.

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Kreationismus und Antikreationismus

Tom Kaden cover_kaden
Kreationismus und Antikreationismus in den Vereinigten Staaten von Amerika
Eine konfliktsoziologische Untersuchung
Harrassowitz Verlag, 2015

235 Seiten, 7 Abb., 4 Diagramme
54,00 Euro

Die religiös begründete Ablehnung der Evolutionstheorie und Versuche, sie durch akzeptable Alternativen zu ersetzen, sind in den Vereinigten Staaten weit verbreitet. Während jedoch eine Mehrzahl der US-Amerikaner die Behandlung solcher kreationistischer Theorien im Schulunterricht befürwortet, werden diese nur von einer kleinen Zahl von Akteuren entwickelt und verbreitet.
Tom Kaden beleuchtet in seiner religionssoziologischen Untersuchung die Geschichte dieser professionellen Kreationisten seit den 1960er-Jahren bis in die jüngste Vergangenheit und bezieht dabei systematisch die säkulare Opposition dagegen mit ein. Mithilfe der Feldtheorie Pierre Bourdieus zeigt er, wie Kreationismus in seinen verschiedenen Varianten als Resultat eines ständigen Aushandlungs- und Anpassungsprozesses professioneller Kreationisten und Antikreationisten verstanden und erklärt werden kann.
Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis des Graduiertenzentrums Geisteswissenschaften der Research Academy Leipzig 2014 und mit dem Rolf-Kentner-Dissertationspreis des Heidelberg Center for American Studies 2015 ausgezeichnet.

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Property in East Central Europe

Hannes Siegrist and Dietmar Müller (Ed.)cover_siegrist_mueller
Property in East Central Europe
Notions, Institutions, and Practices of Landownership in the Twentieth Century
Berghahn New York/Oxford 2015

344 pages, 21 tables, bibliog., index
$109.77

Property is a complex phenomenon comprising cultural, social, and legal rules. During the twentieth century, property rights in land suffered massive interference in Central and Eastern Europe. The promise of universal and formally equal rights of land ownership, ensuring predictability of social processes and individual autonomy, was largely not fulfilled. The national appropriation of property in the interwar period and the communist era represent an onerous legacy for the postcommunist (re)construction of a liberal-individualist property regime. However, as the scholars in this collection show, after the demise of communism in Eastern Europe property is again a major factor in shaping individual identity and in providing the political order and culture with a foundational institution. This volume analyzes both historical and contemporary forms of land ownership in Poland, Romania, and Yugoslavia in a multidisciplinary framework including economic history, legal and political studies, and social anthropology.

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Symbolische Formung

Michael W. Schramm
Symbolische Formung und die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit
UKV 2014

226 Seiten
32,00 Euro

Wir leben in einer Welt verschiedener Sprachen, Schöpfungsgeschichten und Gesetzestexte und haben als Einzelne an Kultur und Gesellschaft teil, indem wir unterschiedliche Dialekte oder Sprachen sprechen, lieber Theater als Oper mögen, an den Gott der Bibel und nicht an Zeus glauben, einen Ladendieb bei der Polizei anzeigen und ihm nicht die Hände abhacken, oder lieber Android als iOS benutzen. Sobald man sich zu wundern beginnt, wieso all das meistens funktioniert, hat man philosophische, soziologische und gesellschaftstheoretische Fragestellungen aufgeworfen.
In dem vorliegenden Band wird Kultur als Ganzes in den Blick genommen und von kulturphilosophischer und wissenssoziologischer Seite her untersucht. Mit Hilfe der Philosophie der symbolischen Formen Ernst Cassirers und der Wissenssoziologie Peter Bergers und Thomas Luckmanns werden philosophische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen ineinander verschränkt. Der wechselseitige Erklärungswert beider Theorien ist frappierend und es stellt sich heraus, dass Cassirer und Berger/Luckmann auf die gleichen Phänomene der Welt blicken, sie aber unterschiedlich benennen, da sie zwar verschiedenen Fachdisziplinen, aber der gleichen Denktradition angehören. Dabei wird deutlich, dass ›kulturell‹ und ›sozial‹ nur verschiedene Bezeichnungen für unterschiedliche Perspektiven auf Welt und Wirklichkeit sind, denn die Probleme der kulturellen Vermitteltheit von Wahrnehmung bei Cassirer und der gesellschaftlich konstruierten Wirklichkeit bei Berger/Luckmann sind im Grunde genommen die gleichen.

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Alltagswissen in der Krise

Oliver E. Kuhn
Alltagswissen in der Krise

Über die Zurechnung der Verantwortung für die Finanzkrise
Reihe: Theorie und Praxis der Diskursforschung
Springer VS, 2014

404 Seiten, 15 Abbildungen
49,99 Euro

Seit seinem Beinahe-Zusammenbruch im Herbst 2008 prägen die Probleme des weltweiten Finanzsystems, vormals ein Expertenthema, auch die allgemeine politische Diskussion. Dabei reizen einerseits eklatante Ungerechtigkeiten zum Protest, andererseits verunsichert das weithin unverstandene Themenfeld. In seiner wissenssoziologischen Studie untersucht Oliver Kuhn Diskussionen in Internetforen im Hinblick auf die dort kursierenden Erklärungen für die Finanzkrise. Gibt es einfache Erklärungsmuster, mit deren Hilfe ökonomische Laien die Komplexität des Feldes bewältigen? Wem rechnen sie Schuld am Geschehen zu? Oder müssen die Krisenursachen in „strukturellen“ Problemen vermutet werden? Die Typologie der Krisenerklärungen reicht von einfachen Schuldzuweisungen bis zu anspruchsvollen Argumentationen aus dem Bereich der Schulden- und Zinskritik. Kuhn zeigt zudem, dass die Diskussion bis in den Expertenbereich hinein von sehr grundlegenden Stilen der Verantwortungszurechnung und damit verbundenen politischen Wertbindungen geprägt ist.

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Ernst Cassirer: Davoser Vorträge. Vorträge über Hermann Cohen

Jörn Bohr und Klaus Christian Köhnke †  (Hg.)
Ernst Cassirer
Davoser Vorträge. Vorträge über Hermann Cohen
Mit einem Anhang: Briefe Hermann und Martha Cohens an Ernst und Toni Cassirer 1901-1929
(Ernst Cassirer Nachgelassene Manuskripte und Texte.
Hg. v. K. Ch. Köhnke † , J. M. Krois u. O. Schwemmer. Band 17)
Meiner Verlag, 2014

420 Seiten
238,00 Euro

Band 17 besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil enthält die im Nachlass Cassirers überlieferten Zeugnisse über seine Davoser Vorträge 1929. Dazu treten seine Notizen über Heideggers Kant und das Problem der Metaphysik. Vor allem die Diskussion zwischen Cassirer und Heidegger hat eine umfangreiche Sekundärliteratur und vielfache Legendenbildung hervorgerufen, obwohl Cassirers umfangreiches Vortragsmanuskript und die Notizen über Heideggers Kant-Buch der Forschung bisher unbekannt geblieben sind.

Im zweiten Teil des Bandes werden Cassirers Vorträge über die Philosophie und Person Hermann Cohens dokumentiert sowie – im Anhang – die 55 überlieferten Schreiben Hermann und Martha Cohens an Ernst und Toni Cassirer von 1901–1929 veröffentlicht und kommentiert. Die Vorträge über Cohen sind ohne die hier geleistete Rekontextuierung in den unterschiedlichen jüdischen öffentlichen und halböffentlichen Zusammenhängen, in denen sie vorgetragen wurden, schwer verständlich.

