Wiktoria Lajter

Doktorandin

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Promotionsprojekt

Transnationalisierung und Verräumlichung des kulturellen Feldes am Beispiel der transnationalen europäischen Kulturprojekte

Abstract
Das transnationale europäische Kulturprojekt wird durch die Zusammenarbeit der Organisationen aus mindestens drei verschiedenen europäischen Ländern charakterisiert. Diese Organisationen arbeiten zusammen zu einem kulturellen oder künstlerischen Thema, welches eine gesamteuropäische Gültigkeit und einen Einfluss auf das soziale Bewusstsein hat. Die europäischen Kulturprojekte werden so wohl auf der lokalen als auch internationalen Ebene durchgeführt deswegen entsprächen sie dem Artikel 151 des Vertrags von Amsterdam, wo die kulturelle Einheit Europas in seiner kulturellen Vielfalt gesehen wird. In diesem Vorhaben möchte ich die Einbettung der transnationalen europäischen Kulturprojekte im kulturellen Leben Europas erforschen und darstellen. Meine besonderen Interessen beziehen sich auf die durch die transnationalen Kulturprojekte entstandene Phänomene der Verräumlichung und Transnationalisierung des kulturellen Feldes.
Die Leitfragen lauten:
Wie werden die Verräumlichungs – und Transnationalisierungsmaßnahmen durch die EU-Institutionen, Nationalstaaten und Organisationen programmiert und implementiert?
Welche neue soziokulturelle Ordnung entsteht durch die Zusammenarbeit an den transnationalen Kulturprojekten?
Bei der Antwort auf diese Fragen möchte ich mich auf Beispiele aus ausgewählten europäischen Kulturprojekten stützen.
Die Fragestellung betrifft mehrere Bereiche der Kulturwissenschaften und wird aus verschiedenen Perspektiven studiert: Die Kulturpolitik wird auf der Ebene der Policy (Programmierung, Planung) und Politics (Implementierung, Interessendurchsetzung) untersucht. Wobei ich mich bei der Untersuchung der Implementierung auf dem Gebiet des Kulturmanagements bewegen werde. Der Ausgangpunkt für Transnationalisierungsstudium und die Erforschung des Aufbaus des Netzwerks (der neuen kulturellen Räume)und des transnationalen Dialogs zwischen den Projektspartnern wird die Kulturgeschichte und Kultursoziologie. Hier steht die Beziehungs- und Kommunikationsperspektive im Vordergrund.

Betreuer der Arbeit
Prof. Dr. Hannes Siegrist (Universität Leipzig)

Letzte Änderung: 3. März 2014