Eine Arbeit von Fé Wassermann, Julian Dikall, Anna Antova und Carolin Jürgens, Bachelor-Studierende der Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig.

Das Kinderbuch. Gedanken und Ansichten
Das Kinderbuch. Gedanken und Ansichten

Der Berliner Kinderbuchverlag wurde am 01.06.1949, zum Anlass des Internationalen Kindertages und auf Anraten der sowjetischen Militäradministration, in Ost-Berlin gegründet. Der Verlagssitz befand sich in der Behrenstraße 40/41. Der Auftrag war, eine sozialistische und humanistische Literatur für Kinder zu entwickeln.

Die Buchreihe des Kinderbuchverlages eröffnete „Der verwundete Sokrates“ von Bertolt Brecht, welchen Frans Haacken illustrierte. Die Auflage dieses ersten Werkes belief sich auf 100000 Exemplare.

Von 1949, bis hin zur Wende, erschienen in etwa 5000 Romane, Gedichte und Bilderbücher im Kinderbuchverlag.

Das Direktorat wurde zunächst (1949–1975) von Günther Schmidt, dem ehemaligen Leiter der Erwachsenenabteilung beim Verlag „Volk und Wissen“ übernommen. Von 1975 bis 1992 führte Dr. Katrin Pieper dieses Amt fort.

Die überwiegende Mehrheit aller Kinderbücher der DDR erschien im Kinderbuchverlag. Aufgrund hoher gestalterischer Kompetenzen durch Illustratoren, wie beispielsweise Werner Klemke, Elizabeth Shaw und Klaus Ensikat, würden Bücher aus dem Kinderbuchverlag häufig mit dem Preis „Schönste Bücher der DDR“ prämiert.

Ab Mitte der Siebziger Jahre vergab der Kinderbuchverlag zudem selbst Preise an aufstrebende Autoren und Illustratoren. Zu nennen wären in diesem Zusammenhang der Hans-Baltzer-Preis für Illustratoren, der Sally-Bleistift-Preis für junge Autoren sowie der Edwin-Hoernle-Preis für Theorie und Literaturkritik.

In der Geschichte des 47-jährigen Bestehens des Kinderbuchverlages kam es zu mehreren Verlagsfusionen, so wurde im Jahre 1963 der Alfred Holz Verlag mit dem Kinderbuchverlag gekoppelt und ab 1974 als „Edition Holz“ weitergeführt. Des Weiteren erfolgte im Jahre 1975 die Fusion mit dem Karl Nietzsche Verlag, der daraufhin als „Imprint“-Reihe weitergeführt wurde.

Nach der Wende, wurde der Verlag zunächst in eine GmbH umgewandelt und daraufhin stark verkleinert. Aufgrund dessen, dass die Treuhandanstalt erfolglose Geschäftsführer einsetzte kam es dazu, dass sich Dr. Katrin Pieper und die LKG (Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft) zusammenschlossen, und im Jahre 1991 den Leipziger Kinderbuchverlag gründeten.

Bekannte Illustratoren und Graphiker des Verlags

Albrecht von Bodecker wurde am 27.04.1932 in Dresden geboren. Bei seiner Person handelt es sich um einen für viele DDR-Verlage tätigen Grafiker. Zwischenzeitlich war Bodecker ebenfalls Professor und Direktor der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Nach seiner Emeritierung im Jahre 1998 ist Bodecker wieder als freier Gestalter und Grafiker tätig. Bodecker studierte ab 1954 zunächst an der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar und Heiligendamm, aus „kulturpolitischen“ Gründen wurde er dort jedoch 1957 exmatrikuliert. Daraufhin setzte er sein Studium an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee fort und studierte schlussendlich bis zum Mauerbau im Jahre 1961 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg.

Bodeckers Stil lässt sich auf einer verspielten surrealen Schiene ansiedeln, jedoch versuchte Bodecker auch zu provozieren, was vor allem in der ehemaligen DDR eine Gefahr für Leib und Leben darstellte.

So wurde Bodecker im Jahre 1987 mit der Aufgabe betraut, dass Motiv für die Berliner 750 – Jahrfeier zu entwerfen.

