Arbeitsbereich Vergleichende Politikfeldanalyse und Multilevel Governance

Profil des Arbeitsbereichs

Der Arbeitsbereich Multilevel Governance befasst sich in Lehre und Forschung mit Governance im Nationalstaat und im supranationalen Raum. In Ergänzung zur klassischen Analyse des Regierens nimmt er nicht nur die Interaktionen der institutionell verankerten Akteure des politischen Systems in den Blick, sondern auch die Strategien und Austauschbeziehungen von Nichtregierungsorganisationen, wirtschaftlichen Akteuren, Experten(gremien) etc. Im europäischen Mehrebenensystem und in föderalen Staaten wie Deutschland wirken die unterschiedlichen Arenen und Ebenen wechselseitig aufeinander ein; im Vergleich zu unitarischen Strukturen haben die Akteure je nach Politikfeld und untersuchtem Prozess andere, mehr oder weniger Handlungsoptionen zur Beeinflussung politischer Entscheidungen und ihrer Umsetzung. Der Fakultätsrat hat 2017 einstimmig beschlossen, das Profil der Professur künftig auf die ländervergleichende Politikfeldanalyse mit dem regionalen Schwerpunkt Europa auszuweiten. Außerdem hat er die Beteiligung der Professur an der Methodenausbildung vorgesehen. Die Professur deckt damit künftig auch die in der Lehramtsprüfungsordnung vorgesehenen Themenfelder „weltwirtschaftliche Arbeitsteilung und Handelsverflechtungen, wichtige Handlungsfelder und Strategien deutscher Außen-, Europa-, Sicherheits-, Umwelt- und Entwicklungspolitik“ ab.

In der Lehre verantwortet die Professur vollständig die Module „Europäisierung und Transformation” sowie „Kontrolle und Risiko” (Politikfeldanalyse) im B.A. Politikwissenschaft bzw. Lehramt Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft – jeweils mit Vorlesung und Seminaren. Im M.A. Politikwissenschaft und M.A. European Integration in East Central Europe deckt sie die Pflichtveranstaltungen „Versprechen und Herausforderungen von Implementation“, „Die Politische Ökonomie der Europäischen Integration“ sowie „Interessenvertretung in Mehrebenensystemen“/„Entscheidungen in transnationalen Verwaltungen“ (alternierend) ab.

Team

Professurinhaber/in
N.N.

Professurvertretung
Dr. Renate Reiter

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
Dr. Lisa Helene Anders
Wolfgang Günther

Wissenschaftliche Hilfskraft
Clara Heinrich

Ehemalige Mitarbeiter/innen
Prof. Dr. Miriam Hartlapp (Freie Universität Berlin)

Aktuelle Veranstaltungen

18.06.2018, 13.15 – 14.45 Uhr, NSG S 420
Gesundheitspolitik in Deutschland – Über inkrementelle Reformen zu radikalem Wandel
In kaum einem anderen Teilfeld der deutschen Sozialpolitik lässt sich seit Anfang der 1990er Jahre eine ähnlich ausgeprägte Reformintensität beobachten wie im Feld der Gesundheitspolitik. Dabei gilt gerade dieses Feld aufgrund der korporatistischen Grundstruktur der Entscheidungsfindung und der Einbindung der Bundesländer in zahlreiche Entscheidungen als ‚schwerfällig‘ und ‚reformresistent‘. Indes lässt sich beobachten, dass die Abfolge zumeist inkrementeller Reformen, mit denen die Entscheidungsakteure jeweils an unterschiedlichen ‚Schräubchen‘ des Gesamtsystems (Finanzierung, Versorgung, etc.) ‚gedreht‘ haben, im Ergebnis zu einem recht radikalen Wandel im deutschen Gesundheitssystem beigetragen haben. Welche Merkmale kennzeichnen das deutsche Gesundheitswesen (Strukturen, Institutionen, Akteure) grundlegend? Wie werden politische Entscheidungen im sozialpolitischen Teilfeld Gesundheit getroffen? Welche wichtigen Reformen wurden seit Anfang der 1990er Jahre durchgeführt? Was hat sich dadurch gewandelt und inwieweit lässt sich der Wandel als ‚radikal‘ einstufen? Womit lässt sich gesundheitspolitischer Wandel erklären? Darüber spricht und diskutiert Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften.

