M.A. Susann Winsel

Wissenschatliche Mitarbeiterin (Doktorandenförderplatz)

E-Mail: susann[dot]winsel[at]uni-leipzig[dot]de
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Zur Person

  • Seit April 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Doktorand*innenförderplatz)
  • seit Oktober 2018 Doktorandin am Lehrstuhl für Kulturgeschichte bei Prof. Dr. Maren Möhring
  • Mai 2018 – März 2019 WHK am Fraunhofer-Zentrum IMW im Projekt „SING – Schule inklusiv gestalten“
  • 2014 – 2017 WHK und Tutorin am Lehrstuhl für Vergleichende Gesellschafts- und Kulturgeschichte
  • 2009 – 2017 B.A. und M.A. Studium der Kulturwissenschaften und Politikwissenschaft in Leipzig und Zürich
    Abschlussarbeit: Beruhend auf einer wahren Begebenheit. 
Der Einfluss von Spielfilmen auf das Alltagswissen um Krieg.

Forschungsinteressen

Geschichte und Film, Kultur- und Gesellschaftstheorien, Körpergeschichte/-theorie, Wissensgeschichte, Gesellschaft und Krieg

Promotionsprojekt

VorBilder – Eine visuelle (Körper-)Geschichte des Kletterns von den 1950ern bis heute

Im Fokus der Arbeit steht die Rekonstruktion der Geschichte des Kletterns, über eine (körper)historische und medienwissenschaftliche Analyse der Darstellungen von Körpern in Kletterfilmen seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Vorstellungen und Ideen über die (sport)ausübenden Subjekte sowie ihre Körper zur jeweiligen Zeit vorherrschten und mit Hilfe von Filmen vermittelt wurden. Seit dem ersten Bergfilmfestival 1952 im italienischen Trient beginnen sich Formate zu institutionalisieren, die über Filmvorführungen körperliche Vorbilder für das Klettern generieren sowie reproduzieren. Die Wortzusammensetzung VorBilder im Titel der Arbeit verweist dabei auf die eingenommene, doppelte Betrachtungsweise innerhalb der Forschung: Den Fokus auf die filmische Realität zu legen und daraus Rückschlüsse auf gesellschaftliche Verhältnisse zu ziehen und zugleich mit einzubeziehen, welche institutionellen sowie finanziellen Faktoren und visuellen Muster Einfluss auf die Produktion der Filme haben. Das Quellenmaterial besteht vor allem aus transnationalen Filmen.
Diese über Ländergrenzen hinweg entstandene und gezeigte Filmkultur wird jedoch von anglo-amerikanisch sowie westeuropäisch geprägten Produktionen dominiert. Die Filme sind Hybride, welche zwischen Abenteuer-/Expeditionsfilmen (“Outdoor-Adventure”), Sportfilmen und modernen Bergfilmen changieren. Die oft dokumentarischen Auseinandersetzungen von Menschen und Natur werden im Rahmen des (Extrem)Sports mit der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit ergänzend betrachtet.
Mit der Arbeit soll ein Beitrag entstehen, welcher im Feld Sport-, Körpergeschichte und Visual History die Herstellung von (körperlichen) Wirklichkeiten über Filme aus kulturhistorischer Perspektive stark macht. Zugleich gilt es diese gesellschaftliche Geschichte mit filmischen Quellen zu beleuchten, ohne bei der Analyse die Eigenheiten und künstlerischen Freiheiten des Mediums zu vernachlässigen. Aus intersektionaler Perspektive soll systematisch der Frage nachgegangen werden, welche Geschichten mit Blick auf Filme (un-)sichtbar und (nicht) erzählbar werden.

Lehre

  • SoSe 2018 Historische Methoden für Kulturwissenschaftler_innen, BA (zusammen mit Paula Mangold)

Vorträge

  • „Kletterfilme als ‚Archiv des Wissens‘ am Beispiel des ‚First Female Ascent‘“, 32. Film- und fernsehwissenschaftliches Kolloquium, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, 07.–09.03.2019.
  • „Vom Wiederaufbau zum ‚umgangssprachlichen‘ Krieg in Afghanistan“, women in science, Leipzig 03.09.2015.

 

Letzte Änderung: 17. Mai 2019