Jedoch mussten 40000 Exemplare des von Bodecker entwickelten Motives vernichtet werden, da auf seiner Grafik deutlich der Westberliner Wappenbär zu erkennen war. Darüber hinaus war auf dem Bild ebenfalls ein Gepäckträger zu Erkennen dessen Koffer die Nummer 213 (Paragraph für Ausreisewillige in der DDR) trug.

Dies zeigt auf das Deutlichste, dass die Kunst (auch in der DDR) einen grundlegenden gesellschaftlichen Zweck erfüllt, nämlich zu provozieren und zu polarisieren, wie Bodecker es in der DDR bei den Kleinen und den Großen Menschen schaffte.

Eberhard Binder, auch Eberhard Binder-Staßfurt genannt, war ein deutscher Grafiker, Illustrator und Buchgestalter.

Er wurde am 2. Mai 1924 in Staßfurt geboren und verstarb 1998 am 9. März im Alter von 74 Jahren nach längerer Krankheit in Magdeburg.

Eberhard Binder besuchte in den Jahren 1941 und 1942 die Hildesheimer Meisterschule des Deutschen Handwerks, eine Werkkunstschule. Darauf aufbauend absolvierte er von 1949 bis 1952 in Magdeburg die Fachschule für angewandte Kunst.

Nach Fertigstellung seiner Ausbildung begann Binder als Werbegrafiker zu arbeiten, ab 1955 war er zusätzlich als Buchillustrator und – gestalter tätig.

Binder-Staßfurt fertigte im Laufe seines Lebens ca. 800 Buchillustrationen an, darunter zahlreiche Kinderbücher. So war auch sein erster Erfolg seinen Illustrationen zum Buch „Tom Sawyers Abenteuer“ geschuldet. Außerdem fertigte er Zeichnungen für bekannte Geschichten wie „Die Leiden des jungen Werther“, Moby Dick“ und „Gullivers Reisen“ an.

Viele der von ihm illustrierten Werke erschienen im Verlag Neues Leben oder im Kinderbuchverlag Berlin.

Weitere von Binder-Staßfurt illustrierte Werke sind „Ein Kapitän von fünfzehn Jahren“, „Die rote Zora und ihre Bande“, „Die Reise um den Mond“, „Ein Kolumbus auf der Havel“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“.

Für seine Arbeiten wurde der Künstler 1985 mit dem Nationalpreis der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur ausgezeichnet.

Die irische Grafikerin und Kinderbuchautorin Elizabeth Shaw wurde am 4. Mai 1920 in Belfast (Irland) geboren. In ihrer Familie gab es damals weder einen Fernseher, noch ein Radio, sodass Elizabeth mit ihren drei Geschwistern stattdessen durch die Bücher-und Zeitungssammlung ihrer von Büchern begeisterten Eltern stöberte.

In ihrer Jugend zog sie mit ihrer Familie nach England, wo sie von 1938 bis 1940 an der Londoner Chelsea School of Art Kunst studierte, und mit besonderer Vorliebe Illustrationen und Zeichnungen anfertigte.

Nach ihrem Studium leistete Elizabeth Shaw bis 1944 als Mechanikerin ihren Wehrdienst.

Mit ihrem Ehemann dem Bildhauer und Maler René Graetz, den sie ebenfalls 1944 heiratete, zog sie nach Berlin-Zehlendorf. In Berlin begann sie für die Satirezeitschrift „Ulenspiegel“ zu schreiben, später vor allem für den Eulenspiegel und ab 1950 war sie Karikaturistin für die sozialistische Tageszeitung „Neues Deutschland“.

Shaw illustrierte später Gedichte von Bertolt Brecht, sowie eigens verfasste Kinderbücher. Außerdem fertigte sie Illustrationen zu Büchern von James Krüss, Gerhard Hotz-Baumert, Heinz Kahlau und Rainer Kirsch an.

Ihr erstes Bilderbuch „Der kleine Angsthase“ erschien 1963. Weitere Kinderbücher, wie zum Beispiel „Wie Putzi einen Pokal gewann“, „Bettina bummelt“, „Zilli, Billi und Willi“, „Als Robert verschwand“, „Die Landmaus und die Stadtmaus“ wurden ebenfalls von ihr geschrieben und illustriert.

