Arbeitsbereiche

Das Institut für Politikwissenschaft umfasst folgende Arbeitsbereiche:

Politische Theorie und Demokratieforschung

Der Arbeitsbereich lehrt und forscht zu theoretischen und praktischen Problemen moderner Demokratien. Forschungsschwerpunkte sind die moderne Politische Theorie, Demokratietheorien, Identitäten, Nationalismus, Bürgerschaft, Europäische Integration und Entdemokratisierung. Ein besonderes Augenmerk wird auf die aktuellen Herausforderungen für die Verfassungsdemokratie, den Aufstieg des Illiberalismus und des neuen Cäsarismus gelegt. Der Arbeitsbereich ist an der analytischen Anwendung der Politischen Theorie und Ideengeschichte auf gegenwärtige Aspekte des Politischen interessiert. In der Lehre verantwortet er das “Basismodul Politische Theorie” sowie die Module “Demokratien im Vergleich”, “Identität und Repräsentation” und “Wissenschaftliches Arbeiten”. In weiteren Modulen ist er vertreten. Der Bereich ist in Forschung und Lehre vielfältig international vernetzt. Prof. Dr. Karolewski ist verantwortlich für den M.A.-Studiengang European Integration in East Central Europe, der mit internationalem Doppelmasterabschluss studiert werden kann.

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Politische Bildung

Das Leipziger Profil der Politischen Bildung zeichnet sich durch einen umfassenden Zugang mit starker fachwissenschaftlicher Anbindung und einem Fokus auch auf außerschulische politische Bildungsprozesse aus. Ziel des Arbeitsbereichs ist es, Fragen der politischen Bildung mit Bezügen zu aktuellen Themen der Politik gemeinsam mit den Studierenden zu reflektieren. Forschungsschwerpunkte sind Fragen mit zentraler thematischer Bedeutung für die politische Bildung im Allgemeinen und politische Bildung im Kontext von Europa und Global Governance sowie Demokratie im Besonderen. Dazu zählen u.a. Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Inklusion, kulturelle Bildung, globales Lernen, Bildungsverbünde und Bildungsnetzwerke sowie Bildungsreformen und Schulentwicklung. Es werden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden der Sozialforschung angewendet und Bezüge zu Theorien und Anwendungsbereichen der Politik- und Erziehungswissenschaft hergestellt.

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Politisches System Deutschlands/Politik in Europa (Jean-Monnet-Lehrstuhl)

Der Arbeitsbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa forscht und lehrt zur Entstehung und Entwicklung politischer Institutionen, zu Parteien und zu Systemen. Im Rahmen des Jean-Monnet-Lehrstuhls besteht ein besonderes Interesse an europabezogenen Fragestellungen. Unter der Leitfrage, in welcher kausalen Wechselbeziehung Institutionen, Akteuren und Kontext stehen, werden das strategische Verhalten kollektiver Akteure innerhalb bestimmter institutioneller Konfigurationen, die Transformation politischer Systeme sowie das Verhältnis zwischen der EU und nationalen Prozessen in den Mitgliedstaaten untersucht. Empirische Schwerpunkte sind das politische System Deutschlands und die Bundesländer – darunter Sachsen – unter Berücksichtigung der deutschen Einheit, Europa und speziell die ost- und ostmitteleuropäischen Staaten. Zudem vereint der Arbeitsbereich Expertise zu Parteien und zum Föderalismus. Methodisch werden Einzelfallstudien, monochroner und diachroner Vergleich sowie Prozessanalysen durchgeführt, die sich je nach Fragestellung auf Dokumentenanalysen, Einzel- und Gruppeninterviews, quantitative Analysen sowie teilnehmende Beobachtung stützen.

