Dr. Alexander Leistner

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

E-Mail: a[dot]leistner[at]uni-leipzig[dot]de
Telefon: (0341) 97-35677

Raum: H5 1.01
Sprechzeiten: -----


Bereich: Kultursoziologie

Zur Person

1999-2004 Studium der Soziologie, Erziehungswissenschaft und Evangelischen Theologie an der TU Dresden (Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung)
2005-2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sächsischen Landtag
2007-2011 Graduiertenstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung
2011-2012 wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig im Rahmen des „StilProjektes LaborUniversität Forschung aus Lehre“
2014 Promotion an der Universität Leipzig zum Thema: „Zur Entstehung und Stabilisierung sozialer Bewegungen. Eine historische Soziologie der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR“ (summa cum laude) – ausgezeichnet mit dem „Max-Weber-Preis für Nachwuchsforschung“
2012-2018 wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut / Außenstelle Halle für die wissenschaftliche Begleitung der Bundesprogramme „Initiative Demokratie stärken“ und „Demokratie leben!“ sowie in der „Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention“; seit 2017 dort Projektleiter der wissenschaftlichen Begleitung “Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe“
seit Dezember 2018 Mitarbeit im BMBF-Projekt „Das umstrittene Erbe von
1989 – Aneignungen zwischen Politisierung, Popularisierung und historisch-politischer Geschichtsvermittlung“ und Leitung der beiden Teilprojekte zur Politisierung sowie zur Geschichtsvermittlung am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig

Funktionen/Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
  • Mitglied der Sektionen Politische Soziologie und Religionssoziologie in der DGS
  • affiliierter Wissenschaftler in den Forschungsnetzwerken „European Protest Movement“ und “The Nuclear Crisis: Cold War Cultures and the Politics of Peace and Security”
  • Redaktionsmitglied: Sinnprovinz – kultursoziologische Workingpaper
  • Gründungsmitglied des „Netzwerks Empirische Kultursoziologie“
  • redaktionelle Mitarbeit: Forschungsjournal Soziale Bewegungen
  • 2014-18 Mitglied im Betriebsrat der Außenstelle Halle des Deutschen Jugendinstituts, 2018 stellvertretender Gesamtbetriebsratsvorsitzender des DJI
  • Gutachtertätigkeiten für die Innenministerkonferenz und das BMFSFJ, sowie für wissenschaftliche Zeitschriften (u.a. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie)

Forschungsprojekte

  • BMBF-Verbundprojekt zwischen der Uni Leipzig & Uni Freiburg „Das umstrittene Erbe von 1989 – Aneignungen zwischen Politisierung, Popularisierung und historisch-politischer Geschichtsvermittlung“ (Antragstellung; Gesamtvolumen: 1,375 Mio €; Laufzeit 12/2018-11/2022)
  • Wissenschaftliches DFG Nachwuchsnetzwerk „Bildung in sozialer Bewegung – Bildung durch soziale Bewegung“ (DFG-Antrag eingereicht / Mitarbeit)
  • Teilprojekt: „Junge Menschen und gewaltorientierter Islamismus – Biografieanalysen von Entwicklungswegen junger Menschen“ (Forschungsverbund der Uni Osnabrück, Institut für islamische Theologie; des Deutschen Jugendinstituts und des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld / gefördert durch das BMFSFJ 2015-2017, Mitarbeit an der Antragstellung)

Arbeitsgebiete und Forschungsinteressen

Methoden der rekonstruktiven Sozialforschung, Kultursoziologie, Soziologie der Gewalt, Soziologie sozialer Bewegungen, Religionssoziologie, Professionsforschung, historisch-politische Bildung

Publikationen

Monographien & Herausgaben

  • Zum Verhältnis von Empirie und kultursoziologischer Theoriebildung. Stand und Perspektiven (hrsg. zusammen mit Julia Böcker u.a.). Weinheim: Juventa Verlag, 2018.
  • Soziale Bewegungen. Entstehung und Stabilisierung am Beispiel der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR. Konstanz: UVK, 2016 (ausgezeichnet mit dem Max-Weber-Preis für Nachwuchsforschung).
  • Kultursoziologie. Eine problemorientierte Einführung (zusammen mit Monika Wohlrab-Sahr & Thomas Schmidt-Lux). Grundlagentexte Soziologie. Juventa Verlag, 2016.
  • Anstifter, Strippenzieher, Urgesteine. Schlüsselfiguren in sozialen Bewegungen (hrsg. zusammen mit Vera Faust).Themenheft des Forschungsjournals Soziale Bewegungen, Heft 4/2013.

