Hana Formánková

Hana Formánková, geb. 1985, studierte von 2005 bis 2011 an der Masaryk-Universität in Brno Europäische Studien und Internationale Beziehungen mit Auslandsaufenthalten an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 2007/2008 und A.-M.-Gorki-Universität in Ekaterinburg 2010. Zwischen 2011 und 2012 absolvierte sie Ausbildung an der tschechischen Diplomatischen Akademie und danach trat sie in den tschechischen Auswärtigen Dienst ein. Im tschechischen Außenministeriums arbeitete sie im Referat für Mitteleuropa, zunächst als Referentin für bilaterale Beziehungen zu Deutschland und danach als Koordinatorin der Sächsisch-Tschechischen und Bayerisch-Tschechischen Arbeitsgruppe für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Als Diplomatin wurde sie von 2015 bis 2016 in Berlin versetzt und war zu dieser Zeit im deutschen Auswärtigen Amt in der Europaabteilung tätig und befasst mit den Innenpolitischen Dossiers der Europäischen Union, insbesondere mit den Bereichen Europäisches Semester und EU-Beschäftigungs- und Sozialpolitik.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem tschechischen Auswärtigen Dienst ist Hana Formánková seit 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in die Forschung und Lehre am Arbeitsbereich Politisches System Deutschlands/Politik in Europa (Prof. Dr. Astrid Lorenz) eingebunden. Seit 2013 ist sie Mitglied in der Research Academy Leipzig in der Graduiertenschule „Global and Area Studies“ und Doktorandin am Institut für Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Astrid Lorenz.

Forschungsschwerpunkt

In ihrem Dissertationsprojekt zum Thema „Möglichkeiten und Grenzen einer transnationalen deutsch-tschechischen Nachbarschaftspolitik“ beschäftigt sich Hana Formánková mit der Umsetzung der Regionalpolitik in transnationalen Räumen und mit der Steuerungsfähigkeit von Institutionen unter Bedingungen der EU-Integration. Als Fallbeispiel wird die deutsch-tschechische Nachbarschaftspolitik herangezogen.

Lehrveranstaltungen

MA Seminar, WS 2018/19
„Das politische System Tschechiens im Umbruch“ mit Exkursion nach Prag

MA Seminare, WS 2017/18
„Europäische Integration und nationale Politik am Beispiel Tschechiens“ mit Exkursion nach Prag
„Politik und Wirtschaft als Anwendungsfelder der Politikformulierung“

Herausgeberschaften

Das politische System Tschechiens, Wiesbaden: Springer VS 2018 (mit Astrid Lorenz, 265 S.).
mit Beiträgen von Petra Guasti, Vít Hloušek/Stanislav Balík, Lukáš Novotný, Ivo Pospíšil, Tomáš Weiss, Antonín Slaný/Hana Lipovská, Hana Formánková, Barbara Köpplová/Jan Jirák, Stephanie Weiss, Frank Bönker, Paula Beger, Astrid Lorenz.

Aufsätze

Vom Idealismus zu EU-Projekten: Euroregionen in Sachsen, in: Astrid Lorenz/Dorothee Riese (Hrsg.), Brauchen wir Europa? Sachsen in der EU, Leipzig: Edition Leipzig 2018.

Auftritte auf Konferenzen

1st UECEP Conference “Understanding East Central European Politics”
10. – 11. Mai 2018, Corvinus University Budapest
Präsentation eines Papers “The Puzzling Democratisation in Czechia” von Hana Formánková und Prof. Dr. Astrid Lorenz und Leitung des Panels “Theory of Democracy and Sovereignty”.

18th Annual Aleksanteri Conference “Liberation – Freedom – Democracy? 1918-1968-2018”, 24. – 26. Oktober 2018, University of Helsinki
Vorsitz des Round Table “Liberal Discourse Revisited: Implications for Theory and the Case of ECE Countries” und Präsentation eines gemeinsam mit Prof. Dr. Astrid Lorenz verfasstes Paper “Below institutional stability: economic structures, elite networks and politics in Czechia”. Link zum Konferenz-Programm: https://www.helsinki.fi/en/conferences/liberation-freedom-democracy-1918-1968-2018/programme

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Letzte Änderung: 1. November 2018