Für die Briefe Cohens an Cassirer bietet der Band außer der üblichen biographischen und historischen Kommentierung eine Aufschlüsselung der vielen Anspielungen. Die Schreiben Cohens sind kultur-, philosophie- und wissenschaftsgeschichtlich von hohem Wert, da Cohen weniger eigene Befindlichkeiten oder Privates auszutauschen pflegte, sondern sich teils sehr sachlich, teils aber auch sarkastisch und kritisch über zeitgenössische Ereignisse, zumal akademische, brieflich äußerte.

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Jenseits des konventionellen Kultursponsorings

Nina Johanna Haltern
Jenseits des konventionellen Kultursponsorings
Chancen alternativer Kooperationen zwischen Unternehmen und Kulturorganisationen
transcript Verlag, 2014

376 Seiten
36,99 Euro

Kooperationen zwischen Unternehmen und Akteuren des Kulturbereichs bergen ein bislang wenig genutztes Potenzial: Aktivitäten jenseits des konventionellen Kultursponsorings können auf beiden Seiten die organisationale Weiterentwicklung befördern. Nina Johanna Haltern stellt verschiedene Kooperationstypen vor und liefert unter Rückgriff auf die systemtheoretische Organisationsforschung und anhand eigener Fallbeispiele nicht nur einen Erklärungsrahmen für die Voraussetzungen und Chancen erfolgreicher sektorenübergreifender Zusammenarbeit, sondern auch Anregungen zur bewussten Erweiterung des Kooperationsrepertoires in der Praxis.

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Professionen, Eigentum und Staat

Dietmar Müller/ Hannes Siegristcover_professionen_eigentum_staat (Hg)
Professionen, Eigentum und Staat
Europäische Entwicklungen im Vergleich – 19. und 20. Jahrhundert
Reihe: Moderne europäische Geschichte (Hg. von Hannes Siegrist und Stefan Troebst); Bd. 08
Wallstein Verlag, 2014

333 Seiten
34,90 Euro

Über den Einfluss der Experten auf die Sicherung des Eigentums im östlichen Europa.
Im vorliegenden Band werden die Geschichte juristischer, administrativer, technischer und künstlerischer Professionen in Deutschland, Ostmitteleuropa und Russland, Westeuropa und den USA vom 19. Jahrhundert bis heute verglichen. Der Titel »Professionen, Eigentum und Staat« zeigt an, was die hier versammelten Untersuchungen über Professionen in verschiedenen Ländern und Großregionen zusammenhält: Es geht um das Zusammenspiel dreier zentraler Dimensionen der Modernisierung, nämlich 1) der beruflichen und fachlichen Spezialisierung in der Welt des Wissens und der Ausdrucksformen (Professionalisierung), 2) der Durchsetzung der Eigentumsordnung in der Landwirtschaft, Industrie und Kultur (Propertisierung) und 3) der Etablierung des territorialen Nationalstaats als politisch, sozial, kulturell, wirtschaftlich und rechtlich begründete souveräne Organisation (Nationalisierung).  Es soll gezeigt werden, wie diese in der Forschung oft isoliert behandelten Prozesse in verschiedenen Kontexten und Konstellationen ineinandergreifen; wo und wann sie sich wechselseitig verstärken oder behindern; und welche Formen von Beruflichkeit und Profession daraus resultieren.

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Der Begriff der Kultur

UMS2414.inddArbeitskreis Kultur- und Sozialphilosophie (Hg.)
Der Begriff der Kultur
Kulturphilosophie als Aufgabe
transcript Verlag, 2013

260 Seiten
31,80 Euro

Was ist eigentlich gemeint mit Kultur? Es liegt im Interesse der Kulturphilosophie, den Kulturbegriff zu klären und ihn als analytische Kategorie zu profilieren. Um den Begriff tragfähig definieren zu können, untersucht dieser Band den inneren Zusammenhang der unterschiedlichen Aspekte der Kulturalität des Menschen. Die Lebenswelt und die Lebensweisen werden dabei als gleichermaßen zur Kulturalität des Menschen gehörig und in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit begriffen. Dies schafft die Grundlage für ein weites und gleichermaßen tiefes Verständnis des Menschen als kulturellem Wesen, das im disziplinübergreifenden Dialog weiter ausgebaut wird.

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Prinzipien öffentlicher Kunstförderung in Deutschland

cover_braunEckhard Braun
Prinzipien öffentlicher Kunstförderung in Deutschland
Edition Umbruch. Texte zur Kulturpolitik, Band 30
Klartext Verlag, 2013

344 Seiten
19,95 Euro

Kunstförderung ist Teil des staatlichen und kommunalen Auftrags zur Kulturförderung. Welche Rechte und Pflichten sind damit verbunden? Wie entscheidet man, was und in welchem Maße gefördert wird? Welche Prinzipien leiten öffentliches Handeln auf diesem heiklen Feld?
Eckhard Braun stellt zunächst die Prinzipien dar, die öffentliches Handeln auf dem Gebiet der Kunst- und Kulturförderung normativ bestimmen. Beginnend mit der theoretischen Analyse handlungsleitender Begriffe mit prinzipiellem Charakter wie Kunstfreiheit, Neutralität, Autonomie und Pluralität von Kunst, Gemeinwohlinteresse und Subsidiarität beschreibt die Studie die daraus erwachsenden Anforderungen an eine planvolle Kulturpolitik, an angemessene und gerechte Verfahren der Auswahl von zu fördernder Kunst, die sachgerechte Organisation der Aktivitäten und Verwaltungsstrukturen sowie Ansprüche auf Partizipation in Fragen der Gemeinwohlfindung und auf vielfältige Formen von Kooperation in einer aktiven Demokratie. Hinzu kommt ein Überblick, wie diese Forderungen praktisch umgesetzt werden, welche Grade der Anerkennung und Institutionalisierung des Handelns und Entscheidens in der Kunstförderung existieren.

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Konflikt um die symbolische Ordnung

Uta Karsteincover_karstein
Konflikt um die symbolische Ordnung
Genese, Struktur und Eigensinn des religiös-weltanschaulichen Feldes in der DDR
Ergon-Verlag, 2013

319 S. m. 9 S/w-Abb.
42,00 Euro

Diktaturen wie die der DDR sind nicht zu verstehen, wenn man sich nur die repressiven Aspekte der Herrschaftspraxis anschaut. Eine wichtige Rolle spielen auch Versuche, die Bevölkerung von der Richtigkeit und Legitimität des Gesellschaftsprojektes zu überzeugen und ihr ein neues Weltbild nahe zu bringen. Die SED geriet dabei in Konflikt mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften. Ganz unverhohlen versuchte sie, diese in ihren bisherigen Leistungen und Funktionen zu beerben und zwang sie in Auseinandersetzungen hinein, die als ein Kampf um die Praktiken und Weltsichten der Menschen zu interpretieren sind. Die vorliegende Studie rekonstruiert dieses Konfliktverhältnis mit Hilfe der Sozialtheorie Pierre Bourdieus. Vorgestellt wird ein Modell des religiös-weltanschaulichen Feldes, das die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Kirchen und dessen Konsequenzen sowohl für die religiösen Akteure als auch für die Bevölkerung zu konzeptualisieren vermag. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Rezeption dieses Konfliktes im Alltag. Dazu wurden 24 Interviews mit ostdeutschen Mehrgenerationenfamilien ausgewertet. Das im Buch dargestellte Feld von alltagsweltlichen Positionen zeigt, dass es hierbei zu durchaus eigensinnigen Prozessen der Aneignung kam, die in dem von der SED forcierten „Entweder-oder“ bei weitem nicht aufgingen.