Außerdem illustrierte sie Geschichte und Texte von anderen Autoren, wie auch von Mark Twain, Erich Kästner und Astrid Lindgren. Viele ihrer Bücher sowie der von ihr illustrierten Werke sind im Kinderbuchverlag Berlin erschienen. Elizabeth Shaw war eine der beliebtesten Illustratorinnen der DDR (Deutsche Demokratische Republik), noch heute werden ihre Bücher gedruckt und erfolgreich verkauft.

Die Illustrationen Shaws lassen sich aufgrund ihres eigenen Stils wiedererkennen: Die Umrisse zeichnete die Künstlerin mit Feder und Tinte. Klare, feine Linien und eine lockere Strichführung sind kennzeichnend. Koloriert wurden ihre Zeichnungen mit hellen, freundlichen Wasserfarben. Außerdem typisch war ein gewisses Wechselspiel von Text und Illustrationen, immer wieder lassen sich kleine Szenen und Figuren zwischen den Zeilen entdecken.

Für ihre zahlreichen Arbeiten erhielt Elizabeth Shaw mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Kunstpreis der DDR, den Hans-Baltzer-Preis, den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig und den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin.

Am 27. Juni 1992 verstarb sie im Alter von 72 Jahren in Berlin.

Eva Johanna Rubin wurde am 22. April 1925 in Berlin geboren und starb am 26 November 2001 ebenda. Sie war eine der bedeutendsten deutschen Kinderbuchillustratorinnen der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Ihre Bücher waren sowohl in Westdeutschland als auch in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) sehr beliebt und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Hans Christian Andersen: Das Feuerzeug
Hans Christian Andersen: Das Feuerzeug

Eva Johanna Rubin begann 1941 ihr Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und setze dieses 1946 bis 1951 fort. Bereits während ihres Studiums bekam sie ihre ersten Illustrationsaufträge und war u.a. freie Mitarbeiterin beim Deutschen Bauernverlag-

Im Jahr 1946 veröffentlichte Rubin ihr erstes Bilderbuch „Der bunte Garten“ im Thieme-Verlag Berlin. Die Künstlerin ist vor allem für ihre Kinderbuchillustrationen bekannt, illustrierte neben Kinderbüchern zwischenzeitlich aber auch Bücher für Erwachsene.

Franz Fühmann: Das Tierschiff
Franz Fühmann: Das Tierschiff

Nachdem Rubin 1956 den zweiten Preis im vom Kinderbuchverlag Berlin ausgeschriebenen „Wettbewerb für 1001 Nacht“ ergattert, beginnt eine Zusammenarbeit mit dem Verlag, die über Jahrzehnte andauert und ihr eine erfolgreiche Laufbahn als Kinderbuchillustratorin beschert. Sie ist erfolgreich genug um allein von ihren Illustrationen leben zu können, was ihr ermöglicht einen besonders verspielten und poetischen Zeichenstil mit absolutem Wiedererkennungswert zu entwickeln.

Eva Johanna Rubin illustrierte neben einigen Märchen der Gebrüder Grimm u.a. Kinderbücher wie „Ri-Ra-Risch“, „Das Feuerzeug“, „Das Tierschiff“, „Der böse Bär“, „Der Drachenturm“ und „Kleine Gratulanten“.

Gertrud Zucker wurde am 3. Januar 1936 in Berlin-Weißensee geboren und ist eine deutsche Illustratorin und Grafikerin.

Als Kind lebte sie überwiegend in Berlin, kurzzeitig während des Zweiten Weltkrieges auch in Pommern. Nach ihrem Abitur, welches sie 1954 in Berlin ablegte, studierte sie fünf Jahre lang Grafik an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Lernen konnte sie unter anderen von Werner Klemke, Arno Mohr und Paul Rosié.

Nach ihrem Studium war die Grafikerin vielseitig tätig und arbeitete an Filmwerbung, Pressezeichnungen und Gelegenheitsgrafik. Außerdem gestaltete sie eine Vielzahl von Romanen, Bilderbücher für Kinder, sowie nach der Wende Schulbücher.

Bekannt wurde Gertrud Zucker vor allem durch ihre originellen, liebe- und humorvollen Kinderbuchillustrationen.

