Drittmittelprojekte

Grenzen des Handelns. Zum Ereignischarakter sozialer Entwicklungen (Dilthey Fellowship VW Stiftung 2009-2014)

Dilthey Fellow: Dr. Christian Schmidt

Das Projekt will einen Beitrag für einen modernen Begriff von Freiheit leisten. In Frage gestellt wird Freiheit u. a. durch die Gegenüberstellung von Freiheit und der Macht sozialer Strukturen, weshalb sozialwissenschaftliche Theorien häufig einen starken Aspekt der Handlungskompetenz verwerfen: die bewusste Transformation sozialer Strukturen. Damit entsteht schon innertheoretisch ein Konflikt zwischen dem Wissen um die Gewordenheit sozialer Strukturen durch menschliches Handeln und dem Erleben institutionellen Beharrungsvermögens.

Ziel des Projekts ist deshalb die Bewertung der Möglichkeit von absichtsvoll herbeigeführten institutionellen Veränderungen. Dazu sollen vier Problemkreise bearbeitet werden, die für ein Verständnis des Handlungs- und Ereignischarakters sozialer Entwicklungen wesentlich sind:

  • die Spannung zwischen dem modernen Verständnis von Subjektivität und ihrer Verwirklichung
  • die Besonderheit der Logik geschichtlicher Ereignisse
  • die Mehrstufigkeit der Subjektivität struktureller Transformationen
  • Möglichkeiten der Instantiierung struktureller Transformation

Das Projekt wird im Rahmen des Programms »Pro Geisteswissenschaften« durch die VolkswagenStiftung finanziert.

Letzte Änderung: 1. Oktober 2019