Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert ein 3-jähriges Forschungsprojekt am Institut

“Fremde im eigenen Land? Eine Studie über die Veränderbarkeit
nationaler Narrative mithilfe Politischer Laboratorien“ (kurz: PoliLab) untersucht, wie sich die Vorstellungen kollektiver gesellschaftlicher Identität in Zeiten des Zuzugs von diversen Migrationsgruppen verändern und neu formen. Im Rahmen mehrerer politischer Laboratorien, die mit Bürgern in ganz Deutschland durchgeführt werden, werden Narrative und Aspekte einer gemeinsamen gesellschaftlichen Identität verhandelt und darauf aufbauend über verschiedene Herkunftskulturen hinweg gestaltet. Im Zentrum steht dabei wie der gesellschaftliche Zusammenhalt im Zeichen der Zuwanderung und dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher kultureller Codes möglich ist – auch angesichts ablehnender Reaktionen.

Die Fragen, mit denen sich seit der Ankunft von (temporären) Neuankömmlingen öffentlich auseinandergesetzt wird, sind grundlegend für unser Verständnis von demokratischer Teilhabe, Zugehörigkeit und Bürgerschaft. Das Projekt zielt darauf ab, den kulturellen Wandel vor dem Hintergrund von Migrationsprozessen zu analysieren und die Forschungstraditionen im Bereich Migration und Integration unter dem Vorzeichen gesellschaftlicher Pluralität zu überdenken und weiter zu entwickeln. Das Format der Politischen Laboratorien stellt dabei eine neue Forschungsmethode mit politischen, d. h. aktivierenden Implikationen dar.


Projektleitung:
Prof. Dr. Rebecca Pates

Letzte Änderung: 24. Januar 2018