Aufsätze in Zeitschriften

  • „Soldiers for freedom, nation and blood“ – Der Wandel von Anerkennungsordnungen kollektiver Gewaltausübung durch Fußballhooligans im Zuge der *GIDA-Bewegungen (zusammen mit Franz Erhard und Alexander Mennicke). In: Fußball & Gesellschaft, Heft 1/2019 (im Erscheinen).
  • Herausforderungen pädagogischer Arbeit bei der Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe (zusammen mit Maria Jakob). In: Zeitschrift für Soziale Strafrechtspflege, Nr. 51, 2018, S. 43-52.
  • „Linksextremismus“ zwischen Akklamation, Transkription und Dekonstruktion – eine Typologie pädagogischer Problemaneignung (zusammen mit Franz Erhard & Lena Dreier) In: Soziale Probleme (1/2015), S. 67-89.
  • Die Selbststabilisierung sozialer Bewegungen: Das analytische und theoretische Potential des Schlüsselfigurenansatzes. In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen. (4/2013), S. 14-23.
  • Pädagogische Strategien zur Demokratieförderung.“ (zusammen mit Frank Greuel, u.a.) In: DJI Impulse, (3/2013), S. 21-22.
  • Das Lob der ersten Schritte und der Nutzen von Vielfalt und Konflikt – Strömungen und Schlüsselfiguren der unabhängigen DDR-Friedensbewegung. In: Deutschland Archiv (1/2012), S. 105-116.
  • Sozialfiguren des Protests und deren Bedeutung für die Entstehung und Stabilisierung sozialer Bewegungen: Das Beispiel der unabhängigen DDR-Friedensbewegung [83 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 2011 12(2), Art. 14. Special Issue „Biography and Politics“
  • Zwischen Entgrenzung und Inszenierung. Eine Fallstudie zu Formen fußballbezogener Zuschauergewalt. In: Sport und Gesellschaft (2/2008), S. 111-133.

Buchbeiträge

  • Jenseits, diesseits, mittendrin. Zur Einleitung und zur Verortung der Verhältnisbestimmung von Theorie und Empirie (zusammen mit Melanie Eulitz). In: Julia Böcker u.a. (Hrsg): Zum Verhältnis von Empirie und kultursoziologischer Theoriebildung. Stand und Perspektiven. Weinheim: Juventa Verlag, 2018, S. 7-17.
  • Gewalt als soziale Situation. Formen und Folgen am Beispiel einer Ultragruppierung. In: Grau, Andreas u.a. (Hrsg.): Sozialwissenschaftliche Perspektiven der Fußballfanforschung. Weinheim: Juventa Verlag, 2017, S. 114-130.
  • Einmischen, Mitmischen, Aufmischen – Partizipation in und durch politische(r) Bildung (zusammen mit U. Bischoff u.a.). In: Tremmel, Jörg (Hrsg.): Politische Beteiligung junger Menschen. Grundlagen – Problemfelder – Fallstudien. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2015, S. 49-74.
  • Grauzonen der Feldforschung. Methodische Herausforderung und heuristisches Potential (zusammen mit Julia Böcker). In: Poferl, Angelika & Jo Reichertz (Hrsg.): Wege ins Feld – methodologische Aspekte des Feldzugangs. Oldib Verlag Essen, 2015, 332-347 (nominiert für den Forschungspreis Ethnographie).
  • Kulturen des Aufwachsens? Ein kultursoziologischer Blick auf wachsende Polarisierungen. In: Fischer, Joachim & Stephan Moebius (Hrsg.): Kultursoziologie im 21. Jahrhundert. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2014, S. 223-233.
  • Konzentriertes Fallenlassen. Ansätze einer Soziologie kollektiver Ekstase. (zusammen mit Thomas Schmidt-Lux) In: Schnabel, Anette & Rainer Schützeichel (Hrsg.): Emotionen, Sozialstruktur und Moderne. Zum Stand der Emotionssoziologie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2012, S. 317-333.
  • „Kirche muss eine Probiergemeinschaft sein“ – Typen des Verhältnisses von Religion und Politik in den Biographien von Friedensaktivisten. In: Pickel, Gert & Kornelia Sammet (Hrsg.): Religion und Religiosität im vereinigten Deutschland. Zwanzig Jahre nach dem Umbruch. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2011, S. 325-341.
  • Fans und Gewalt. In: Roose, Jochen, Mike S. Schäfer & Thomas Schmidt-Lux (Hrsg.): Fans. Soziologische Perspektiven. VS Verlag, 2010, S. 249-279.
  • „Ein schönes Spiel reicht noch nicht aus“ – jugendliche Fußballfans und Rausch. (zusammen mit Thomas Schmidt-Lux) In: Yvonne Niekrenz, & Sonja Ganguin (Hg.): Jugend und Rausch. Interdisziplinäre Zugänge zu jugendlichen Erfahrungswelten. Weinheim/München: Juventa, 2010, 169-181

