Philipp Milse

Doktorand

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Zur Person

2007 bis 2015 Studium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig.
Seit 2015 Promovend der Kulturwissenschaften unter der Betreuung von Prof. Dr. Maren Möhring.

Im Sommersemester 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig (Elternzeitvertretung).

Forschungsinteressen

Kollektive und subjektive Identitätskonstruktionen, Umweltgeschichte, Strategien der Kritik und Verweigerung in der Moderne, Ideengeschichte, (politische) Philosophie als kritische Praxis.

Promotionsprojekt

Nicht-Arbeit als Verweigerungs- und Alternativkonzept in der Moderne

Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit Texten, die Nicht-Arbeit als ein positives Ideal (i.S. eines gelungenen, “guten” Lebens) behandeln und deren Intentionen dabei am ehesten als „utilitaristisch“ bezeichnet werden können. Im Gegensatz zu den arbeitsanthropologischen Ansätzen, die das eudaimonistische Axiom in der Arbeit ausmachen, wird dieses, so die Arbeitshypothese, in den untersuchten Texten in der Sphäre der Nicht-Arbeit verortet. Ausgehend von dieser Annahme sollen die ausgewählten Quellen im Terminus der Nicht-Arbeit kontextualisiert und inhaltlich analysiert werden, um zu klären was Nicht-Arbeit “ist” bzw. sein kann oder sein soll. Verstanden als eine radikale Kritik an herrschenden Vorstellungen von Arbeit und ökonomischer Praxis, aber auch an der „modernen“ Gesellschaft selbst, soll des Weiteren gezeigt werden, dass es sich bei Nicht-Arbeit keineswegs um ein Nichts-Tun i.S. passiver Faulheit handelt, sondern vielmehr darum, Etwas nicht zu tun, dafür aber etwas Anderes zu tun.
Darüber hinaus sollen verschiedene Phänomene der Moderne untersucht werden, die als Nicht-Arbeits-Praxen klassifiziert werden könnten – bspw. Do-it-yourself als subkulturelle Praxis,  Aussteiger oder auch die  Kreativwirtschaft, die im Spannungsfeld zwischen Nicht-Arbeit-Idealen (Stichwort: kreativer Müßiggang) und (selbst)ausbeuterischer Arbeitspraxen zu stehen scheint.

Betreuerin der Arbeit: Prof. Dr. Maren Möhring (Universität Leipzig)

Letzte Änderung: 18. Juli 2017