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Nietzsche und die Postmoderne

cover_Schneider_NietzscheAndré Reichert, Jaime de Salas, Ulrich Johannes Schneider (Hrg.)
Nietzsche und die Postmoderne
Universitätsverlag Leipzig 2012

230 Seiten
24,00 Euro

Nietzsches Stellung zwischen Moderne und Postmoderne verlangt nach philosophischer Vertiefung. Ohne eine Einlassung auf die Moderne wäre seine historische Verortung unvollständig, ohne die Berücksichtigung seiner Auswirkungen auf die Postmoderne bliebe sie unwirklich. Dieser Band protokolliert eine noch andauernde Auseinandersetzung. Seine Autorinnen und Autoren führen Nietzsches Wirken als tätig vor, um aufzufächern, was die Wirkung eines Denkens überhaupt sein kann. Nietzsches Denken wird seziert, unter anderem durch Bezüge auf Marx, Wittgenstein oder die spanischen Denker der siebziger Jahre, in der Perspektive der postmodernen Aufnahme bei Bataille, Deleuze und Malabou, schließlich auch im Hinblick auf Potentiale der Kritik, die Körperphilosophie und die Praxis des Kommentars.

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Die Erfindung des allgemeinen Wissens

Ulrich Johannes Schneidercover_Schneider_Allgemeines Wissen
Die Erfindung des allgemeinen Wissens:
Enzyklopädisches Schreiben im Zeitalter der Aufklärung
Oldenbourg Verlag 2012

259 Seiten
49,80 Euro

Die Produktion allgemeiner, alle Wissensgebiete abdeckender Enzyklopädien im 18. Jahrhundert markiert den Beginn der modernen Wissensgesellschaft. Enzyklopädisten aller Länder bemühten sich um die Definition des allgemein Interessanten – nicht in Theorien, sondern in erfolgreich vermarkteten enzyklopädischen Werken. Ein genauer Blick auf einschlägige Schriften der Aufklärungsepoche wie Chambers‘ „Cyclopaedia“, Diderots „Encyclopédie“, Zedlers „Universal-Lexicon“ oder die „Encyclopaedia Britannica“ zeigt den Kampf um neue Ideen eng verschränkt mit der Bemühung um redaktionelle Exzellenz. Insbesondere die mit Abstand größte damals abgeschlossene Enzyklopädie, das „Universal-Lexicon“ (1732-1754), erweist sich als Musterbeispiel für vielfältige Strategien, die Lesererwartungen in das enzyklopädische Schreiben einzubinden. Das 68-bändige Mammutwerk wird hier erstmals exemplarisch analysiert.
Was das „Universal-Lexicon“ auszeichnet, wird durch seine Größe verraten und gleichzeitig verdeckt: Hier werden andere Lexika und zahlreiche andere Quellenwerke ab- und umgeschrieben. Der Text des „Universal-Lexicons“ ist eine Kompilation, eine Montage, das Ergebnis einer komplexen Redaktion. Dabei kann man an vielen Artikeln erkennen, dass für die Leser geschrieben wird. Die medizinischen Artikel beispielsweise sind besonders praktisch ausgerichtet. Die – häufig erstmaligen – Artikel über Länder und Städte sind deutlich von einer mitteleuropäischen Perspektive geprägt. Erstaunlicherweise werden die Leser sogar ausdrücklich eingeladen, Texte einzusenden. Das „Universal-Lexicon“ verdankt sich einer Gruppe anonym gebliebener Aufklärer, die sich – kaum anders als heute die Wikipedianer – für die Verbreitung des allgemeinen Wissens einsetzten.

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Transformations of Religiosity

Gert Pickel, Kornelia Sammet (Eds.)1T5-PickelSammet_17540-9-11_DGSRel=E.indd
Transformations of Religiosity
Religion and Religiosity in Eastern Europe 1989-2010
Springer VS 2012

216 p. 14 illus.
34,95 Euro

Following the political and economic transformation processes in Eastern Europe the religious landscapes have also changed. While some countries display a revitalization of religion, others are continuously secularizing. The book explores this contrast, including different, empirical based studies on the topic in a wide range of Eastern European countries.

With contributions by Gert Pickel, Kornelia Sammet, Friedrich Fürstenberg, Wilfried Spohn, Daniel Bergelt, Anja Gladkich, Gergely Rosta, Susanne Pickel, Malina Voicu, Andreea Constantin, Krunoslav Nikodem,&xnbsp;Marit Cremer.

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Kultur und Beruf in Europa

Isabella Löhr, Matthias Middell, Hannes Siegrist (Hrsg.)cover siegrist loehr middell
Kultur und Beruf in Europa
Europäische Geschichte in Quellen und Essays, Band 2

Franz Steiner Verlag, 2012

310 S., 3 s/w Abb.
29,00 Euro

Was ist ein Künstler? Wie unterscheiden sich Kulturschaffende von kulturell gebildeten Laien und wie lässt sich feststellen, ob aus einem Quereinsteiger ein professioneller Künstler geworden ist? Was kennzeichnet einen Wissensberuf und wie entsteht eine spezifische Experten- und Wissenskultur? Tänzer, Komponisten, Filmkritiker, Verleger, Werbetreibende, Kulturfunktionäre, Kulturpolitiker, Intellektuelle und Wissenschaftler dienen den Autorinnen und Autoren dieses Bandes als Beispiele für die facettenreiche Geschichte der Professionalisierung von Kunst, Kultur und Wissenschaft in Europa im 19. und 20. Jahrhundert. Die Kombination von historischer Quelle und einem kurzen, einleitenden Essay führt den Lesern plastisch vor Augen, wie die historischen Akteure Europa über die soziale und symbolische Inszenierung ihres Spezialwissens, der dazugehörigen Praktiken, Institutionen, Selbst- und Fremdbilder herstellten. Der Band bietet eine kurzweilige Lektüre und zahlreiche Anregungen für Lehre und Studium.

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Vom Delegierten der sozialistischen Moderne zum gläubigen Zuwanderer?

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Vom Delegierten der sozialistischen Moderne zum gläubigen Zuwanderer?
Religiöser Wandel vietnamesischer Migranten in der DDR und Ostdeutschland
Reihe: Soziologie, Band 76
LIT Verlag, 2012

296 Seiten
34,90 Euro

Vietnamesische Zuwanderer in Ostdeutschland interessieren sich zunehmend für Religion. Wirklich verstehen lässt sich dieses Phänomen jedoch nur im Zusammenspiel von Makro- und Mikroprozessen, die mit dem Systemwandel und der Reform des Doi Moi einhergingen. Anhand der Biographien von bereits in die DDR migrierten Vertragsarbeitern und Studenten zeigt die Autorin, in welcher Weise das veränderte Verhältnis von Religion und Politik in Vietnam mit den postsozialistischen Rahmenbedingungen des Migrationsarrangements und der spezifischen biographischen Verarbeitung dieser Veränderungen verwoben ist.