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Internationale Beziehungen und transnationale Beziehungen

Die Professur im Arbeitsbereich wird derzeit neu besetzt. Der/die künftige Stelleninhaber/in soll zu internationalen Beziehungen und transnationaler Politik lehren und forschen. Zudem soll er/sie substantiell an der Lehre im Bereich Europa (dazu gehört die Außenpolitik von EU-Mitgliedstaaten und der EU als Ganzes) beteiligt sein und die in der Lehramtsprüfungsordnung Gemeinschaftskunde erwähnten Inhalte abdecken.

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Multilevel Governance

Der Arbeitsbereich befasst sich in Lehre und Forschung mit Governance in Politikfeldern im Nationalstaat und im supranationalen Raum. In Ergänzung zur klassischen Analyse des Regierens nimmt er nicht nur die Interaktionen der institutionell verankerten Akteure des politischen Systems in den Blick, sondern auch die Strategien und Austauschbeziehungen von Nichtregierungsorganisationen, wirtschaftlichen Akteuren, Experten(gremien) etc. Im europäischen Mehrebenensystem und in föderalen Staaten wie Deutschland wirken die unterschiedlichen Arenen und Ebenen wechselseitig aufeinander ein; im Vergleich zu unitarischen Strukturen haben die Akteure je nach Politikfeld und untersuchtem Prozess andere, mehr oder weniger Handlungsoptionen zur Beeinflussung politischer Entscheidungen und ihrer Umsetzung.

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Empirische Methoden und politische Soziologie

Der Arbeitsbereich Empirische Methoden und politische Soziologie ist in der Lehre für die Methodenmodule im B.A.- und M.A.-Studiengang Politikwissenschaft verantwortlich. Studierende erlernen darin anwendungsorientiert die Grundlagen und fortgeschrittenen Methoden der empirischen Sozialforschung in der Entwicklung von Forschungsdesigns und Durchführung von Datenerhebung und Datenanalyse. Neben passiver Methodenkompetenz ist das Hauptziel die Fähigkeit, das für die eigenen wissenschaftlichen Fragestellungen passende Forschungsdesign inklusive der dafür notwendigen Methoden eigenständig und kritisch reflektiert auswählen und umsetzen zu können. Dieser Zielsetzung entsprechend werden neben dem Schwerpunkt auf quantitativer Sozialforschung auch andere zentrale Forschungsansätze und Paradigmen der Politikwissenschaft, wie vergleichende oder qualitative Methoden, und ihre wechselseitigen Ergänzungsmöglichkeiten vermittelt. Die inhaltlichen Themen in der Lehre orientieren sich unter anderem an den Forschungsschwerpunkten der politischen Soziologie, wie Wahlverhalten und politische Einstellungen, Abgeordneten-, Parlaments- und Elitensoziologie, politische Repräsentation und europäische Integration.

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Politische Kommunikation

Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft führt speziell für die am Institut für Politikwissenschaft angesiedelten Studiengänge jeweils im Sommersemester zwei Seminare zu Themen der politischen Kommunikation durch. Die Lehre umfasst auch die Betreuung von Abschlussarbeiten, die sich im Kontext der Lehrveranstaltungen ergeben. Politikwissenschaftsstudierende können darüber hinaus ein Wahlfach „Kommunikations- und Medienwissenschaft“ (30 LP) belegen, in dem Fragen der politischen Kommunikation unter verschiedenen Aspekten – z.B. aktuell in Vorlesungen „Politische Kommunikation“ und „Internationale Medienpolitik“ ‒ beleuchtet werden. Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft beteiligt sich außerdem an der Koordination der Lehre und der akademischen Selbstverwaltung am Institut für Politikwissenschaft. Als Schnittstelle wirkt die Professur Kommunikationsmanagement. Der Inhaber dieser Professur ist Ansprechpartner für Dozent/innen, Studierende, Studienbüro und Prüfungsausschuss des Instituts für Politikwissenschaft und soll gemeinsame Forschungsprojekte im Themenfeld zwischen beiden Instituten seitens des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft initiieren und koordinieren.

Zur Professur Kommunikationsmanagement

Letzte Änderung: 6. November 2019