Informationen zu Modulprüfungen und Abschlussarbeiten

Wiederholung von Modulprüfungen

Wenn eine Modulprüfung nicht bestanden wurde (auch durch Nichteinreichen oder Nichterscheinen), besteht die Möglichkeit einer Wiederholungsprüfung, und zwar innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Nichtbestehens. Die Modalitäten, etwa Fristen und Termine, müssen mit der Prüferin oder dem Prüfer individuell abgesprochen werden. Darüberhinaus muss unbedingt das Prüfungsamt über die Wiederholung informiert werden.

Wenn auch ein Zweitversuch nicht bestanden wurde, kann bei der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ein Drittversuch beantragt werden. Das weitere Verfahren ist äquivalent zur ersten Wiederholungsprüfung.

In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an den Studienfachberater.

Die Abschlussarbeit im Studienverlauf (Empfehlung)

  • Die B.A.-Arbeit wird regulär im 5. und 6. Fachsemester geschrieben (Voraussetzung für die Anmeldung sind mindestens 80 Leistungspunkte).
  • Die M.A.-Arbeit wird im 3. und 4. Fachsemester geschrieben.
  • Die Wissenschaftliche Arbeit im Lehramtsstudium wird im 9. (Mittelschule) bzw. 10. Fachsemester (Gymnasium) verfasst.

Betreuung und Thema

Das Thema Ihrer Abschlussarbeit finden Sie eigenständig. Fragen Sie unbedingt rechtzeitig vor der Anmeldefrist eine/n Betreuer/in sowie eine/n Zweitgutachter/in an. Einige machen ihre Entscheidung von einem Exposé abhängig.

Sie können ein/e externe/n Zweitgutachter/in vorschlagen, wenn er oder sie habilitiert ist bzw. ProfessorInnenstatus hat; wenn er oder sie promoviert ist, sollten Sie einen Antrag an den Prüfungsausschuss stellen, in welchem Sie darstellen, dass der/die Zweitgutachter/in thematisch und fachlich einschlägig ist.

Das Thema sollte auf der Anmeldung zunächst recht allgemein formuliert sein. Es kann nur einmal — und zwar innerhalb der ersten beiden Wochen der Bearbeitungszeit — zurückgegeben werden, um ein neues zu beantragen.

Form und Intensität der Betreuung sprechen Sie individuell ab.

Anmeldung und Bearbeitungszeiten

Das von beiden Gutachter/innen unterschriebene Anmeldeformular reichen Sie im Prüfungsamt ein.

  • Anmeldefristen für B.A.- und M.A.-Arbeiten: Mitte Dezember bzw. Mitte Juni des Jahres. Die genauen Daten entnehmen Sie dem Kommentierten Vorlesungsverzeichnis.
  • Bearbeitungszeiträume: Anfang Februar bis Mitte Juli bzw. Mitte Juli bis Ende des Jahres (jeweils 23 Wochen). Den konkreten Abgabetermin bekommen Sie bei Übergabe des Themas.

Unmittelbar vor Beginn des Bearbeitungszeitraums bestätigen Sie das Thema im Prüfungsamt.

Die Anmeldung der Wissenschaftlichen Arbeit in den Lehramtsstudiengängen läuft über die Sächsische Bildungsagentur Leipzig (SBAL; Online-Portal). Sie setzt auch die Prüfungszeiträume fest. Die Bearbeitungsdauer beträgt vier Monate.

Abgabe

B.A.-Arbeiten reichen Sie in doppelter Druckausführung sowie auf CD-ROM fristgerecht im Prüfungsamt ein.

M.A.-Arbeiten reichen Sie in dreifacher Druckausführung fristgerecht im Prüfungsamt ein.

Wissenschaftliche Arbeiten im Lehramt reichen Sie in dreifacher Druckausführung sowie auf zwei CD-ROMs fristgerecht bei der SBAL und den GutachterInnen ein.

Der Arbeit ist eine unterschriebene Eigenständigkeitserklärung beizufügen. Textvorschlag:

  • „Eigenständigkeitserklärung. Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Bachelorarbeit selbständig verfasst habe. Ich versichere, dass ich keine anderen als die angegebenen Quellen benutzt und alle wörtlich oder sinngemäß aus anderen Werken übernommenen Aussagen als solche gekennzeichnet habe und dass die eingereichte Arbeit weder vollständig noch in wesentlichen Teilen Gegenstand eines anderen Prüfungsverfahren gewesen ist.“

Verlängerung der Bearbeitungszeit

Im Krankheitsfall verlängert sich die Bearbeitungsfrist entsprechend. Dazu muss im Prüfungsamt ein ärztliches Attest vorgelegt werden.

