Florian Ganzinger

Doktorand
Professur Praktische Philosophie

E-Mail: florian.ganzinger[at]uni-leipzig.de
Telefon: +49 341 97-35807

Raum: H1 1.01

Sprechzeiten: keine


Zur Person

Florian Ganzinger wurde 1988 in Dortmund geboren. Er studierte Philosophie, Politologie und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In seiner Magisterarbeit untersuchte er die Urteils- und Schlusslehre in Hegels Werk Wissenschaft der Logik. Ferner studierte er Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie an der University of Cambridge. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Beziehung zwischen Schellings Naturphilosophie und Ritters romantischer Naturforschung zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Seit April 2015 ist er an der Universität Leipzig als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und promoviert über folgendes Thema:

Denken des Seins. Eine Morphologie der metaphysischen Logik

Meine Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie reines Wissen möglich ist. Die Philosophie von Kant, Hegel sowie Frege ist von der Einsicht bestimmt, dass reines oder metaphysisches Wissen nur auf Grund von logischem Wissen möglich ist. Hiermit erfassen sie die Idee einer metaphysischen Logik, die behauptet, dass das Nachdenken über das Sein des Seienden nichts anderes ist als das Denken des Denkens überhaupt. In meiner Arbeit sollen die Sinne untersucht werden, in denen sich diese abstrakte Idee verstehen und konkretisieren lässt..

Diese Untersuchung wird sich deshalb als eine Morphologie darstellen, die die Idee der metaphysischen Logik anhand ihrer konkreten Ausgestaltungen zu entwickeln sucht. Zu diesem Zweck analysiert sie Freges deduktive, Kants transzendentale und Hegels spekulative Gestalt der metaphysischen Logik. Bei dieser Analyse wird eine Gestalt zunächst in ihrem Prinzip begriffen und rein immanent kritisiert, um zu einen konkreteren Begriff der metaphysischen Logik zu gelangen. Letztlich soll erwiesen werden, dass allein die spekulative Gestalt sowohl die Widersprüche der anderen Gestalten vermeiden kann als auch in sich selbst konsistent ist. Erst die spekulative Logik zeigt also, wie eine metaphysische Logik möglich ist.

Letzte Änderung: 13. März 2017