PD Dr. Susanne Sophia Spiliotis

Privatdozentin

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Bereich: Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europa

Zur Person

seit 2014 Privatdozentin an der Universität Leipzig, Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, Institut für Kulturwissenschaften, 2014 Habilitation an der Universität Leipzig, Venia legendi für Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europa

seit 2012 Kuratorin der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Berufliche Stationen u.a.: Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Zwangsarbeiterentschädigung (Leiterin Forschung); Wissenschaftszentrum Berlin, Stellvertretende Generalsekretärin des deutschen Nationalkomitees der International Chamber of Commerce (ICC); Bundespräsidialamt; Freiberufliche Redenschreiberin

Ausbildung: Studium der Geschichte, Philosophie und Politischen Wissenschaften in München, Athen, Freiburg und Berlin; 1991 Magister Artium (Ludwig-Maximilians- Universität München); 1997 Promotion (Freie Universität Berlin, Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes)

Forschungsinteressen

Transnationale Gesellschaftsgeschichte; Globalgeschichte Europas; Südosteuropaforschung mit Schwerpunkt Griechenland; Migrationsgeschichte, Diasporaforschung; Politische Ökonomie; Geschichte und Konzept der Unternehmensverantwortung; Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte

Veröffentlichungen

Monographien

– Wirtschaft und Zeit: Business Statesmanship und die Internationale Handelskammer (Habilitationsschrift, Erscheinungstermin 2017)

Studie über Zeitbegriffe und Verantwortungskonzepte in der internationalen Privatwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert

– Verantwortung und Rechtsfrieden. Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, Frankfurt 2003

Entstehungsgeschichte der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Zwangsarbeiterentschädigung. Das Buch stellt den Verlauf und die Ergebnisse der internationalen Verhandlungen dar, die zur Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ führten. Es beschreibt die Positionen der Verhandlungsteilnehmer, skizziert die historische sowie juristische Problematik und zeichnet die politisch-diplomatischen Konfliktlinien nach. Chronik und Dokumentenanhang ergänzen die Darstellung.

– Transterritorialität und Nationale Abgrenzung. Konstitutionsprozesse der griechischen Gesellschaft und Ansätze ihrer faschistoiden Transformation 1922/24-1941, München 1998 (Dissertation)

Wie in vielen Migrationsgesellschaften Südosteuropas verliefen in Griechenland Prozesse sozialer Reproduktion, wie z.B. die Sicherung des Lebensunterhaltes durch Arbeit und die Elitenbildung, in hohem Maße grenzüberschreitend. Deshalb ist das nationalstaatliche Territorium als ausschließlicher Bezugsrahmen für eine gesellschaftliche Analyse in Frage zu stellen. In der Arbeit geht es darum, das Verständnis nationaler Gesellschaften zu ent- territorialisieren mit Hilfe von Theoremen der Kritischen Humangeographie, der Migrationsforschung wie der Allgemeinen Systemtheorie.

– Der Fall Merten, Athen 1959: Ein Kriegsverbrecherprozess im Spannungsfeld von Wiedergutmachungs- und Wirtschaftspolitik (Magisterarbeit Ludwig-Maximilians- Universität München 1991 – pdf-Dokument, 32MB)

Aufsätze und Beiträge

– Die Metaxas-Diktatur in Griechenland 1936-41 – ein faschistoides Regime? in: Erwin Oberländer (Hg.), Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa 1919-1944, Paderborn 2017 (2. Auflage), 403-430.

– Business Statesmanship: Zeit- und Verantwortungskonzepte der internationalen Privatwirtschaft im 20. Jahrhundert, in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, 2016/3: Kapitalismus und Zivilgesellschaft, 37-47.

– Zeit der Verantwortung. Zur Geschichte der Zwangsarbeiterentschädigung durch die deutsche Privatwirtschaft, in: Hans-Christoph Seidel, Klaus Tenfelde (Hgg.), Zwangsarbeit im Europa des 20.Jahrhunderts. Bewältigung und vergleichende Aspekte, Essen 2007, 103-114.

– Erzwungene Kooperation? – Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, in: Peter Imbusch, Dieter Rucht (Hgg.), Profit oder Gemeinwohl? Fallstudien zur gesellschaftlichen Verantwortung von Wirtschaftseliten, Paderborn 2007, 109-130.

– Corporate Responsibility and Historical Injustice, in: John Keane (Ed.), Civil Society. Berlin Perspectives, New York 2006, 51-69.

– Griechenland in Amerika – Überlegungen zur griechischen Diaspora in den USA im 20. Jahrhundert, in: Hans-Dieter Blume, Cay Lienau (Hgg.), Rekonstruktionen lebendiger Vergangenheit, Münster 2004, 73-90.

– Metaxas-Lektüre. Zu den theoretischen Grundlagen der Metaxas-Diktatur, 1936-1941, in: Hans-Dieter Blume, Cay Lienau (Hgg.), Annäherung an Griechenland. Festschrift für Anastasios Katsanakis, Münster 2002, 205-215.

– Transnationale Gesellschaftsgeschichte. Der Ansatz der Transterritorialität, in: Geschichte und Gesellschaft 27 (2001), 480-488.

– Die Metaxas-Diktatur – ein faschistoides Regime? in Erwin Oberländer, Hans Lemberg, Holm Sundhaussen (Hgg.): Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa im Vergleich 1918-1944, Paderborn 2001, 403-430.

– “An Affair of Politics, Not Justice”: The Merten Trial (1957-1959) and Greek-German Relations, in: Mark Mazower (Ed.), After the War Was Over: Reconstructing the Family, Nation and State in Greece, 1943-1960, Princeton 2000, 293-302.

– „Eine Frage der Politik, nicht der Gerechtigkeit“: Der Fall Merten, 1957-1959 und die griechisch-deutschen Beziehungen, in: Die Juden Griechenlands während der Besatzungszeit, hrsg. v. Rika Benveniste, Thessaloniki 1998, 29-41 (griechisch)

Letzte Änderung: 12. April 2017