Artikel in Handbüchern

  • Soziale Bewegungen und Biographieforschung. In: Lutz, Helma & Martina Schiebel & Elisabeth Tuider (Hrsg.): Handbuch Biographieforschung. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2018, S. 499-510.

Rezensionen

  • David Klett (2013): Die Form des Kindes. Kind, Familie, Gesellschaftsstruktur. (zusammen mit Julia Böcker). In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (1/2015), S. 163-166.
  • Vico Leuchte (2011). Landkommunen in Ostdeutschland. Lebensgeschichten, Identitätsentfaltung und Sozialwelt [24 Absätze]. (zusammen mit Julia Böcker). Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 14(1), Art. 10.
  • Sharon Erickson Nepstad (2011): Nonviolent Revolutions. Civil Resistance in the Late 20th Century. Oxford University Press (zusammen mit Christian Fröhlich). In: Politische Vierteljahrsschrift (2/2012), S. 339-340.
  • Eine andere Forschung ist möglich! Die Bewegungsforschung und deren Theorien. Rezension zu Andreas Pettenkofer (2010): Radikaler Protest. Zur soziologischen Theorie politischer Bewegungen. Campus. In: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen (4/2010), S. 113-115.
  • Randall Collins (2008): Violence. A Micro-Sociological Theory. Princeton University Press. (zusammen mit Thomas Schmidt-Lux). In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (4/2009), S. 698-701

Tagungsorganisation

  • „Welche Wirkung(en) hat Präventions- und Deradikalisierungsarbeit im Justizvollzug? Zur Diskussion der Anforderungen an Wissenschaft und Pädagogik“ Ad-Hoc-Gruppe auf dem 39. Kongress der DGS, 24.09.-28.09.2018
  • „Zum Verhältnis von Empirie und kultursoziologischer Theoriebildung – Stand und Perspektiven“, Jahrestagung der Sektion Kultursoziologie der DGS, 30.09.-02.10.2015
  • „Jugend, Protest, Gewalt?“ Das Beispiel der Blockupy-Proteste, BMFSFJ, 28.09.2015
  • „Linksmotivierte Jugendgewalt? Gewalt und Gewaltbefürwortung in linksaffinen Szenen“, DJI, 13.12.2013

Vorträge (Auswahl)