Peter Abraham: Weshalb bekommt man eine Ohrfeige
Peter Abraham: Weshalb bekommt man eine Ohrfeige

Besonders gut konnte sie mit Farben als Stimmungsträger arbeiten, sodass die Farben auf den Buchseiten stets harmonisch und dekorativ gesetzt waren. Ihre Zeichnungen wirken unkompliziert und durch ihre Farbigkeit heiter. Dadurch wirken ihre Figuren wirklichkeitsnah. Ihre Werke überraschen oft nach genauerer Betrachtung mit liebevoll gestalteten Feinheiten und reichen so über das Dargestellte hinaus, regen die Phantasie des Betrachters an. Dies wird vor allem in ihren Bilderbuchgeschichten deutlich.

Seit 1960 ist Zucker freischaffende Illustratorin und lebt in Bad Saarow. Seitdem gestaltete sie über 100 Kinderbücher. Die Verlage, für die Gertrud Zucker hauptsächlich arbeitete sind der Verlag Volk und Wissen, der Domowina-Verlag Bautzen, der Verlag Junge Welt sowie der Berliner Kinderbuchverlag.

Bücher, die von der Künstlerin illustriert wurden, sind zum Beispiel „Hosenmatz, erzähl mir was“, „Troddel, Taps und Tine“, „Das Mädchen hieß Gesine…“ und „Weshalb bekommt man eine Ohrfeige?“.

Gertrud Zucker erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Hans-Baltzer-Preis des Kinderbuchverlages, mehrfache Auszeichnungen für das „Schönste Buch des Jahres“, sowie mehrere Anerkennungen von Buchmessen und Kulturministerien.

Klaus Ensikat ist ein deutscher Grafiker und Illustrator, er wurde am 16.01.1937 in Berlin geboren. Ensikat wuchs in Ost-Berlin auf und machte von 1954 bis 1958 eine Ausbildung zum Schaufensterdekorateur. Von 1961 bis 1962 hatte Ensikat einen Lehrauftrag beim Verband Bildender Künstler inne und war bis 1965 Lehrer an der Fachhochschule für Bildende Künste in Berlin.

Ab 1965 war Ensikat als freischaffender Künstler und Grafiker tätig.

Andre Müller: Dalli der Haifisch
Andre Müller: Dalli der Haifisch

Ensikat gehört zu den anerkanntesten Buchillustratoren der Republik. So illustrierte Ensikat Werke von Peter Hacks, J.R.R. Tolkien und Mark Twain. Darüber hinaus illustrierte Ensikat zahlreiche andere Kinderbücher, Jugendbücher und Erwachsenenliteratur, wodurch er sich in allen Altersgruppen einer großen Beliebtheit erfreut.

In seinen Illustrationen ist Ensikat stets auf Detailreichtum bedacht, so achtet er auch besonders auf Spiegelungen im Wasser, Holzmaserungen und bestimmte Körperbewegungen. Diese Details werden auch stets durch feine Striche eingefangen. Der DDR-Illustrator war durch seine Illustrationen von Alltagsszenen, fantastischen Figuren, geschichtlichen Ereignissen und klassischer literarischer Stoffe jedoch auch über die Grenzen der DDR hinaus bekannt und seine Werke fanden in der BRD ebenfalls großen Zuspruch.

Von 1995 bis 2002 war Klaus Ensikat zudem Professor für Zeichnen an der Fachhochschule Hamburg. 1995 erhielt er den Kinderliteraturpreis und wurde 1996 mit dem international bedeutendsten Kinderbuchpreis, dem Hans-Christian-Andersen-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Die Illustratorin Ingeborg Meyer-Rey, welche unter anderem für ihre Illustrationen von Kinderbüchern in der DDR bekannt ist, wurde 1920 in Berlin geboren und starb 2001 mit über 80 Jahren.

Mit 20 Jahren begann Ingeborg Meyer-Rey ihr Studium „Illustration und Wandmalerei“ in Berlin-Charlottenburg an der Hochschule für Bildende Künste. Bereits 1946 bekam sie eine Anstellung bei der „Täglichen Rundschau“ als Pressezeichnerin.

Von 1947 bis 1950 arbeitete die Illustratorin im „Haus der Kultur der UdSSR“, in der Abteilung Kunst.