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Surgimiento y auge del neokantismo

Klaus Christian Köhnkecover_koehnke_spanisch
Surgimiento y auge del neokantismo
La Filosofia universitaria alemana entre el idealismo y el positivismo

In seiner Darstellung von Entstehung und Ausbreitung des Neukantianismus geht es Klaus Christian Köhnke nicht um Kritik oder Aktualisierung neukantianischer Theorien, sondern um ein historisches Verständnis des Kant-Interesses im 19. Jahrhundert. Köhnkes Buch lässt sich am besten als Ergänzung und Gegenentwurf zu Karl Löwiths berühmter Studie Von Hegel zu Nietzsche charakterisieren. Es geht der weithin vernachlässigten Entwicklung der Universitätsphilosophie nach, der von Trendelenburg gestifteten wissenschaftstheoretischen Tradition, der Entwicklung der nachkantischen Erkenntnistheorie von Schleiermacher bis zum neukantianischen Szientismus, den politisch-gesellschaftlichen Bedingungen für dessen Entstehen in der nachmärzlichen Reaktionsperiode, wie etwa auch dem parallelen Wachstum von Neukantianismus und Liberalismus überhaupt. Köhnke schreibt Philosophiegeschichte als Wissenschaftsgeschichte, die nicht an die Fortschritte des Denkens glaubt, sondern dessen Bedingungen zu rekonstruieren sucht: durch Rückgriffe auf Wissenschafts-, Universitäts-, Kirchen-, und Realgeschichte, wobei sie sich neben geistes- auch sozialwissenschaftlicher Methoden und Darstellungsweisen bedient. So kann sichtbar werden, wie sehr Kulturkampf, Abwehr sowohl pessimistischer Modernitätskritik als auch gründerzeitlicher Fortschrittseuphorie den Neukantianismus begünstigten.
Eine spanische Übersetzung dieses Standardwerkes ist 2011 erschienen.

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Komponieren als Beruf

Dorothea Trebesiustrebesius_cover
Komponieren als Beruf
Frankreich und die DDR im Vergleich. 1950-1980
Wallstein Verlag, 2012

400 Seiten
39,90 Euro

In Frankreich und in der DDR gewannen Musik und Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen neuen Stellenwert in Politik und Gesellschaft. Davon profitierten auch künstlerische Berufe wie der des Komponisten. Die Berufsausübung, die Ausbildung und die Berufsverbände der Komponisten wurden dabei ebenso grundlegend umgestaltet wie die staatliche Unterstützung. Dorothea Trebesius analysiert diesen Wandel in den beiden Ländern aus der Perspektive der Professionalisierung des künstlerischen Feldes in zentralistischen Staaten. Sie untersucht die Strategien und Stellung der Komponisten, ihre Selbstbilder und Wahrnehmung, ihre Ausbildung und Funktion in der Gesellschaft. Sie fragt insbesondere, welche Rolle der Staat und dessen demokratische bzw. staatssozialistische Kulturpolitik bei der Konstruktion und Praxis des Komponistenberufes spielten. Sie arbeitet sowohl systembedingte und nationale Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern heraus, die sich durch geteilte Traditionen und Erfahrungen sowie durch europäische Austauschprozesse erklären lassen.

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Konsum und Nation

Oliver Kühschelm, Franz X. Eder, Hannes Siegrist (Hg.)UMS1954kumediEder.indd
Konsum und Nation
Zur Geschichte nationalisierender Inszenierungen in der Produktkommunikation
transcript Verlag, 2012

308 Seiten, zahlreiche Abbildungen
31,80 Euro

Ob durch Reiseführer, Whisky-Inserate oder »Buy-National«-Kampagnen: Über eine Vielzahl an Medien transportierte die Produktkommunikation im 19. und 20. Jahrhundert nationale Identifikationsangebote. Die von Unternehmen, Interessensverbänden oder staatlichen Organisationen initiierten nationalisierenden Konkurrenz- und Distinktionsstrategien wurden von Journalisten bzw. Massenmedien aufgegriffen und an die Konsumenten herangetragen – in Deutschland ebenso wie in Kanada oder China. Dieser Band erweitert den bislang auf die Konsumgeschichte einzelner Länder und Regionen konzentrierten Fokus zugunsten europäischer sowie globaler Muster und Vergleiche.

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Industrie- und Gewerbeausstellungen in Sachsen 1824 – 1914

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Industrie- und Gewerbeausstellungen in Sachsen 1824 – 1914
Sax Verlag, 2012

216 Seiten, 40 Abbildungen
24,80 Euro

Gegenstand dieser Publikation ist die kulturelle Praxis des Ausstellens von innovativen handwerklichen und industriellen Produkten im Königreich Sachsen zwischen 1824 und 1914. In diesen knapp einhundert Jahren entwickelte sich aus ersten vereinzelt stattfindenden Expositionen eines der wichtigsten merkantilen Instrumente der modernen Konsumgesellschaft, das auch als Medium für politische und kulturelle Inhalte an Bedeutung gewann. Den frühen Ausstellungen in Dresden folgten bald Veranstaltungen in allen sächsischen Großstädten sowie in vielen Klein- und Mittelstädten. An ihrem Beispiel wird deutlich, wie sie sich alsbald zu Volksfesten und Publikumsmagneten entwickelten und dabei einen gewichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung, Standortbildung und Formung des sächsischen Wirtschaftsraumes im 19. und frühen 20. Jahrhundert leisteten. Wie kaum ein anderes Medium führten sie Fortschritte aber auch Defizite vor Augen und ermöglichten dabei den Vergleich zwischen Unternehmen, Städten, Wirtschaftsregionen und Staaten.

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Das Empire als Aufgabe des Historikers

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Das Empire als Aufgabe des Historikers
Historiographie in imperialen Nationalstaaten: Großbritannien und Frankreich 1919-1968
Campus Verlag, 2011

370 Seiten
39,90 Euro

Historiker stellen sinnstiftende Erzählungen für ihre Gesellschaften bereit. Wie diese in imperialen Nationalstaaten konstruiert sind, untersucht Anne Friedrichs anhand von Handbüchern und prominenten Schriften britischer und französischer Historiker. Insbesondere zeigt sie, wie der Wandel der Imperien und ihrer Beziehungen nach dem ersten und dem zweiten Weltkrieg sowie während der Dekolonisierung reflektiert, bewertet und aktiv mitgestaltet wurde.

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Ernst Cassirer: Mythos, Sprache und Kunst

Jörn Bohr und Gerald Hartung (Hg.)bohr_cover
Ernst Cassirer
Mythos, Sprache und Kunst
(Ernst Cassirer Nachgelassene Manuskripte und Texte.
Hg. v. K. Ch. Köhnke, J. M. Krois u. O. Schwemmer. Band 7)
Meiner Verlag, 2011

291 Seiten
168,00 Euro

Die für den vorliegenden Band zusammengestellten Vorträge und Lehrveranstaltungstexte Ernst Cassirers zu den symbolischen Formen Mythos, Sprache und Kunst reichen von dem Hamburger Vortrag von 1921 ‚Begriffs und Klassenbildung im mythischen und religiösen Denken‘ über weitere kultur- und symbolphilosophische Studien im Umkreis der Bibliothek Warburg bis zu den im amerikanischen Exil entstandenen sprach- und kunsttheoretischen Schriften der 1940er Jahre im unmittelbaren Kontext der Abfassung des ‚Essay on Man‘ (1944). Der systematische Vortrag ‚Critical Idealism as a Philosophy of Culture‘ (1936) faßt dabei Cassirers Ansichten über das Verhältnis zwischen Philosophie und Kulturwissenschaften zusammen. Die Auswahl dokumentiert damit zum einen die Kontinuität der Beschäftigung Cassirers mit der Philosophie der symbolischen Formen in der Zeit seines Exils. Zum anderen bieten die nachgelassenen Texte ‚Language and Art‘ (1942), [‚Language, Myth, Art (Letztes Sprach-Seminar 11. V. 1942)‘] und [‚The Educational Value of Art‘] (1943) eine konzise Darstellung der Kunstphilosophie Cassirers, zu deren geplanter Ausarbeitung im Rahmen einer Monographie es nicht mehr gekommen ist.

