Dr. Wolfram Gobsch

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Professur Praktische Philosophie

E-Mail: wolfram.gobsch[at]uni-leipzig.de
Telefon: +49 (0) 341 97-35802

Raum: H1 1.06
Sprechzeiten: nach Vereinbarung


Zur Person

Wolfram Gobsch ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Praktische Philosophie. Er studierte Philosophie und Logik & Wissenschaftstheorie in Leipzig, St Andrews und Basel. 2001 schloss er mit einem Master of Letters in Philosophy an der University of St Andrews ab. Von 2006 bis 2013 war er Assistent und Oberassistent am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie der Universität Basel sowie, zwischen 2007 und 2009, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Perception, Thought, and Knowledge“ des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). 2011 wurde er an der Universität Basel mit der Arbeit „Bedingungen des Unbedingten – warum nur Tiere denken können“ promoviert.

Der Mensch ist denkendes Tier, Einheit von Sinnlichkeit und Vernunft. Wenn, wie Kant lehrt, die Vernunft, zumindest dem Anspruch nach, Vermögen des Unbedingten ist, kann uns die Einheit, die der Mensch ist, nur dadurch vollkommen durchsichtig werden, dass wir die Vernunft selbst als den Ursprung der Sinnlichkeit und ihrer materiellen Bedingungen erkennen. In seiner Dissertation hat Wolfram Gobsch versucht, ausgehend von dem in der Logik entfalteten Begriff des Denkens, plausibel zu machen, dass es sich so verhält, dass uns diese Erkenntnis aber auch nur dann möglich ist, wenn es gelingt, die Idee einer Stufenleiter der Formen des Seienden wieder verfügbar und die Möglichkeit logisch notwendiger wirklicher Widersprüche verständlich zu machen. Er lotet die Tragfähigkeit dieser Perspektive, der Perspektive des Absoluten Idealismus, aus und versucht, sie systematisch zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf die Frage nach der Notwendigkeit und den Grenzen von dem, was bei Hegel Sittlichkeit heißt. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen so in der Metaphysik, der Philosophie der Logik, der Philosophie des Geistes und der Sprache, der Erkenntnistheorie und der Ethik. Die für ihn wichtigsten Autoren sind Aristoteles, Kant, Hegel, Frege und Wittgenstein.

Letzte Änderung: 30. September 2016