Verena Triesethau

Doktorandin

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Zur Person

Geboren 1984 in Hessen.
Von 2004-2013 Magisterstudium der Allgemeinen Sprachwissenschaft und Philosophie an Universität Leipzig.
2009-2011 Studentische Hilfskraft im Career Center der Universität Leipzig.
2011-2012 Studentische Hilfskraft am Global and European Studies Institute der Universität Leipzig.
2013 Magistra Artium.
2015-2018 Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung.

Promotionsprojekt

Zwischen subjektiver Erfahrung und Diskurs. Eine kritische Erweiterung phänomenologischer Analysen sexueller Erfahrungsweisen

Das Dissertationsprojekt schaut aus einer philosophischen Perspektive auf die körperliche Praxis des Sexuellen. Ziel der Arbeit ist es, sexuelle Praxis als kulturell-gesellschaftliche und zugleich leibliche Praxis zu definieren und ihr damit eine Theorie des Körpers als handelnden Körper zu Grunde zu legen. Mit dem Begriff des Leibes kann diese Handlungsdimension beschreibbar gemacht werden, so dass der Körper nicht bloß Teilnehmer am Geschehen ist, sondern am Vollzug Beteiligter und damit auch Medium und Gegenstand individueller, lustvoller Erfahrung innerhalb gesellschaftlicher Strukturen. Dadurch, dass der sicht- und tastbare Körper und der spürend-spürbare Leib zugleich gegeben sind, trägt der Leib sowohl subjektive und als auch objektive Formen in sich. Das Modell der Zwischenleiblichkeit, die in gewisser Weise zwischen Subjekt und Objekt steht, beschreibt vor allem den Modus der Wahrnehmung des Anderen, den man als Interaktionspartner zunächst über dessen körperlichen Ausdruck erfährt, der zu allererst einen präreflexiven körperlichen Eindruck bei mir selbst hinterlässt. In der Zwischenleiblichkeit wird die Leiblichkeit von zwei Körpern zu einer gemeinsamen Leiblichkeit, die quasi intersubjektiv ineinander übergeht. Aus phänomenologischer Perspektive ergeben sich daraus grundlegend die Frage nach der Materialität sexueller Praxis und somit auch die Frage nach den Bedingungen dieser relationalen Leiblichkeit.

Betreuer der Arbeit

Prof. Dr. Dirk Quadflieg (Universität Leipzig)

Publikationen und Vorträge

  • 2016: Formen des Empraktischen. Zur körperlichen Praxis des Sexuellen, In: Caysa, Konstanze: Denken des Empraktischen, Peter Lang Verlag, Frankfurt, S.199-205.
  • 2005: Sprachtod und Evolutionstheorien. (mit Jonas Klinkenberg), In: Wohlgemuth, Jan: Bedrohte Vielfalt: Aspekte des Sprach(en)tods, Weißensee-Verl., Berlin, S.423-440.
Letzte Änderung: 31. August 2018