Philipp Seitz

Doktorand

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Bereich: Kulturphilosophie

Zur Person

Geboren am 23.04.1982 in Gera in Thüringen.
Von 2003-2010 Studium der Kulturwissenschaften, der Kultur und Geschichte in Afrika und der Journalistik an der Universität Leipzig.
Zwischen 2006-2011 Auslandsaufenthalte und Feldforschungen in Sambia zu Landwirtschaft und Entwicklung (09-12/2006) und in den USA in Reservaten der Chippewa- und Cree-Indianer zu Wirklichkeitskonstruktionen, Ethnizität und kollektivem Gedächtnis (06-09/2011).
2011 Beginn der Arbeit an der Dissertation am Institut für Kulturwissenschaften im Bereich Kultur- und Sozialphilosophie bei Prof. Dr. Klaus Christian Köhnke.
Seit 03/2011 Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk mit dem Dissertationsprojekt „Das Problem der Sprache bei der christlichen Missionierung in Afrika“.
Seit 10/2012 Doktorand bei Prof. Dr. Gerald Hartung an der Bergischen Universität Wuppertal.

Forschungsschwerpunkte

Kulturphilosophie und -theorie, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, philosophische Anthropologie, interkulturelle Philosophie, Kulturanthropologie, Transkulturation, Kulturtransfer und kulturelle Übersetzungsprozesse

Funktionen und Mitgliedschaften

  • Gründungsmitglied des Arbeitskreises Kultur- und Sozialphilosophie
  • Mitglied der Internationalen Ernst-Cassirer-Gesellschaft e.V.
  • Mitglied beim Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten

Lehre

  • WS 2012/2013 Tutorium „Religionen in Afrika“ (Institut für Afrikanistik)
  • WS 2013/2014 Seminar „Spiegelt Sprache Kultur? (Institut für Kulturwissenschaften)

Vorträge

  • 08/2013 „The Operationalisation of the ‚Philosophy of Symbolic Forms‘ by Ernst Cassirer“, World Congress of Philosophy, National & Kapodistrian University of Athens, 07.08.2013
  • 09/2012 „Über-Setzen von Weltansichten: Die Wechselwirkung zwischen dem Strukturwandel alltäglicher Lebenswelten und missionarischen Über-setzungstätigkeiten in Afrika“, Workshop „Übersetzungen vom Eigenen ins Fremde. Auseinandersetzungen und Aushandlungen im kulturellen Kontakt“, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz, 03.09.-04.09.2012
  • 05/2012 „Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen und ihr Nutz-wert für die ethnologische Forschung“, 7. Doktorandentagung der Europäischen Ethnologie, Universität Bamberg, 11.5.-13.5.2012
  • 6/2011 „Exporting ‚world views‘ by means of Bible translations in Africa. An interpretation on the basis of the Philosophy of Symbolic Forms by Ernst Cassirer“. Konferenz: „Bible Translation and Human Dignity“, Liverpool Hope University, 10.06.-12.06.2011

Promotionsprojekt

Das Problem der Sprache bei der christlichen Missionierung in Afrika (Arbeitstitel)

In meiner Dissertation untersuche ich mit welchen Problemen sich christliche Missionare in Afrika bei der Übersetzung biblischer Texte konfrontiert sahen und welche weiter reichenden Auswirkungen die Übersetzungsarbeit der Missionare auf die Lebenswelten in Afrika hatte. Das Hineintragen und Einschreiben von Begriffen, Bedeutungen und Sinnzusammenhängen über Sprache und deren Verhandlung prägte die afrikanischen Gesellschaften nicht nur tief greifend durch die neuen Möglichkeiten der Benennung von etwas zuvor Unbekanntem. Die europäisch-christliche Weltansicht, die durch die ‚neue‘ Sprache gleichsam implementiert wurde, übte darüber hinaus einen Einfluss auf die Erklärungsprozesse von Welt und unmittelbarer Lebenswelt aus. Anhand von Archivquellen lege ich die Übersetzungsmethoden des katholischen Missionars Willibald Wanger (1872-1943) von der Mariannhiller Mission offen, um sie mit anderen Übersetzungskonzepten in das Zulu zu vergleichen. Mit der Kulturphilosophie Ernst Cassirers (1874-1945) und insbesondere seiner Sprachphilosophie soll dabei eine Theorie als Betrachtungsfolie herangezogen werden, die die Ergebnisse der Analyse nicht nur als Erkenntnisse der auf Afrika bezogenen Wissenschaften interpretiert und damit die Frage beantwortet, wie christliche Missionare beider Konfessionen durch Sprache und Übersetzungen afrikanische Lebenswelten verändert haben. Vielmehr soll gezeigt werden, dass die Kulturphilosophie Ernst Cassirers in Gestalt der „Philosophie der symbolischen Formen“ im transkulturellen Raum operationalisiert werden kann. Seine kultur-anthropologische Auffassung der Sprache als symbolischer Form bietet ein hervorragendes Rüstzeug für eine systematische Betrachtung von Transkulturationsprozessen.

Betreuer der Arbeit
Prof. Dr. Klaus Christan Köhnke (Universität Leipzig)

Letzte Änderung: 17. Dezember 2016