Nachricht vom

Die Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Meike Grimme ist zur neuen Inhaberin der Karl-Bücher-Gastprofessur für die Zukunft des Journalismus am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig berufen worden. Am 12. Dezember erhielt sie offiziell ihre Ernennungsurkunde.

Dr. Meike Grimme wird die Studierenden im M. Sc. Journalismus im Wintersemester 2025/26 begleiten und den Studiengang zum Thema Künstliche Intelligenz bereichern. Studiengangsleiter Prof. Dr. Markus Beiler stellt heraus: „Dr. Meike Grimme bringt etwas mit, das im Journalismus gerade enorm wichtig ist: Sie weiß nicht nur, wie KI funktioniert, sondern auch, wie sie verantwortungsvoll in Redaktionen eingesetzt wird. Mit Dr. Meike Grimme stellen wir unseren Studierenden eine erfahrene Praktikerin an die Seite, die die Entwicklungen in diesem Feld täglich miterlebt und aktiv gestaltet.“

Dr. Meike Grimme ist ausgewiesene Expertin für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Journalismus. Seit Mai 2024 arbeitet sie als Editorial Analystin bei Bertelsmann SE / RTL Deutschland, dem größten Medienunternehmen Europas. Dort organisiert sie im Rahmen einer GenAI Task Force die Entwicklung, Integration und Evaluation generativer KI-Anwendungen für die Newsportale und Redaktionen von stern, GEO und Capital. Zu ihren aktuellen Projekten zählen unter anderem semantische Themenanalysen, KI-gestützte Such- und Recommender Systeme sowie automatisierte Artikelzusammenfassungen mithilfe von Large Language Models. Mit ihrer Arbeit verfolgt sie das Ziel, dateninformierte Entscheidungen und innovative Workflows verantwortungsbewusst im redaktionellen Alltag zu verankern.

Neben ihrer Tätigkeit in der Medienbranche ist Dr. Meike Grimme seit mehreren Jahren in der akademischen Lehre aktiv. Als Lehrbeauftragte unterrichtete sie unter anderem an der Hochschule Allensbach, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Università Degli Studi di Pavia in Italien. Dort vermittelt sie Kenntnisse in Bereichen wie Künstliche Intelligenz im Journalismus, Methodik, Statistik, Mediensysteme und -controlling.

Dr. Meike Grimme schloss ihre Promotion an der Universität Hohenheim zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Medienorganisationen ab. Ihre Dissertation „AI in Media Organisations: Factors Influencing the Integration of AI in the Newsroom“ widmete sich den zentralen Einflussfaktoren für die erfolgreiche Implementierung von KI in Nachrichtenredaktionen. Zuvor absolvierte sie den Masterstudiengang Kommunikationsmanagement an der Universität Hohenheim und den Bachelorstudiengang Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien Stuttgart. Während ihrer akademischen Laufbahn wurde sie durch mehrere Stipendien ausgezeichnet, unter anderem von der Karl Schlecht Stiftung, vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, von der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg sowie von der Università Degli Studi di Pavia.

Die Karl-Bücher-Gastprofessur für die Zukunft des Journalismus ist ein zentraler Bestandteil des M. Sc. Journalismus an der Universität Leipzig. Im interdisziplinären Masterprogramm lernen die Studierenden, die digitalen und gesellschaftlichen Veränderungsprozesse im Journalismus zu begleiten und innovativ mitzugestalten. Dazu vereinigt das Studium die grundständige journalistische Ausbildung mit informatikwissenschaftlichen Kompetenzen und Kenntnissen angewandter empirischer Sozialforschung sowie einem integrierten Volontariat in einer Medienredaktion. 

Bisher haben sich mit Julia Bönisch (Geschäftsleitung von Stiftung Warentest), Constantin Blaß (Chefredakteur und Geschäftsführer des Schwarzwälder Boten der Südwestdeutschen Medienholding), Alina Fichter (Senior Adviser der gemeinnützigen Hertie-Stiftung) und Lorenz Matzat (Mitgründer von Algorithm Watch) schon vier führende Köpfe aus dem Bereich des digitalen Journalismus in Deutschland im M. Sc. Journalismus engagiert und ihre Expertisen eingebracht.