M.A. Sabrina Bauer

Vetretung im WiSe 2019/20

E-Mail: mail.sabrinabauer[at]gmail.com
Telefon: +49 (0) 341 97-35823

Raum: H1 1.10
Sprechzeiten: Mi. 13:30-14:30 Uhr

Forschungsschwerpunkte:
Kants theoretische Philosophie, Philosophie der Zeit, Subjektivitätstheorie, philosophische Methodologie

Sabrina Bauer hat in Tübingen, München und Paris Philosophie, Rechtswissenschaften und Neuere und Neueste Geschichte studiert. Ihren Magisterabschluss im Hauptfach Philosophie erwarb sie 2012 mit einer Arbeit über das Verhältnis von Zeit und Subjektivität an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes arbeitete sie seit 2014 an einer wahrheitstheoretischen Interpretation der Kritik der reinen Vernunft. Diese neu entwickelte Lesart sprengt die Standardalternative, Kants erste Kritik entweder als wissenschaftstheoretisches Projekt in der Linie des Neukantianismus um H. Cohen oder in Kontinuität mit der traditionellen vorkantischen Metaphysik als Ontologie zu begreifen. Gegenüber den etablierten Lesarten zeichnet sie sich dadurch aus, dass die Untersuchung der ersten Kritik als ganzheitliches antiskeptisches Projekt in denjenigen Hauptschritten nachvollzieht, die Kant zur Gliederung der Kritik der reinen Vernunft verwendet, um die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Metaphysik zu klären, was laut den Einleitungen zur Kritik der reinen Vernunft das erklärte Ziel darstellt. In exegetischer Hinsicht wird nachgewiesen, dass die Frage, nach den Möglichkeitsbedingungen von Wahrheit das epistemologische Programm der Selberkenntnis reiner Vernunft in ihrem spekulativen Gebrauch anleitet. Das zentrale systematische Ergebnis besteht in dem Nachweis, dass Kant durch die immanente Kritik des Erkenntnisvermögens das Widerspruchsprinzip, welches das transzendentale Prinzip analytischer Urteile, um ein transzendentales Prinzip synthetischer Urteile ergänzt und auf diesem Wege die Wahrheitsskepsis sowohl in der rationalistischen als auch in der empiristischen Variante ausräumen kann.

Zu Forschungszwecken verbrachte sie 2017 ein Semester an der Université du Luxembourg. Im Frühjahr 2019 wurde sie der Arbeit Der Wahrheitsbegriff in Kants Transzendentalphilosophie. Eine Untersuchung zur Kritik der reinen Vernunft (Arbeitstitel, Veröffentlichung vsl. 2020) an der Universität Heidelberg promoviert. Die Fertigstellung der Arbeit wurde seit Oktober 2018 durch ein Forschungsstipendium des FAGI gefördert.

Letzte Änderung: 1. Oktober 2019