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Promotionsstelle (Kultursoziologie) zu besetzen

Am Institut für Kulturwissenschaften (Bereich Kultursoziologie) der Universität Leipzig ist ab dem 1. Februar 2020 eine Stelle im Forschungsprojekt „Die verlassenen Lehmziegelsiedlungen des Zentraloman. Zwischen Verklärung und Vernachlässigung“ (Leitung: PD Dr. Thomas Schmidt-Lux)  zu besetzen. Es handelt sich um eine Stelle, die über ein

Promotionsstipendium (1.600,- EUR Grundbetrag, befristet auf drei Jahre)

der Gerda-Henkel-Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „Lost Cities“ finanziert ist. Das Projekt wird in Kooperation mit Forscherinnen der Universitäten Frankfurt/Main und Bochum durchgeführt.

Ausgangspunkt des Projekts sind die seit den 1970er Jahren verlassenen Lehmziegelsiedlungen des Oman, die in jüngerer Zeit im Zentrum konfliktiver Deutungsprozesse stehen. Staatliche Institutionen und NGOs warnen vor dem Verfall dieses einzigartigen kulturellen Erbes, während die lokale Bevölkerung an einer aktiven Nutzung eher geringes Interesse zeigt, die Siedlungen aber auch nicht aufgeben will. Vor diesem Hintergrund zielt das Forschungsprojekt darauf ab, die soziale Relevanz der verlassenen Lehmziegelsiedlungen verstehbar zu machen. In einer interdisziplinären Forscher*innengruppe (Archäologie, Kultursoziologie und Islamwissenschaft) sollen hierfür die materielle Kultur, die Akteure und Praktiken sowie Deutungen und Codierungen der verlassenen Siedlungen untersucht werden.

Die Promotionsstelle soll sich diesen Aspekten vor allem aus soziologischer Perspektive widmen. Methodisch vorgesehen ist die ethnografische Analyse der Siedlungen, aber auch die Arbeit mit schriftlichen Quellen und Experteninterviews.

Nähere Informationen über schmidt[dot]lux[at]uni-leipzig[dot]de und im pdf.

Ausschreibung_Oman

Letzte Änderung: 28. November 2019