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Die Kunst dem Volke

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Die Kunst dem Volke
Städtische Kulturpolitik in Leipzig und Lyon 1945 – 1989 
Leipziger Universitätsverlag, 2011

407 Seiten
32,00 Euro

Kulturpolitik wurde in Frankreich und der DDR nach 1945 ein wichtiges Politikfeld. Sie diente der sozialen und nationalen Integration, der Herrschaftsstabilisierung und der Kulturförderung. Als Orte mit einer ausgeprägten kulturellen Infrastrukur nahmen die Großstädte dabei eine zentrale Position ein. Thomas Höpel fragt in diesem Buch nach der unterschiedlichen Ausformung der städtischen Kulturpolitik in zentralistischen Staaten unter den Bedingungen von Demokratie und Diktatur, Kapitalismus, Wohlfahrtsstaat und Staatssozialismus. Wie haben die Städte Leipzig und Lyon angesichts einer zentralstaatlichen Kulturpolitik zwischen 1945 und 1989 eigene Traditionen verteidigt, spezifische Ambitionen und Ziele durchgesetzt? Liefen die Entwicklungen angesichts des Kalten Krieges in Ost- und Westeuropa auseinander oder gab es weiter gemeinsame Bezugspunkte und europaweite Verflechtungen? Haben staatliche und städtische Kulturpolitik kulturelle Innovation und Kreativität eher gefördert oder behindert?

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Eine endliche Geschichte

Jutta Faehndrichfaehndrich_cover
Eine endliche Geschichte
Die Heimatbücher der deutschen Vertriebenen 
böhlau Verlag, 2011

303 Seiten
44,90 Euro

Die Heimatbücher der deutschen Vertriebenen sind eine bislang kaum beachtete Form der Heimwehliteratur. Nicht Historiker und Fachleute, sondern die Betroffenen selbst sammelten darin nach 1945 all das, was ihnen von ihrer Heimat erinnernswert schien, und schufen so gleichsam ein kollektives Gedächtnis der Erlebnisgeneration. Zugleich schrieben sie jedoch die „endliche Geschichte“ von etwas, das verloren war und blieb. Auf diese Weise bewahren die Heimatbücher nicht nur deutsches Kulturerbe im Osten Europas vom Baltikum bis Bessarabien, sondern geben auch Auskunft auf die Frage, was Heimat eigentlich ausmacht, wenn man sie verloren hat. So entsteht ein facettenreiches und nuanciertes Bild, das wenig mit dem oft einseitigen öffentlichen Bild der Vertriebenen in der Bundesrepublik zu tun hat.
Ausgezeichnet mit dem Preis des Botschafters der Republik Polen.

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Religion und Religiosität im vereinigten Deutschland

Gert Pickel, Kornelia Sammet (Hg.)BoD_2T5-Pickel_17428-0-22
Religion und Religiosität im vereinigten Deutschland.
Zwanzig Jahre nach dem Umbruch
VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2011

358 Seiten
49,95 Euro

Bereits zehn Jahre nach dem Umbruch war das Erstaunen groß, dass es entgegen weithin gehegter Erwartungen nicht zu einer umfassenden Revitalisierung von Religion und Religiosität in Ostdeutschland gekommen war. Zehn Jahre später stellt sich die Frage, ob diese Einschätzung aufrechtzuerhalten ist oder die Situation sich in der Zwischenzeit signifikant verändert hat. Kam es zu einem weiteren Rückgang der Bedeutung religiöser Überzeugungen, zu einem fortgesetzten Abbruch religiöser Traditionen, oder lassen sich inzwischen auch Gegenbewegungen feststellen? Das Buch beschäftigt sich mit verschiedenen Facetten dieser Fragestellung und berücksichtigt dabei auch eine zu dem europäischen Umfeld vergleichende Perspektive.

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Der Schauspieler als Symbol mod. Kultur b. Simmel, Kracauer u. Plessner

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Der Schauspieler als Symbol moderner Kultur bei Simmel, Kracauer und Plessner
filos Verlag, 2010

224 Seiten
39,00 Euro

Der Schauspieler legt im Vollzug körperlicher Handlungsweisen Merkmale kultureller Schemata und Verfahren offen. Dazu gehört die Eigenschaft des Menschen als Träger von Rollen ebenso wie die Fähigkeit zur Nachahmung und zum mimetischen Ausdrucksverhalten. Die Studie von Pascal Pilgram zeigt mit der Untersuchung der Positionen von Georg Simmel, Siegfried Kracauer und Helmuth Plessner, dass der Schauspieler idealtypischen Modellcharakter für das Verstehen menschlicher Existensweisen besitzt und damit ein Symbol für die Pluralität der Ausdrucksleistungen menschlicher Kultur darstellt.

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Walter Benjamin und Georg Simmel

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Walter Benjamin und Georg Simmel
Harrassowitz Verlag, 2010

409 Seiten
72,00 Euro

Walter Benjamin (1892-1940) und Georg Simmel (1858-1918) waren zwei Philosophen, Soziologen und Ästhetiker, deren Werke von der Frage nach der Kultur, genauer der Kultur der Moderne durchzogen sind. Entgegen anderen ,Klassikern‘ der Kulturwissenschaft konzipierten Sie ihre Theorie und Kritik nicht von ,großen Zusammenhängen‘ her, sondern erfassten die moderne Kultur in ihrer ganzen phänomenalen Breite, d. h. in den alltäglichen Lebensweisen und der Dingkultur, und gelangten erst in Verdichtung dieser Beobachtungen zu Erkenntnissen des Allgemeinen, Typischen.
Die Konfrontation der Werke beider Autoren erlaubt neben einem längst überfälligen Beitrag zur Rezeptionsgeschichte Simmels zugleich ein vertieftes Verständnis beider Werke. Simmels Betrachtung der modernen Versachlichung, der Temposteigerung des Lebens sowie die Vielfalt moderner Lebensstile, die er zentral in seiner Philosophie des Geldes vorgenommen hatte, wurde von Benjamin besonders in seinem Passagen-Werkrezipiert und weitergeführt – wenn auch angesichts einer radikal veränderten geschichtlichen Wirklichkeit (i.e. dem Nationalsozialismus) und mit anderen geschichtsphilosophischen Schlussfolgerungen. Sowohl der rein deskripzive Kulturbegriff, auf dessen Basis beide Autoren zu ihren Beobachtungen kommen, als auch die Ansätze einer Phänomenologie der Moderne, Kulturphilosophie und Methodologie, die sie aus jenen entwickeln, erweisen sich noch in den heutigen Kulturwissenschaften als ,anschlussfähig‘.

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Die Globalisierung geistiger Eigentumsrechte

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Die Globalisierung geistiger Eigentumsrechte.
Neue Strukturen internationaler Zusammenarbeit 1886–1952.
Vandenhoeck & Ruprecht, 2010

342 Seiten
59 Euro

Mit den digitalen Medien und ihren Vervielfältigungsmöglichkeiten rückten geistige Eigentumsrechte in den letzten zwei Jahrzehnten in die öffentliche Aufmerksamkeit. Seitdem sind diese Rechte ein permanenter Streitgegenstand zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern – national, europaweit und international. Insbesondere die Kontroversen über Vor- und Nachteile globaler Rechtsstandards blicken auf eine lange Tradition: Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden geistige Eigentumsrechte multilateral verhandelt, in internationalen Organisationen verankert und so zu einem festen Bestandteil der internationalen Politik. Prägen heute die Welthandelsorganisation und die World Intellectual Property Organization den globalen Umgang mit Kultur und Wissen, so waren es bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein die Berner Union für den Schutz des literarischen und künstlerischen Eigentums, der Völkerbund und die UNESCO. Die Studie widmet sich der Entstehung dieses internationalen Politikfelds. Sie untersucht die Faktoren, die die Einführung globaler Rechtsstandards für den Schutz von Kultur und Wissen prägten und zwar unter den Bedingungen einer sich globalisierenden Weltwirtschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, des Ersten Weltkriegs und der krisengeschüttelten Zwischenkriegszeit.

