M.A. Jonas Brückner

Doktorand

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Zur Person

seit 2018
Wissenschaftliche Hilfskraft am Historisches Seminar, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im BMBF-geförderten Verbundprojekt „Das umstrittene Erbe von 1989“

2016
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europa, Universität Leipzig

2009-2016
B.A. und M.A. Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Kultur- und Sozialgeschichte, Universität Leipzig
Masterarbeit: „Die Leerstellen der Wende. Eine kritische Analyse des Narrativs ‚friedliche Revolution‘“

Forschungsinteressen

Vergleichende Kulturgeschichte der Bundesrepublik und DDR, deutsche Zeitgeschichte seit 1990, Erinnerungskulturen, Geschlechtergeschichte, kritische Männlichkeitsforschung

Promotionsprojekt

Helden der Arbeit und fürsorgliche Väter? Männlichkeitsentwürfe und -rollen in der DDR von 1970-1990.

Was hat der „real existierende Sozialismus“ eigentlich mit Männern gemacht? – ist die leitende Forschungfrage des Promotionsprojekts. Eingebettet in das Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ nach Raewyn Connell, DDR-Alltagsgeschichte und deutsch-deutscher Verflechtungsgeschichte steht die Frage nach gesellschaftlich dominierenden und subjektiv relevanten Geschlechterrollen von Männlichkeiten und ihrer lebensweltlichen Herstellung in der Spätphase der DDR von 1970-1990.
Ausgehend von einem diesbezüglich schwach entwickelten Forschungsstand lässt sich konstatieren, dass die frauenbezogene Sozialpolitik der DDR und der damit einhergehende, teilweise Wandel von weiblichen Geschlechterrollen und familiären Reproduktionsmodellen Männlichkeiten indirekt beeinflusste. Mit der weitgehenden Integration von Frauen in Erwerbsarbeit und dem sukzessiven Bedeutungsverlust der männlichen „Alleinernährerrolle“ geraten auch traditionelle Männlichkeitsentwürfe unter Druck. Zugleich ist die DDR unbestreitbar eine Gesellschaft, die von Männern mit Macht als auch Männlichkeit mit Dominanz geprägt ist. Die Veränderungen von Männlichkeiten in diesem Spannungsverhältnis genau zu bestimmen, ist Ziel des Promotionsvorhabens. Zu diesem Zweck wird eine systematische Analyse von einerseits hegemonialen und untergeordneten Männlichkeitsentwürfen und andererseits ihre „eigensinnigen“, alltäglichen Aneignung vorgenommen. Eingebettet in eine vergleichende historische Kontextualisierung werden dafür populäre kulturelle Repräsentationen, Egodokumente und biografischen Interviews wechselseitig befragt. Schwerpunkte der Betrachtung liegen auf sozialen Praxen von Sexualität und Partnerschaft in familiären und homosozialen Räumen.

Betreuerin: Prof. Dr. Maren Möhring

Letzte Änderung: 27. September 2019