M.A. Marie Müller-Zetzsche

Doktorandin

E-Mail: marie[dot]mueller-zetzsche[at]uni-leipzig[dot]de
Telefon: 0341-97 35 685

Raum: 5108
Sprechzeiten: ----


Bereich: Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europa

Zur Person

Geboren 1983 in Berlin-Pankow.
Von 2003-2011 Studium der Kulturwissenschaften und Französistik an der Universität Leipzig sowie ferner Arts de spectacle und Lettres in Lyon (Frankreich) und Filología moderna in Alcalá de Henares (Spanien)
2011 Magistra Artium, Tutorin in französischen Kulturstudien am Institut für Romanistik der Universität Leipzig
2012 freie Mitarbeiterin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur seit 2012 Besucherbegleiterin im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
2013-2015 Doktorandenförderplatz der Universität Leipzig
2015-2016 Förderung durch die Deutsch-Französische Hochschule
2015-2016 Abschlussstipendium der FAZIT-Stiftung seit März 2016 Ausstellungsassistentin im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Forschungsschwerpunkte

Erinnerungskulturen im 20. und 21. Jahrhundert, Diskursgeschichte, Kulturgeschichte der DDR

Publikationen

mit Ulrich Pfeil, Selbstbild und Fremdwahrnehmung im Wechselspiel. Vom DDR-Bild im westlichen Ausland, in: Ulrich Mählert (Hg), Die DDR als Chance. Stand und Perspektiven zeithistorischer Forschung zur SED-Diktatur und zum geteilten Deutschland, Berlin 2016, S. 157–164.

Enseigner le Mur en France et en Allemagne après 1990, in: Nicole Colin, Corine Defrance, Ulrich Pfeil u. Joachim Umlauf (Hg.), Le Mur de Berlin. Histoire, Mémoires, Représentations, L’Allemagne dans les relations internationales (=Deutschland in den internationalen Beziehungen, Bd. 10) Paris 2016, S. 145-158.

Der Umbruch in der DDR als révolution tranquille. Der Revolutionsdiskurs in der französischen Tagespresse 1989/90, in: Anne Kwaschik u. Ulrich Pfeil (Hg), Die DDR in den deutsch-französischen Beziehungen. La RDA dans les relations franco-allemandes (= Deutschland in den internationalen Beziehungen L’Allemagne dans les relations internationales, Bd. 4), Brüssel 2013, S. 149–164.

Promotionsprojekt

Die DDR im Unterricht – Vermittlung von DDR-Geschichte in Deutschland und Frankreich nach 1990

Dass Geschichte gemacht wird, ist eine Grundüberzeugung kritischer Geschichtsforschung. Aus den Bedürfnissen der Gegenwart heraus entdecken und erzählen Einzelne und vor allem Gruppen „ihre“ und „fremde“ Geschichte. In meinem Promotionsprojekt untersuche ich die Aushandlung und Weitergabe von Wissen und Deutungen über die DDR in vergleichender Perspektive. Mich interessiert, wie die Konflikte um Deutungen einer Zeit, die Jugendliche heute nur noch vermittelt erfahren können, verhandelt werden. Dazu analysiere ich drei Ebenen, auf der eine Weitergabe stattfindet: Als erste Ebene (Ebene der intendierten schulischen Vermittlung) betrachte ich die geschichtspolitischen Institutionen wie Bildungsministerien und Schulbuchproduzenten, die als Autoren der zu vermittelnden Narrative auftreten und deren Deutungen und Wissensbestände in Medien einfließen sollen. Als zweite Ebene (Ebene der Vermittlungsmedien) werde ich diese Medien selbst untersuchen. Dabei beziehe ich mich auf Schulbuchkapitel und museumspädagogische Arbeitshefte. Schließlich analysiere ich als dritte Ebene (Ebene der Praxis der Vermittlung) Sequenzen aus dem Geschichtsunterricht und deren Rezeption durch die Schülerinnen und Schüler.

Betreuer der Arbeit
Prof. Dr. Thomas Höpel (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Ulrich Pfeil (Université de Lorraine)

Letzte Änderung: 18. Oktober 2016