Medienwandel erklären, verstehen und gestalten
Im Zentrum der Forschung am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft steht der Wandel von Medien, Kommunikation und Gesellschaft. Im Zuge der Digitalisierung entfaltet dieser Wandel eine besondere Dynamik und hat weitreichende Auswirkungen: auf demokratische Öffentlichkeiten und den Journalismus, auf professionelle Kommunikation in Unternehmen und Organisationen sowie auf den Alltag von Mediennutzerinnen und -nutzern. Ziel unserer Forschungsaktivitäten ist es, diesen medialen und gesellschaftlichen Wandel zu verstehen, zu erklären und mitzugestalten. Dabei interessieren uns die sozialen, ökonomischen, politischen, kulturellen, historischen und ethischen Dimensionen des Wandels und seiner Folgen.
Konkreter widmet sich unsere Forschung den folgenden Schwerpunkten:
- Kommunikation und Medien in ihren Wechselbeziehungen mit Gesellschaften und Politik, mit Organisationen, Wissensformen und Medienkulturen
Ein zentraler Fokus liegt auf der Analyse, wie medienvermittelte Kommunikation Prozesse und Strukturen in Gesellschaften prägen und im Gegenzug von diesen geprägt werden. Dabei untersuchen wir, wie Politik und Journalismus, Organisationen, Kultur und Alltag sich mit dem Übergang von Massenmedien auf digitale Medien verändern. - Wahrnehmung und Aneignung von Medieninnovationen
Wir widmen uns der Frage, wie Innovationen in Form von KI und Datafizierung, Algorithmisierung und Plattformisierung in die Institutionen, Organisationen, Anwendungsfelder und Angebote von Medien und anderen Kommunikationsinfrastrukturen integriert werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den hier stattfindenden Adaptionsprozessen und den sich daraus ergebenden Spannungsverhältnissen. Dies geschieht aus den verschiedenen Perspektiven von Kommunikationsstrategien und Mediensystemen, Journalismus und PR, Medienrezeption und -wirkungen, Medienkompetenz und Mediennutzung. - Gesellschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe in sich verändernden digitalen Öffentlichkeiten
Im Zentrum steht die Frage, wie sich digitale Öffentlichkeiten angesichts von Plattformen, sozialen Medien und Algorithmen wandeln. Aktuell stellen zudem die Verbreitung von künstlicher Intelligenz (KI) und synthetischen Medien neue Anforderungen an kommunikative Kompetenzen und Praktiken. Dabei analysieren wir, welche Möglichkeiten und Herausforderungen für gesellschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe entstehen und welche Bedingungen auf individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Ebene dafür erforderlich sind.
Das Ziel des IfKMW ist es, durch Forschung, Lehre und Transfer zur kritischen Reflexion über Medien und Kommunikation in einer sich transformierenden Gesellschaft beizutragen. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, durch unsere Erkenntnisse Impulse für die Gestaltung von Medieninnovationen, die Förderung von Teilhabe und die Entwicklung kommunikativer Kompetenzen im digitalen Zeitalter zu setzen.
Das IfKMW ist der Strategie 2030 der Universität Leipzig mit dem Zielbild „Volluniversität der Zukunft“ sowie dem Zukunftskonzept der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie verpflichtet. Beide betonen globale und soziale Transformationen als Schlüsselthema für Forschung, Lehre und Transfer.
Das IfKMW ist in Transferaktivitäten und Third-Mission Initiativen der Universität eingebunden, insbesondere in den Bereichen Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftskommunikationsforschung sowie der digitalen Transformation der Universität.
Das IfKMW arbeitet eng mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Unsere Projekte spiegeln die zunehmende Bedeutung globaler Perspektiven und transdisziplinärer Zusammenarbeit wider.