In besonderen und begründeten Ausnahmefällen kann der Prüfungsausschuss die Bearbeitungsfrist verlängern. Gründe können prinzipiell nur solche sein, die die Fertigstellung der Arbeit im vorgegebenen Zeitraum verhindern und auf die der Bearbeiter bzw. die Bearbeiterin keinen Einfluss hat. Beispiele sind Probleme bei empirischen Studien durch Absagen von Interviewpartnern oder Praxispartnern, die bereits zugesagt hatten usw. Keine Gründe sind allgemeiner Zeitverzug, parallele Berufstätigkeit, Verfügbarkeit von Literatur, inhaltliche Änderungen der Konzeption etc. Die Verlängerung muss mindestens vier Wochen vor Abgabefrist schriftlich bei der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses beantragt werden (Prof. R. Pates, pates[at]uni-leipzig.de).

Zielsetzung der Abschlussarbeit

Die Bachelorarbeit soll (lt. Prüfungsordnung) zeigen, „dass der/die Prüfungskandidat/in in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem/ihrem Fach selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Die Bachelorarbeit soll im thematischen Zusammenhang mit einer fach- und/oder berufsfeldspezifischen Schwerpunktsetzung stehen.“ Umfang: etwa 40 Seiten.

Die Masterarbeit in Politikwissenschaft soll zeigen, „dass der/die Prüfungskandidat/in in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem/ihrem Fach selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Erwartet wird die Auseinandersetzung mit dem einschlägigen Forschungsstand; in ihrem Verlauf muss deutlich werden, was den eigenen Ansatz auszeichnet und warum er gewählt worden ist.“ Umfang: etwa 80 Seiten.

Die Masterarbeit in European Integration in East Central Europe soll zeigen, dass Sie in der Lage sind, ein Problem aus Ihrem Fach selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Erwartet wird die Auseinandersetzung mit dem einschlägigen Forschungsstand; in ihrem Verlauf muss deutlich werden, was den eigenen Ansatz auszeichnet und warum er gewählt worden ist. Die Arbeiten untersuchen Problemstellungen, wie sie sich in praktischen Zusammenhängen und potenziellen Berufsfeldern in politischen Verwaltungen, Rechtsorganisationen, Unternehmen, Entwicklungsorganisationen und NGOs regional, national und international stellen (PO §19 [1]). Eine Handreichung mit weiteren Hinweisen finden Sie hier.

Zur Staatsexamensarbeit heißt es in der Lehramtsprüfungsordnung: „Der Prüfungsteilnehmer muss eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen und darin zeigen, dass er ein fachwissenschaftliches, fachdidaktisches, berufsdidaktisches oder bildungswissenschaftliches Thema mit wissenschaftlichen Methoden und Hilfsmitteln sachgerecht bearbeiten kann.“

Formalia

Layout-Empfehlung:

  1. Zeilenabstand 1,5, Schriftgröße 12 pt, Times New Roman, außen 4 cm Rand;
  2. Blocksatz mit Silbentrennung;
  3. Quellennachweis konsistent im Text oder als Fuß-/Endnote;
  4. Literatur- und Quellenverzeichnis.

Für die Zitatnachweise (im Text, als Fuß- oder Endnote) und das Literaturverzeichnis ist kein bestimmtes Format vorgeschrieben. Man sollte sich aber an eine akademische Konvention halten und diese dann durchgängig verwenden.

Um Papier zu sparen, kann die Arbeit zweiseitig ausgedruckt werden. Bindung — wenn möglich — in Spiralheftung.

Das Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) hat Hinweise für Formalia in wissenschaftlichen Arbeiten zusammengestellt.

Sonstiges

Weitergehende Absprachen sind Teil des Betreuungsverhältnisses, werden also zwischen Betreuer/in und Kandidat/in individuell getroffen.

Sollte die Bearbeitung ins Stocken kommen, nehmen Sie möglichst umgehend Kontakt mit der/dem Betreuer/in auf.

Wertvolle Tipps zum wissenschaftlichen Schreiben finden Sie unter anderem im Schreibportal der Universität Leipzig.

Alle Angaben ohne Gewähr, verbindlich sind die entsprechenden Studiendokumente.

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Letzte Änderung: 17. Dezember 2019