27.06.2018, 10.30 – 12.00 Uhr, HSG HS 17
Kommunale Flüchtlingspolitik
Kommunen sind in der Flüchtlings- und Asylpolitik wichtige Akteure. Sie sind zuständig für die Aufnahme von Flüchtlingen (Unterbringung, Fürsorge, Grundversorgung mit Gesundheit, Bildung etc.) und legen das Asylbewerberleistungsgesetz aus, von ihnen hängt es ab, ob Integration vor Ort gelingt und sie sorgen dafür, dass Flüchtlinge und Asylbewerber ihre Rechte wahrgenommen werden können. Im Zuge der sog. ‚Flüchtlingskrise‘ in den Jahren 2015 und 2016 sind die Kommunen in diesen Aufgabenbereichen vor besondere Herausforderungen gestellt worden. Das Feld der lokalen Flüchtlingspolitik ist seither stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Insbesondere am Beispiel der Stadt Leipzig spricht und diskutiert über dieses Feld M.A. Alexandra Neumann, Universität Leipzig.

Forschung

Diese Besonderheiten der Multilevel Governance sind Ausgangspunkt theoriegeleiteter wissenschaftlicher Analysen. Dabei beschäftigen uns reale Probleme moderner Gesellschaften, die aus dem Zusammenwirken der unterschiedlichen Ebenen und Arenen entstehen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem EU-Mehrebenensystem und der Sozial-, Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Analytisch-konzeptionell verwenden wir akteur- und strukturzentrierte Ansätze, die als allgemeiner Theorierahmen anschlussfähig für qualitative und quantitative Forschungen sind.

Laufende Forschungsprojekte

MIGEP: Migration und Institutionenwandel im deutschen Gesundheitswesen im Feld der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Geflüchteten

Laufzeit: 04-2018 – 10-2021;

Leitung und Durchführung: Dr. Renate Reiter

Projektmitarbeit: Wolfgang Günther

Die große Zahl der Geflüchteten, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben erheblich Funktionsdefizite des deutschen Gesundheitswesens, auch und gerade in der psychiatrisch‑psychotherapeutischen Versorgung der häufig traumatisierten Personen, zu Tage treten lassen. Die Defizite bestehen u.a. in der Schwierigkeit, eine Akutversorgung überhaupt zu gewährleisten; der regional und lokal unterschiedlichen Verfügbarkeit geeigneter Angebote; in der unzureichenden Vorbereitung von Versorgungseinrichtungen auf die Anforderungen einer kultursensiblen Versorgung; in der Unsicherheit über die Abrechnung von Leistungen bei den Kostenträgern; sowie im Fehlen einer Koordination und Qualitätskontrolle der vielfach auf ad‑hoc‑Basis geschaffenen Angebote. Ein Zugang zu adäquaten Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankungen ist dabei nicht nur aus humanitärer Sicht geboten, sondern stellt zugleich eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende Integration dieser Gruppe in die deutsche Gesellschaft dar.

Vor diesem Hintergrund fragt das Projekt nach Formen, Reichweite und Triebkräften der Institutionalisierung der spezifischen psychiatrisch‑psychotherapeutischen Versorgungsbedarfe von Geflüchteten. Im Fokus steht die Frage, inwieweit die gestiegenen Migrant*innenzahlen und die damit verbundenen administrativen Herausforderungen zu einem institutionellen Wandel in der Bereitstellung der psychiatrisch‑psychotherapeutischer Versorgung geführt haben. Dabei wird psychiatrische Versorgung Geflüchteter als Zuspitzung der Probleme in der gesundheitlichen Versorgung von Migrant*innen im Allgemeinen behandelt.

Das Projekt will folgende zentrale Fragestellungen beantworten:

  1. Wie war die psychiatrisch‑psychotherapeutische Versorgung von Geflüchteten bis einschließlich 2014 institutionalisiert?
  2. Welche Formen der Institutionalisierung bilden sich seit der „Flüchtlingskrise“ von 2015 heraus und welcher institutionelle Wandel geht damit einher (oder unterbleibt)?
  3. Wie lässt sich der eintretende oder ausbleibende Institutionenwandel erklären? Welche hemmenden oder fördernden Faktoren lassen sich im Prozess der Institutionalisierung allgemein identifizieren?
  4. Inwieweit beeinflussen die institutionellen Arrangements der psychiatrisch‑psychotherapeutischen Versorgung Geflüchteter die Richtung, das Tempo und die Form der Institutionalisierung der gesundheitlichen Versorgung von Migrant*innen allgemein?

