Wolfgang Günther

Wolfgang Günther ist seit April 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Multilevel Governance. Er studierte an der Universität Bamberg Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und Neuere und Neueste Geschichte (Dipl.-Pol.). Im WS 2014/15 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für international vergleichende Politikfeldanalyse in Bamberg.

Zu seinen Forschungsinteressen zählen: Politikfeldanalyse, Arbeitsbeziehungen, vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung, Institutionen und (Historischer) Institutionalismus.

In seinem Dissertationsprojekt untersucht er die Involvierung des Staates in den Arbeitsbeziehungen anhand der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen. Zur Erklärung des staatlichen Handelns sollen in einer komparativ-historischen Analyse die Interessen von Gewerkschaften, Arbeitgebern und das Eigeninteresse des Staates beleuchtet werden.

English:

Wolfgang Günther is research assistant at the chair Multilevel Governance at University of Leipzig. He studied political science, public administration and modern and contemporary history at University of Bamberg, where he also worked at the chair of International Comparative Policy Analysis.

His research interests are: Policy Analysis, Industrial Relations, Comparative Welfare State research, Institutions and (Historical) Institutionalism.

In his dissertation project he analyses the involvement of the state in industrial relations and collective bargaining by looking at the possibility of extending collective agreements. To explain state activity in the realm of collective bargaining the interests of trade unions, employer associations and the self-interest of the state are investigated from a power resource perspective and through comparative-historical analysis.


Zusammenfassung des Dissertationsprojekts:

Im internationalen Vergleich sind zwei Wege zu einer hohen Tarifbindung feststellbar: Länder mit einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad und Ländern, in denen der Staat Tarifverträge durch eine Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) ausweitet, verfügen über einen stabilen und hohen tariflichen Abdeckungsgrad (Traxler et al 2001). Anders als die Bedingungen starker Gewerkschaftsorganisation ist die Institution der AVE bis auf rechtliche Diskussionen und Überblicksdarstellungen noch gering erforscht. Dieses Projekt will über eine funktionalistische Erklärung der Bedeutung der AVE hinausgehen und aus einer historisch-institutionalistischen Perspektive die Interessenkonflikte von Staat, Gewerkschaften und Arbeitgebern bei der Entstehung und dem Wandel dieser Institution untersuchen. Die Annahmen sollen mit vergleichenden Fallstudien und Prozessanalyse überprüft werden. Damit knüpft das Projekt an Literatur um die Rolle des Staates in Kapitalismusmodellen, zu Forschungen zu Machtressourcen und Arbeitgeberinteressen sowie zu Entstehung und Wandel von Institutionen an.


Lehrveranstaltungen:

BA-Seminare:

  • Europäische Sozialmodelle und Sozialpolitik der EU (Sommersemester 2016)
  • Wohlfahrtsstaatliche Politik im Vergleich (Wintersemester 2015/16)
  • Der Einfluss von Parteien und Interessengruppen im Mehrebenensystem (Sommersemester 2015)

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Letzte Änderung: 20. Dezember 2017