M.A. Mirko Fischer

Doktorand

E-Mail: soz09ecv[at]studserv.uni-leipzig.de
Telefon:

Raum:
Sprechzeiten: n. V.

Forschungsschwerpunkte:
Systematisch: Politische Philosophie, Religionsphilosophie, Politische Theologie, Geschichtsphilosophie
Historisch: Philosophiegeschichte des 19. Jahrhunderts (Hegel und die Hegelschulen, insbesondere Hegelsche Linke; Schelling; Spätidealismus; Marx)

Zur Person

  • geboren 1978 in Leisnig
  • 1994 Freiwilliges Soziales Jahr
  • 1995-1998 Ausbildung zum staatlich anerkannten Krankenpfleger
  • 1998-2009 Berufstätigkeit als Krankenpfleger
  • 2009-2012 B.A.-Studium: Sozialwissenschaften und Philosophie (Kernfach: Philosophie) sowie Außereuropäische Kulturen an der Universität Leipzig
  • 2012-2014 M.A.-Studium: Philosophie an der Universität Leipzig
  • 2009-2012 SHK am Forschungsprojekt „Aufstieg und Fall des kapitalistischen Weltsystems“ (Prof. em. Dr. Hartmut Elsenhans, Institut für Politikwissenschaften der Universität Leipzig)
  • 2012-2013 WHK am SFB 600 „Fremdheit und Armut“ und am Forschungszentrum Europa (Universität Trier)
  • 2010-2014 Studienstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • seit 2015 Graduiertenstipendium des Landes Sachsen

 Lehre

WiSe 2016/17: Seminar: Die Debatten über das ‚Wesen‘ des ‚wahren Menschen‘ in der nachhegelschen Philosophie

SoSe 2017: Seminar: Philosophische Anthropologie

WiSe 2017/18: Seminar: Bruno Bauer (1809-1882): Theologe, Religionskritiker, Geschichtsphilosoph

Thema der Dissertation

Die posthegelianische Debatte über die philosophische Christologie (Betreuer: Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer)

Das Promotionsvorhaben versteht sich als ein philosophiehistorisches Projekt, das im Umkreis einer signifikanten Lücke in der deutschen Philosophiegeschichtsschreibung intervenieren möchte, auf welche stößt, wer nach den Spuren einer Rezeption jener Debatten sucht, die im Anschluss an die Philosophie Hegels von Philosophen und protestantischen Theologen über die Frage des ‚Gottmenschentums‘, die ‚Personalität Gottes‘, die ‚Unsterblichkeit der Seele‘ und vor allem über die preußische Staatsform (Stichwort: christlicher Staat) geführt worden sind. Die Arbeit lässt sich thematisch an einer Schnittstelle von Politischer Philosophie und Theologie bzw. philosophischer Theologiekritik verorten. Sie möchte den Nachweis erbringen, dass die politisch motivierte Religionskritik der Linkshegelianer ohne eine Rückbindung an die seinerzeit geführten religionsphilosophischen Debatten nicht angemessen begriffen werden kann. Dazu sollen die religionskritischen Überlegungen von Strauß, Bauer, Feuerbach und Stirner vor dem Hintergrund dieser Debatten interpretativ erschlossen und hinsichtlich ihrer ‚inneren‘ Systematik (Strauß’ hermeneutisch-mythentheoretische Fundierung, Bauers geschichtsphilosophische Wende, Feuerbachs anthropologische Wende, Stirners sprachkritische Wende) rekonstruiert werden. Darüber hinaus soll nach analogen Denkfiguren in den Theologischen Jugendschriften Hegels gesucht und der Einfluss der linkshegelianischen Religionskritik auf das Werk von Marx, insbesondere hinsichtlich ihres theoretischen Status, diskutiert werden

Die Arbeit möchte die Debatte über die ‚Folgen‘ von Hegels Philosophie inhaltlich voranbringen, insbesondere im Hinblick auf die Frage nach den Gründen für den von den Linkshegelianern eingeleiteten und von Marx vollzogenen Übergang von der Theorie zur Praxis.

Letzte Änderung: 8. Oktober 2018