  • Bildung und Bewegung aus biographietheoretischer Perspektive, DGfE-Kongress, 21.03.2018
  • Politische Bildung gegen fliegende Flaschen, Klausurtagung der AG Extremismus der Bundeszentrale für politische Bildung, 29.-30.01.2018
  • Who put the Kultursoziologie out of the Situationsanalyse. Zu einer kultursoziologischen Erweiterung von Gewaltanalysen (zusammen mit Thomas Schmidt-Lux), Streitfragen der soziologischen Gewaltforschung, 17.-18.11.2017, RWTH Aachen
  • Die Transformation von Selbstverhältnissen – analytische Dimensionen aus der Perspektive einer biographieorientierten Bewegungsforschung, Tagung „Protest und die Transformation von Selbstverhältnissen“, Max Weber Kolleg Erfurt, 21.-23.04.2016
  • Theoretische Perspektiven auf Fußballfanforschung, Symposium „Sozialwissenschaftliche Perspektiven der Fußballfanforschung“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld (IKG), 04./05.11.2015
  • Die Gewalt der Ultras, Vortrag im Forschungskolloquium „Theoretische Empirie“, Institut für Soziologie der Universität Mainz (Prof. Herbert Kalthoff), 28.05.2015
  • Von Aussteigern und Sonderlingen. Das Charisma des Andersseins und die Stabilisierung sozialer Bewegungen, Frühjahrstagung 2014 der Sektion Wissenssoziologie „Die Neuentdeckung der Ränder: Theorieinteressierte Exkursionen in Randgebiete des Sozialen“, 6./7. März 2014, Alice Salomon Hochschule Berlin
  • „Hauptsache er ist dabei, Hauptsache er gibt alles, was er hat“ – Wenn das Feld Teilnahme verlangt – Grauzonen und Grenzziehungen des Feldzugangs (zusammen mit Julia Böcker), Tagung der Sektion Wissenssoziologie (DGS) und des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda „Wege ins Feld – methodologische Aspekte des Feldzugangs“, 5./6.Juli 2013
  • Kulturen des Aufwachsens? Ein kultursoziologischer Blick auf wachsende Polarisierungen, Jahrestagung „Kultursoziologie im 21. Jahrhundert“ der Sektion Kultursoziologie (DGS) zu Ehren des 70. Geburtstags von Karl-Siegbert Rehberg, TU Dresden, 20.-22. Juni 2013
  • Zugänge der Bewegungsforschung: Biografieanalyse, Konferenz „Protest – Bewegung – Demokratie“ am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), 19./20. Juni 2013
  • „Das ist ein fundamentaler Bruch in meinem Leben und in der der Zeit“ – das Verhältnis von Engagement und Enttäuschung in sozialen Bewegungen, 02./03.12.2011, Institut für Zeitgeschichte München.
  • Religiöse Friedensgruppen in der DDR unter dem Eindruck des NATO-Doppelbeschlusses: Bewegungsformation und Aktivistenidentität, Workshop: Friedensbewegung und Zweiter Kalter Krieg: Europäische und transatlantische Perspektiven. (Referat Zeitgeschichte und Archiv Grünes Gedächtnis (Heinrich-Böll- Stiftung) / German Historical Institute, Washington DC / Universität Augsburg), 24.-26. März 2010.
  • Zwanzig Jahre und kein Abbruch – das Langzeitengagement von Akteuren der ‘unabhängigen Friedensbewegung’. Tagung der Sektion Religionssoziologie in der DGS „Zwanzig Jahre nach dem Umbruch – Religion und Religiosität in Ostdeutschland (und in Osteuropa)“, 20.-22.11.2009, Universität Leipzig.
  • Ansätze zu einer Soziologie kollektiver Ekstase. Ein Vorschlag zur Differenzierung (zusammen mit Thomas Schmidt-Lux). Arbeitstagung „Sozialtheorie der Emotionen“ 13./14. November 2009, FernUniversität in Hagen.
  • Biographie und Politik – Verhältnisbestimmungen am Beispiel des Langzeitengagements in sozialen Bewegungen, Workshop „Biographie und Politik“ der Sektion Biographieforschung in der DGS, 03./04. Juli 2009, Forschungsstelle Widerstandsgeschichte Berlin.
  • Sozialer Wandel als Herausforderung für die Persistenz gesellschaftsverändernden Engagements. Nachwuchstagung „Orientierung im Wilden Komplex“, 15.11.2008, Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).
  • „Der Kampf um Leipzig“ – Die Radikalisierung und politische Polarisierung von Fußballfanszenen. Internationale Fachkonferenz „Serious Games: Fußball, Medien und Politik“, vom 08.-10. Juni 2006, Sektionen Politische Soziologie und Soziologie des Sports der DGS, Universität Hamburg.
Letzte Änderung: 18. Januar 2019