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Kultursoziologie. Paradigmen – Methoden – Fragestellungen

Monika Wohlrab-Sahr (Hg.)JJ•B1•Adloff.u.a._14635-1•14
Kultursoziologie. Paradigmen – Methoden – Fragestellungen
VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2010

416 Seiten
29,95 Euro

In dem Band führen namhafte Soziologinnen und Soziologen in ihre Art, Kultursoziologie zu betreiben, ein. Sie erläutern ihre theoretischen Prämissen, Untersuchungsfelder und Fragestellungen sowie die ihrem Ansatz entsprechenden Methoden. Kultursoziologie wird in dem Band als plurales Vorhaben erkennbar. Die Beiträge leuchten ein kontroverses Spektrum aus, das von der phänomenologischen Soziologie und der philosophischen Anthropologie über die Perspektive einer „erklärenden Soziologie“, die sich gleichwohl mit der Dimension des „Sinns“ auseinandersetzt, bis hin zu poststrukturalistischen, ethnomethodologischen und systemtheoretischen Ansätzen reicht. Kultursoziologie wird dabei nicht als Bindestrich-Soziologie begriffen, sondern als eine Soziologie, die sich auf die sinnhafte Dimension jeglicher sozialen Realität bezieht. Die Ansätze unterscheiden sich darin, wie sie diese Sinndimension zum soziologischen Untersuchungsgegenstand werden lassen.

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Fans. Soziologische Perspektiven

Jochen Roose / Mike S. Schäfer / Thomas Schmidt-LuxJJ•B1•Adloff.u.a._14635-1•14
Fans. Soziologische Perspektiven
VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2010

442 Seiten
34,95 Euro

Fans sind ein weit verbreitetes und vielfältiges Phänomen: Menschen sind Fans von Fußballvereinen, Musikern, Filmstars, Automarken, Buchfiguren und vielen anderen Dingen. Es gibt Fans in verschiedenen Altersgruppen und Schichten. Dieser Band legt erstmals eine umfassende Soziologie der Fans vor. Die hier versammelten Beiträge wenden soziologische Theorieperspektiven und empirische Instrumentarien auf Fans und Fantum an. Sie analysieren Fans hinsichtlich ihrer spezifischen Emotionalität, ihrer Kultur und Lebensführung, ihrer Sozialisation und Sozialstruktur, ihres Konsumverhaltens, ihrer Mediennutzung und ihrer politischen Partizipation. Thematisiert werden außerdem die internen Abgrenzungen in Fan-Szenen, Fragen der Migration und Globalisierung von Fans, Geschlechterkonstruktionen in Fan-Gemeinschaften sowie die Geschichte des Fantums. Mit Beiträgen von Jochen Roose, Mike S. Schäfer, Thomas Schmidt-Lux, Solvejg Jobst & Jan Skrobanek, Gunnar Otte, Bettina Fritzsche, Rainer Winter, Kai-Uwe Hellmann & Leila Akremi, Winfried Gebhardt, Dieter Ohr, Alexander Leistner, Victoria Schwenzer & Nicole Selmer

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Mc Lenin. Die Konsumrevolution in Russland

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Mc Lenin. Die Konsumrevolution in Russland
transcript Verlag, 2009

296 Seiten
29,80 Euro

Welche Bedeutung kam dem Konsum in der Phase des Übergangs vom Plan zum Markt in Russland zu? Luise Althanns nähert sich der Auflösung des russischen Staatssozialismus und der Transformation von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in einer fundamental neuen und originellen Perspektive. Sie untersucht, wie sich die realen Ausprägungen und die Bedeutungen des Konsums wandelten und wie sich zentrale Innovationen – die Etablierung von Marken und die Einbindung in die globale Konsumgesellschaft – durchsetzen konnten. Das prägende Moment dieser Zeit war demnach eine Konsumrevolution.

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Forcierte Säkularität

Monika Wohlrab-Sahr, Uta Karstein, Thomas Schmidt-Luxrel_wandel_ost_cover
Forcierte Säkularität. Religiöser Wandel und Generationendynamik im Osten Deutschlands
Campus Verlag, 2009

375 Seiten
34,90 Euro

Wer die Religionslosigkeit der ostdeutschen Gesellschaft und die Säkularität ihrer Bürger begreifen will, muss sich neben der Religionspolitik der SED auch der Aneignung dieser Politik durch Individuen und Familien zuwenden. Auf der Basis von Interviews mit drei Generationen zeigen die Autorinnen und der Autor dieses Buches, in welcher Weise die Auseinandersetzung mit Religion in die grundlegende Konflikthaftigkeit des Lebens in der DDR eingebettet war. Es wird deutlich, welchen Spannungen kirchlich gebundene Menschen ausgesetzt waren, aber auch, in welchem Maße in Familien säkulare Traditionen geschaffen wurden. Nicht zuletzt in der jüngsten Generation lässt sich jedoch – in Absetzung davon – ein neu erwachtes Interesse an Religion ausmachen. Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

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Kollektives Gedächtnis u. d. gesellschaftl. Konstruktion d. Wirklichkeit

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Kollektives Gedächtnis und die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit: Eine Theorie der Erinnerungskulturen
Harrassowitz Verlag, 2009

224 Seiten
38,00 Euro

Trotz intensiver Bearbeitung des Forschungsfelds Erinnerungskultur bestehen zwei Probleme bis heute: Das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv beim Erinnern bleibt weitgehend ungeklärt, und zu oft wird von der Existenz einer „wahren“, unverfälschten Erinnerung ausgegangen. Diese Probleme können gelöst werden, wenn man Erinnerungskultur als Teil des gesellschaftlichen Wissensvorrats analysiert, und zwar systematisch in ihrer Entstehung, Struktur und Funktion. Das ist die Aufgabe der vorliegenden „Theorie der Erinnerungskulturen“. Sie ergänzt die Untersuchung der kulturellen Existenz des Menschen als animal symbolicum um das Kapitel der Erinnerung. Dabei bringt die Arbeit die konstruktivistische Wissenssoziologie von Peter L. Berger und Thomas Luckmann mit der Lebenswelt-Analyse von Alfred Schütz zusammen. Auf dieser theoretischen Basis systematisiert sie die Ergebnisse der Gedächtnisforschung, von den Neuro- und Literaturwissenschaften über die Psychologie und Soziologie bis zu den Geschichtswissenschaften, um zu einer kohärenten Theorie des kollektiven Gedächtnisses zu gelangen. Erinnerungskulturen sorgen dafür, gesellschaftlichen Zusammenhalt herzustellen, und sind deshalb stets Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Eine „wahre“ Erinnerung kann es in den komplexen Prozessen kollektiven Gedächtnisses nicht geben.

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Die Permanenz des Ästhetischen

Melanie Sachs/Sabine SanderBoD_B4-SachsSander_16231-7-16
Die Permanenz des Ästhetischen
VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2009

252 Seiten
34,90 Euro

Die Ringvorlesung zur Ästhetik, welche im Wintersemester 2007/08 unter dem Titel „Die Permanenz des Ästhetischen“ am Institut für Kulturwissenschaften stattgefunden hat, hat nun tatsächlich noch etwas mehr Permanenz erhalten. Die in diesem Zusammenhang in Leipzig gehaltenen Vorträge sind nun im VS-Verlag publiziert und können so nochmal in aller Ruhe nachgelesen werden. Dieser Band spiegelt die Vielfalt aktueller ästhetischer Perspektiven und stellt so sowohl die inhaltliche wie die methodische Breite der Ästhetik dar. Er vereint unterschiedliche Ansätze sowie durchaus konträre Thesen ästhetischer Forschung zu den Themen Schönheit und Kunst sowie zur Begriffs- und Theoriebildung von Ästhetik. Dieses Buch kann daher sowohl einer ersten Orientierung als auch einer vertieften Auseinandersetzung damit dienen, was unter Ästhetik heute verstanden wird und werden kann.