 

Neben der Klärung dieser politikfeldspezifischen und theoretischen Problemstellungen ist es auch Ziel, durch die Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus Politik, Verwaltung, Krankenversorgung und Zivilgesellschaft Vernetzung und Hilfeleistungen bereitzustellen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Fördermaßnahme „Migration und gesellschaftlicher Wandel“ gefördert und als Verbundprojekt der FernUniversität in Hagen, der Universität Bielefeld und der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer durchgeführt. Dr. Renate Reiter ist als Projektleiterin des Teilprojekts der Institutionalisierung auf Kommunal‑ und Bundeslandebene am Projekt beteiligt. Wolfgang Günther ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Projekt tätig.

 

“Governance- und Anreizstrukturen zur Förderung kommunaler Prävention für Kinder und Jugendliche in Frankreich”
Laufzeit: Januar-Dezember 2018; Leitung und Durchführung: Dr. Renate Reiter

Teilprojekt im Rahmen der Studie “Governance- und Anreizstrukturen zur Förderung kommunaler Prävention für Kinder und Jugendliche im Vergleich”
Die Verankerung präventiver Konzepte für gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ist in den europäischen Staaten sehr unterschiedlich ausgestaltet. Die Staaten unterscheiden sich nicht nur in der Aufgabenteilung zwischen den verschiedenen Staats- und Verwaltungsebenen, der Fragmentierung der Angebotsstrukturen und den Finanzierungs- und Steuerungsarrangements, sondern auch in ihrer inhaltlichen Ausrichtung und dem Verständnis von Prävention. Unterschiedliche Kooperationsstrukturen innerhalb Europas zu identifizieren und auf ihre Übertragbarkeit auf den deutschen Fall hin zu prüfen, ist Gegenstand der an Deutschen Universtät für Verwaltungswissenschaften Speyer angesiedelten Studie zu “Governance- und Anreizstrukturen zur Förderung kommunaler Prävention für Kinder und Jugendliche im Vergleich” (Leitung: Prof. Dr. Stephan Grohs; finanzielle Förderung: Europäischer Sozialfonds, Land Nordrhein-Westfalen, Bertelsmann Stiftung; weiterer Kooperationspartner: Dr. Falk Ebinger, Wirtschaftsuniversität Wien). Im Rahmen dieser Studie konzentriert sich das Teilprojekt “Governance- und Anreizstrukturen zur Förderung kommunaler Prävention für Kinder und Jugendliche in Frankreich” darauf, Governance-Strukturen und Prozesse der Koordination  zwischen den Akteuren im Bereich der kommunalen Prävention zugunsten von Kindern und Jugendlichen in Frankreich vertieft zu beleuchten und zu anaysieren.

Sicherstellung der Krankenversorgung in benachteiligten Räumen
DFG-ANR-Projekt; Laufzeit: 2015-2018; Leitung: Dr. Renate Reiter
Die Sicherstellung einer flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung ist eine Kernaufgabe öffentlicher Daseinsvorsorge im entwickelten Wohlfahrtsstaat. In vielen europäischen Staaten wird seit geraumer Zeit auf eine Verschlechterung der Versorgungslage in benachteiligten Räumen hingewiesen. Die Gesundheitssysteme in Westeuropa stehen hier vor ähnlichen Herausforderungen (v.a. demographischer Wandel, epidemiologische Entwicklung, medizinisch-technischer Fortschritt, sozialer Wandel). Versorgungsprobleme werden in der nationalen Gesundheitspolitik jedoch unterschiedlich thematisiert und bearbeitet. Das vergleichende Forschungsprojekt untersucht für den Zeitraum seit 2000 bis heute, welche politischen Strategien ausgewählte westeuropäische Wohlfahrtsstaaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden) mit einem jeweils typischen institutionellen Rahmen (zentralistisch – dezentral; Krankenversicherungssysteme – Nationale Gesudheitsdienste) zur Bewältigung der hier definierten Probleme entwickelt haben und wie diese Policies auf der nationalen und regionalen Ebene umgesetzt werden.
Das Forschungsinteresse richtet sich zum einen auf die Analyse und Erklärung der jeweiligen nationalen Zieldefinition und Instrumentenwahl. Hier wird eine Typologie der Problemwahrnehmung und Politikformulierung zu dem Versorgungsproblem erarbeitet. Außerdem werden kausale Wirkungszusammenhänge zwischen Merkmalen der nationalen Gesundheitssysteme, Muster der Präferenzbildung nationaler Schlüsselakteure im Gesundheitswesen und der politischen Strategieauswahl überprüft. Darüber hinaus wird erforscht, ob ein Wandel der Gesundheitssysteme erkennbar wird, etwa durch Herausbildung neuer regulativer und institutioneller Strukturen (Hybridisierung), oder ob die Problemlösung im gewachsenen regulativ-institutionellen Rahmen verbleibt (Pfadabhängigkeit). Die Untersuchung beruht methodisch auf der qualitativen Inhaltsanalyse von Dokumenten sowie auf Experteninterviews. Die Analyse von Strategien auf der nationalen Ebene wird um regionale Fallstudien ergänzt. Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn verspricht das Projekt politisch-praktischen Nutzen durch das Ausloten der Chancen eines zwischenstaatlichen Politiktransfers (Policy-Learning).
Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website

