M.A. Susanne Oesterreich

Doktorandin

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Promotionsprojekt

Die textile Inszenierung der Geschlechterverhältnisse. Die Frauenhose im deutsch-deutschen Vergleich (1949-1975)

Abstract
Die Dissertation untersucht die Rolle textiler Konsumgüter bei der Inszenierung der Geschlechterverhältnisse in der Nachkriegszeit an der Schnittstelle von Konsumgeschichte, Geschlechtergeschichte und deutsch-deutscher Verflechtungsgeschichte. Indem der Etablierungsprozess der Hose als Teil der weiblichen Garderobe zwischen 1949 und 1975 in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR ebenso rekonstruiert wird wie der damit einhergehende Wandel der mit der Hose verknüpften Sinn- und Vorstellungsgehalte, ist es möglich die Mechanismen und Veränderungen der textilen Inszenierung der Geschlechterverhältnisse zu erfassen und erklären.
Die Arbeit setzt mit einer inhaltsanalytischen Untersuchung west- und ostdeutscher Frauenzeitschriften an. Deren Befunde werden im Weiteren durch die Analyse von zeitgenössischen Umfragedaten, Archivmaterial aus dem Bereich der Bekleidungsindustrie, Ratgeberliteratur sowie allgemeinen und milieuspezifischen Publikumszeitschriften ergänzt und auf ihre Richtigkeit geprüft. Nach Abschluss der Quellenanalyse werden die Untersuchungsergebnisse vergleichend und verflechtungsgeschichtlich zueinander in Bezug gesetzt, um die Ursachen der sich abzeichnenden Gemeinsamkeiten beziehungsweise Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den beiden deutschen Staaten zu verstehen und erklären.

Betreuer der Arbeit
Prof. Dr. Hannes Siegrist (Universität Leipzig)

Letzte Änderung: 26. März 2014