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Foucault-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung

Clemens Kammler, Rolf Parr, Ulrich Johannes Schneider (Hrg.)cover_Schneider_Foucault
Foucault-Handbuch
Leben – Werk – Wirkung 
Verlag J. B. Metzler 2008

454 Seiten
49,95 Euro

25. Todestag am 25.6.2009
Umfassender, kulturwissenschaftlich fundierter Überblick
Mit Zeittafel, Bibliografie und Personenregister.

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Afrika- und Lateinamerikaforschung in Deutschland

Falk Thoralf Güntherguenther_buch
Afrika- und Lateinamerikaforschung in Deutschland zwischen Kaiserreich und Drittem Reich 
Meine Verlag, 2008

416 Seiten
35,95 Euro

Die Afrika- und die Lateinamerikaforschung leisten heute als Fächerkombinationen einen bedeutenden Beitrag zur interkulturellen Kommunikation. Wie waren die beiden Disziplinen in den Humanwissenschaften in Deutschland bis 1945 konzipiert? Welche Funktion kommt den beiden Forschungszweigen in den Humanwissenschaften zu? Wie gestaltete sich das Verhältnis der beiden Wissenschaftsdisziplinen zu den unterschiedlichen politischen Systemen im Untersuchungszeitraum und deren Rahmenbedingungen? Diesen und weiteren Fragen geht der Autor in der Studie nach und schafft so erstmals eine breite historiografische Basis für weitere Untersuchungen zu diesem Themenkomplex. Zudem bietet die Studie einen Ausblick auf Kontinuität und Diskontinuität in der Genese beider Fächerkombinationen bis in die Nachkriegszeit.

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Diplom – Magister – Bachelor

Uta Kösserkoesser_buch
Diplom – Magister – Bachelor
Studiengang und Institut für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig (1963 bis 2007) 
filos Verlag, 2008

210 Seiten
14,80 Euro

Das heutige Institut für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Gründung als Institut für Ästhetik und Kulturtheorie in der DDR zu Beginn der 1960er Jahre, um Diplom-Kulturwissenschaftler als „Leiter kultureller Prozesse“ ausbilden, „Abwicklung“ Anfang der 1990er Jahre, Neugründung als Institut fürKulturwissenschaften und Einrichtung eines erfolgreichen und hoch nachgefragten Magisterstudienganges Kulturwissenschaften, mit Beginn des neuen Jahrtausends Umstellung auf einen Bachelor Sozialwissenschaften und Philosophie mit Kernfach Kulturwissenschaften, der ab 2006 immatrikuliert, Planung eines Masters. Diese Chronik des Instituts wie des Studienganges wendet sich vor allem an ehemalige Studierende und Lehrende an den Instituten und Studiengängen der Kulturwissenschaft in Leipzig, aber ebenso an interessierte Kulturwissenschaftler anderer Universitäten und versteht sich auch als Beitrag zum Jubiläum der Universität Leipzig im Jahre 2009.

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Der Topos der Undarstellbarkeit

Sabine Sandersander_buch
Der Topos der Undarstellbarkeit
Ästhetische Positionen nach Adorno und Lyotard 
filos Verlag, 2008

320 Seiten
39,00 Euro

Undarstellbarkeit figuriert in den ästhetischen Konzeptionen von Adorno und Lyotard einerseits als Chiffre für all das, was nicht in den Griff des Bewusstseins gerät – Verdrängtes, Leiden, Unfassbares – andererseits aber auch für all jenes, was von den herrschenden Diskursen einer Gesellschaft ausgeschlossen wird. Der Band bietet eine kulturtheoretische Reflexion über Grenzen menschlicher Symbolisierungstätigkeit und symbolischer Formen, die als unhintergehbar bestätigt werden: Denn überall dort, wo sich etwas der Darstellung verschließt, verweigert, verboten oder von ihr ausgegrenzt wird, wird symbolisiert oder ertönt der Ruf nach einer Kunst, die das als unkommunizierbar Erklärte ausdrücken soll. Insofern beinhaltet der Topos der Undarstellbarkeit auch die Forderung eines Wechsels von einer symbolischen Form (Sprache, Wissenschaft) zu einer anderen (Kunst) sowie ein deutliches Moment von Kulturkritik. Zugleich wird deutlich, wie in der Kunst gesellschaftlicher Widerstand antizipiert werden kann – die ästhetischen Debatten Adornos und Lyotards sind somit auch lesbar als ethische Konzepte, die bei aller Historizität aktualisierbar sind.

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Wissenschaft als Religion

Thomas Schmidt-Luxschmidt_buch
Wissenschaft als Religion
Szientismus im ostdeutschen Säkularisierungsprozess 
Ergon-Verlag, 2008

413 Seiten
48,00 Euro

Seit der Aufklärung findet sich – bis heute – immer wieder die Idee, dass die Wissenschaft der Religion grundsätzlich überlegen sei und deshalb über kurz oder lang an ihre Stelle treten müsse. Diese szientistische Vorstellung von der Allmacht wissenschaftlichen Denkens wurde nicht zuletzt in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert durch eine Vielzahl von Organisationen propagiert und fand insbesondere in der DDR eine große Verbreitung. Dabei spielte gerade die populärwissenschaftliche Vermittlung anti-religiöser Ideen eine große Rolle. Vor diesem Hintergrund wird im Buch eingangs eine Ideengeschichte des Szientismus von der Aufklärung bis zur wissenschaftlichen Weltanschauung des 20. Jahrhunderts entworfen. Daran anschließend wird die Propagierung szientistischer Ideen am Beispiel der populärwissenschaftlichen Organisation „Urania“ untersucht und abschließend auf der Grundlage von Interviews mit ehemaligen Urania-Angehörigen nach Rezeption und Funktion des Szientismus in individueller Perspektive gefragt. Im Ergebnis steht die These, dass der Szientismus entscheidend zum Erfolg der atheistischen staatlichen Politik und damit zum weltweit beispiellosen Säkularisierungsprozess in Ostdeutschland beitrug.

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Qualitative Sozialforschung

Aglaja Przyborski / Monika Wohlrab-Sahrwohlrab_buch4
Qualitative Sozialforschung
Ein Arbeitsbuch

Oldenbourg Verlag, 2008

403 Seiten
34,80 Euro

Das Buch gibt eine Einführung in Grundlagen und Praxis qualitativer Sozialforschung. Es wird ein Bogen gespannt von der ersten Konzeption eines Forschungsvorhabens über Fragen der Erhebung, des Sampling, der Auswertung und Verallgemeinerung bis hin zur Niederschrift der Ergebnisse. Das Buch geht auf die Besonderheiten methodologischer Ansätze ein, arbeitet aber auch ihre Gemeinsamkeiten und Synergien heraus. Gemeinsame Probleme quantitativer und qualitativer Zugänge bleiben dabei nicht ausgespart. Das Buch richtet sich an Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaften.

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Raum als Sinnordnung bei Ernst Cassirer

Jörn Bohrbohr_buch
Raum als Sinnordnung bei Ernst Cassirer
filos Verlag, 2007

229 Seiten
39,– Euro

Cassirer hat ein seinem Vortrag „Mythischer, ästhetischer und religiöser Raum“ von 1930 die These formuliert, dass es nicht den einen objektiven oder eindeutigen Raum gibt, sondern dass wir aus unterschiedlichen kulturell bedingten Sinnzusammenhängen heraus erst bestimmte Sinnordnungen bilden, die räumlichen Bezug haben. Unsere Raumauffassung ist also jederzeit in einen bestimmten Kontext eingebettet, und dies in aller Regel, ohne dass es bewusst würde. Räume als Sinnordnungen begreifen zu wollen, hat also auch Konsequenzen für unsere Selbstinterpretation. Es ist die Absicht dieser Untersuchung, die Thesen Cassirers zu prüfen, um seinen Ansatz weiter ausbauen zu können. Dabei wird besonderes Gewicht auf das Theorem der „symbolischen Prägnanz“ gelegt.