Varianten des sozialen Regulierungsstaates. Regulierung sozialer Dienstleistungsmärkte und wohlfahrtsstaatlicher Wandel in Deutschland und Frankreich (Habilitationsprojekt von Dr. Renate Reiter)
Schon seit Ende der 1980er Jahre bildet der Rückzug des Staates aus der direkten Erbringung von öffentlichen Daseinsvorsorgeaufgaben einen innerhalb der OECD verbreiteten Reformtrend (Vickers/Wright 1989; Schmitt 2014; Dahme/Wohlfahrt 2015). In diesem Zusammenhang sind die Errichtung von entsprechenden Märkten, z.B. für Energieversorgung oder für Post- oder Telekommunikationsdienstleistungen, und deren Regulierung durch den Staat seit den 1990er Jahren mehrfach zum Gegenstand der vergleichenden politik-, verwaltungs- und sozialwissenschaftlichen Forschung geworden. Demgegenüber stand der Bereich der sozialen Daseinsvorsorge bislang kaum im Fokus des Interesses der vergleichenden Staatstätigkeits- und Wohlfahrtsstaatforschung. Indes handelt es sich um einen besonders interessanten Bereich, denn hier befindet sich der Staat – im Gegensatz zur Situation bei mancher Funktion der technischen Daseinsvorsorge (z.B. Energie) – nach wie vor auf dem Rückzug aus der eigenständigen Aufgabenerbringung (Klenk/Reiter 2012; vgl. auch: Klenk/Pavolini 2015). Dabei spielt im Bereich der Sozialdienstleistungen vielfach nach wie vor die Familie eine zentrale Rolle, oder der Staat überträgt entsprechende Aufgaben (z.B. medizinische Versorgung, Altenpflege, Kinderbetreuung, soziale Beratung) an dritte, d.h. freigemeinnützige oder privat-kommerzielle Akteure. Im Zuge entsprechender Policy-Reformen definiert er die ‚Spielregeln‘ insbesondere für die nicht-staatlichen und außer-familiären Leistungserbringer vielerorts neu und legt häufig marktliche Prinzipien als Grundlage für die Erbringung von Leistungen fest (Bode 2010a, 2010b; Klenk/Reiter 2012). Verbunden mit der Privatisierung des öffentlichen Sozialsektors ist mithin ein Formenwandel des Wohlfahrtsstaates in der Regulierung seiner Aufgaben. Die Untersuchung geht von dieser Beobachtung aus und wendet sich in vergleichender Perspektive mit speziellem Blick auf Deutschland und Frankreich sowie auf die beiden sozialen Dienstleistungssektoren der Krankenhausversorgung und Altenpflege den folgenden Fragen zu:

  1. Wie stellt sich der Formenwandel des Wohlfahrtsstaates im Bereich soziale Dienstleistungen in den beiden Untersuchungsländern seit Beginn der 1990er Jahre konkret dar?
  2. Wie hat sich speziell die Regulierung sozialer Dienstleistungsmärkte (Krankenhausmarkt, Pflegemarkt) durch den Staat in Deutschland und Frankreich seit Beginn der 1990er Jahre entwickelt?
  3. Was erklärt nationale und sektorale Spezifika der Regulierungsentwicklung oder nationale und sektorale Regulierungsvarianten?
  4. Was erklärt intersektorale Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Ländervergleich?
  5. Welche Konsequenzen sind mit dem Regulierungswandel für die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates in beiden Ländern verbunden?

Die Involvierung des Staates in den Arbeitsbeziehungen anhand der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen (Dissertationsvorhaben von Wolfgang Günther)
Im internationalen Vergleich sind zwei Wege zu einer hohen Tarifbindung feststellbar: Länder mit einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad und Ländern, in denen der Staat Tarifverträge durch eine Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) ausweitet, verfügen über einen stabilen und hohen tariflichen Abdeckungsgrad (Traxler et al 2001). Anders als die Bedingungen starker Gewerkschaftsorganisation ist die Institution der AVE bis auf rechtliche Diskussionen und Überblicksdarstellungen noch gering erforscht. Dieses Projekt will über eine funktionalistische Erklärung der Bedeutung der AVE hinausgehen und aus einer historisch-institutionalistischen Perspektive die Interessenkonflikte von Staat, Gewerkschaften und Arbeitgebern bei der Entstehung und dem Wandel dieser Institution untersuchen. Die Annahmen sollen mit vergleichenden Fallstudien und Prozessanalyse überprüft werden. Damit knüpft das Projekt an Literatur um die Rolle des Staates in Kapitalismusmodellen, zu Forschungen zu Machtressourcen und Arbeitgeberinteressen sowie zu Entstehung und Wandel von Institutionen an.

Lehre

Sommersemester 2018

B.A. Politikwissenschaft Modul Kontrolle und Risiko, zugleich Vertiefungsmodul Staatsexamen Lehramt Gemeinschaftskunde

Dr. Renate Reiter: Mo, 11-13 Uhr Vorlesung „Politikfeldanalyse“, NSG 126

Dr. Renate Reiter: Mo, 15-17 Uhr Seminar „Sozialpolitik in Deutschland”, NSG 127

M.A. Politikwissenschaft Modul Legitimation der Macht, zugleich M.A. European Integration in East Central Europe Modul ‘Politische Praktiken und Prozesse der Europäisierung’

Prof. Dr. Astrid Lorenz / Dr. Lisa Anders: Do, 13-15 Uhr Seminar “Die Europäisierung politischer Systeme in der Krise”, GWZ 5015, Termine: 12.04., 19.04., 26.04., 03.05., 10.05. + Blockteil als Exkursion nach Budapest vom 14.05.-18.05.

Dr. Renate Reiter: Mi, 17-19 Uhr Kolloquium/Seminar „Herausforderungen und Versprechen der Implementation”, NSG 126

M.A. Politikwissenschaft Modul Legitimation der Macht

Dr. Renate Reiter: Seminar “Kommunalpolitik in Deutschland”, Termine: 11.04., 18.04: 11-13 Uhr (GWZ 4.1.16); 23.05.: 9-12 Uhr (S 203 NSG); 30.05.: 9-12 Uhr (S 205 NSG): 06.06.: 9-12 Uhr (S 205 NSG); 27.06.: 9-12 Uhr (HS 17 HSG); 4.7.: 11-13 Uhr (GWZ 4.1.16)

 

Wintersemester 2017/18

B.A. Politikwissenschaft Modul Europäisierung und Transformation

Dr. Renate Reiter: Mi, 17-19 Uhr Vorlesung „Politik in Europa“, NSG 126

Dr. Renate Reiter: Mo, 15-17 Uhr Seminar „Policy-Making im EU-Mehrebenensystem”, NSG 213

Wolfgang Günther: Einzeltermine Seminar „Europäische Sozialpolitik“, GWZ 4116

B.A. Politikwissenschaft Methodenmodul

Lisa Anders, M.A.: Do, 11-13 Uhr Seminar “Forschungsdesign in der Politikwissenschaft”, NSG 427

M.A. Politikwissenschaft Modul Organisation der Macht, zugleich im M.A. European Integration in East Central Europe Modul Regieren im Mehrebenensystem

Dr. Renate Reiter: M0, 11-13 Uhr Kolloquium/Seminar „Interessenvermittlung in der EU”, NSG 126

M.A. Politikwissenschaft Modul Konstitution der Macht, zugleich im M.A. European Integration in East Central Europe Modul Probleme und Praktiken der europäischen Wirtschaftspolitik

Dr. Renate Reiter: Mi, 11-13 Uhr Seminar „Europäische Wirtschaftspolitik und politische Ökonomie der europäischen Integration“, NSG 428

M.A. Politikwissenschaft Methodenmodul

Lisa Anders, M.A.: Do 17-19 Uhr Kolloquium „Europäische Öffentlichkeit und die Politisierung der EU”, NSG 102

M.A. European Integration in East Central Europe Modul Politische Prozesse in Europa

Lisa Anders, M.A./Dr. Martin Ahbe: Einzeltermine (Brüssel-Exkursion) Seminar „Die europäische Integration in der Praxis”

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Letzte Änderung: 26. April 2018