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Von der Kunst- zur Kulturpolitik

Thomas Höpelhoepel_buch
Von der Kunst- zur Kulturpolitik
Städtische Kulturpolitik in Deutschland und Frankreich 1918-1939
(Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung) Band 7
Franz Steiner Verlag, 2007

516 Seiten
82,– Euro

In den zwei Jahrzehnten nach dem Ersten Weltkrieg durchlief die Kulturpolitik einen tiefgreifenden Wandel – angetrieben durch die Demokratisierung, die sich ausbreitende Populär- und Massenkultur und das vergrößerte Freizeitangebot in der Stadt. Dabei bildeten sich auch die Vorläufer der seit den 1960er Jahren in (West-)Deutschland wie Frankreich verfolgten ‚neuen‘, d.h. aktiv gestaltenden, partizipativen und integrativen Kulturpolitik heraus, die transparente Bewertungskriterien und politisch-rationale Entscheidungsverfahren erfordert, um die relativ hohen Ausgaben der öffentlichen Haushalte für „Kultur“ zu rechtfertigen. Anhand von Fallstudien zu Lyon und Leipzig, Saint-Etienne und Chemnitz vergleicht der Autor Formen und Funktionen städtischer „Kulturpolitik“ in der Zwischenkriegszeit. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Stadt als Akteur der Kulturpolitik und die Stadt als kulturpolitisches Handlungsfeld von Eliten, Organisationen und Bürgern.

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Dimensionen der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte

Matthias Middell (Hg.)festschrift
Dimensionen der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte
Festschrift für Hannes Siegrist zum 60. Geburtstag 
Universitätsverlag Leizig, 2007

408 Seiten
29,– Euro

Zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Hannes Siegrist haben Institutsmitarbeiter, Freunde und Kollegen mit diesem Band den Versuch unternommen, Beiträge zu einer systematischen Einführung in den Bereich Kulturgeschichte zu bündeln: Neben Europäisierung, Transnationalisierung und Globalisierung stehen Vergleich und Transfer, Konsumgeschichte, intellectual property rights, die Geschichte der Kulturpolitik und das breite Spektrum von Erinnerung und kollektivem Gedächtnis ebenso auf der Agenda wie Medien des kulturellen Austausches und der Wandel in Ansehen und Funktion kultureller Akteure. Eine Bibliographie mit der jeweils wichtigsten Literatur rundet die flüssig geschriebenen Texte ab.

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Konfliktfeld Islam in Europa

islam_coverMonika Wohlrab-Sahr und Levent Tezcan (Hg.)
Konfliktfeld Islam in Europa
Soziale Welt, Sonderband 17, 2007

468 Seiten
49,– Euro

In Europa ist im Zuge der Auseinandersetzung um Migration ein neues Konfliktfeld entstanden, in dem der Islam als Bezugspunkt eine immer wichtigere Rolle spielt. Zugleich sind Konflikte vor Ort zunehmend in einen Welthorizont eingebunden. Der vorliegende Band leuchtet diese veränderte Konstellation über Länderstudien und systematische Perspektiven aus. Aktuelle Auseinandersetzungen kommen ebenso in den Blick wie deren gesellschaftliche und historische Kontexte. Mit Beiträgen von: Levent Tezcan, Monika Wohlrab-Sahr, Shmuel N. Eisenstadt, Armando Salvatore, Reinhard Schulze, Werner Schiffauer, Steffen Kühnel, Jürgen Leibold, Kornelia Sammet, Jörg Hüttermann, Ruud Peters, Sipco Vellenga, Karen Schönwälder, Christian Moe, Özkan Ezli, Arnd-Michael Nohl, Mustafa Sen, Matthias Koenig, Claire de Galembert, Frank Kalter und Cornelia Kristen.

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Ende der Ästhetik? Rück- und Ausblicke

Uta Kösser, Pascal Pilgram und Sabine Sander (Hg.)aesthetik_cover
Ende der Ästhetik? Rück- und Ausblicke
filos Verlag, 2007

162 Seiten
12,80 Euro

Der Band dokumentiert die Beiträge des Ästhetik-Kolloquiums zur Verabschiedung von Prof. Dr. Uta Kösser. Die Beiträge belegen zum einen die Vielfalt ästhetischer Perspektiven im Rahmen der Kulturwissenschaften in Leipzig und diskutieren zum anderen generelle Möglichkeiten einer ästhetischen Perspektive auf moderne Kultur und Gesellschaft, mit der es Kulturwissenschaften auch zu tun haben. In den Texten wird deutlich, dass es unhintergehbar ist, über die Sinnlichkeit des Menschen zu reflektieren, wenn man die Formen der Kultur der Moderne untersucht. Das Umschlagbild – Théodore Géricaults Das Floß der Medusa – soll ein Symbol sein für die Notwendigkeit der Ästhetik. Peter Weiss hat dieses Bild in seiner berühmten Ästhetik des Widerstands als ein Moment des Widerstands im Augenblick des Untergangs gedeutet.

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Entgrenzung d. Eigentums in mod. Gesellschaften u. Rechtskulturen

Hannes Siegrist (Hg.)siegrist_comparativ
Entgrenzung des Eigentums in modernen Gesellschaften und Rechtskulturen.
Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 16 (2006), H. 5/6
Universitätsverlag Leipzig, 2007

365 Seiten
15,– Euro

In diesem Band untersuchen Historiker, Juristen, Sozial- und Kulturwissenschaftler die Konstruktion, Institutionalisierung und Anwendung privater Eigentumsrechte und eigentumsähnlicher Handlungsrechte unter dem Gesichtspunkt der „Entgrenzung des Eigentums“. Dabei stehen Probleme der Entwicklung, Differenzierung und Verbreitung von Eigentum in der Gegenwart und Vergangenheit im Mittelpunkt. Die Beiträge behandeln ausgewählte empirische Phänomene und theoretische Probleme der Propertisierung in modernen Gesellschaften, Kulturen, Rechts- und Wirtschaftssystemen.

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Die neuen Regeln der Kunst

Nina Tessa Zahnerneue_regeln_cover
Die neuen Regeln der Kunst
Andy Warhol und der Umbau des Kunstbetriebs im 20. Jahrhundert
Frankfurt am Main und New York: Campus, 2006

326 Seiten
29,90 Euro

Der Kunstbetrieb ist ein Geflecht aus Medien und Märkten, Institutionen und Akteuren – von Künstlern über Galeristen und Kritiker bis hin zu Spekulanten und Sponsoren. Nina Tessa Zahner stellt dar, wie grundlegend sich diese internationale Szene und mit ihr die Herstellung, Verbreitung und Wahrnehmung von Kunst seit Mitte des 20. Jahrhunderts verändert hat. Vor dem Hintergrund der Karriere Andy Warhols im New York der 50er bis 80er Jahre zeigt sie, dass die Entwicklung von der modernen zur postmodernen Kunst auch das gesellschaftliche Urteil darüber, was als Kunst gelten kann, gründlich verändert hat. Die von Pierre Bourdieu in seinem gleichnamigen Werk herausgearbeiteten »Regeln der Kunst« sind heute durch neue Regeln ersetzt.

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Letzte Änderung: 19. Juni 2017