Ebenfalls in dieser Zeit, also Ende der 1940ern, zeichnete sie Illustrationen für die „Roman Zeitung“ und stellte ihre ersten Zeichnungen für Kinder her, welche für ihre weitere Kariere entscheidend waren;

Ab den 1950ern arbeitete sie als freie Künstlerin für verschiedene Verlage, unter anderem für den „Kinderbuchverlag Berlin“. So wurde das Buch „Der gute Held. Märchen der Völker der Sowjetunion“, welches von ihr Illustriert wurde, unter „Die schönsten Bücher der DDR“ gewählt.

Ab 1957 zeichnete sie die Illustrationen in der Vorschulzeitschrift „Bummi“, welche bis heute verkauft wird. Ebenfalls Bekanntheit, erlangte Meyer-Rey durch die Gestaltung eines Seidenvorhangs in einem Berliner Puppentheater.

Ihre Malweise kann als figurativ-realistisch beschrieben werden und war sehr durch sowjetische Kunst geprägt. Sie ist bis heute, eine der bekanntesten und wohl wichtigsten KinderbuchillustratorInnen der DDR. Aber nicht nur in der DDR war Ingeborg Meyer-Rey durch ihre Kunst bekannt, sie hatte internationale Erfolge. So kannte man ihre Illustrationen in Skandinavischen-, einigen asiatischen-, und sowohl Nord-, wie Südamerikanischen Ländern.

Kurt Zimmermann, Buch-, Plakat- und vor allem Kinderbuchillustrator, wurde am 27.11.1913 in Berlin geboren und starb am 10.05.1976.

Seine Lehre begann Kurt Zimmermann 1929 als Lithograph und beendet diese ein Jahr später um 1931 das Studium an der Kunstgewerbeschule in Berlin anzufangen. 1933 führte er sein Studium an der Akademie für freie und angewandte Kunst in Berlin Charlottenburg bei Bartning und Böhland bis 1935 weiter.

Nach seinem Studium begann Zimmermann als Freischaffender Gebrauchsgraphiker zu arbeiten. Die Zeit als Selbstständiger Künstler würde jedoch 1941 jäh durch den Militärdienst und später durch Kriegsgefangenschaft unterbrochen.

Nach seiner Befreiung 1948, nahm er die Selbstständigkeit wieder auf und arbeitete in Berlin als Illustrator und Graphiker. Während dieser Zeit, entwarf er unter anderem ein politisch orientiertes Plakat für die DDR. Sein Hauptschaffenswerk waren allerdings Illustrationen von Kinderbüchern. Zimmermann illustrierte über 70 Kinderbücher die alleine in der DDR veröffentlicht wurden. Beispielsweise im „KinderbuchVerlag Berlin“. Auch Sowjetischen Kinderbüchern gab er ein Gesicht mit seiner Kunst, wie zum Beispiel „Timur und sein Trupp“ von Arkadi Gaidar und auch „Wie der Stahl gehärtet wurde“ von Nikolai Ostrowski.

Kurt Zimmermann begab sich immer wieder auf Studienreisen, beispielsweise nach Kuba, in die UdSSR und nach Polen. Außerdem war er Dozent am Institut für bildende Kunst in Berlin.

Götz R. Richter: Die Löwen kommen
Götz R. Richter: Die Löwen kommen

Zimmermann war träger verschiedener Preise. So wurde er 1959 mit den Kunstpreis des FDGB, 1960 mit dem Kunstpreis der DDR und 1963 mit dem Nationalpreis ausgezeichnet.

Seine Illustrationen sind meist „parteilich und emotional“, man könnte sagen es handelt sich um „sozialistische Illustrationen“, wodurch er wohl zu den einflussreichsten Kinderbuchillustratoren der DDR gehörte.

Quellen

Dr. Katrin Pieper im Gespräch auf mdr.de. „Man musste hartnäckig sein“. [28.02.2016].

Bilderbuchmuseum Troisdorf. Die Sammlung Kurt Zimmermann [Link: http://www.troisdorf.de/bilderbuchmuseum/sammlungen/sammlung_zimmermann.htm]

Bildindex. Kurt Zimmermann [Link: http://www.bildindex.de/kue03200281.html#|home]

Die Bücherkiste. Eva Johanna Rubin [Link: http://www.detlef-heinsohn.de/bb-rubin.htm]

Grimm-Bilder Wiki. Eva Johanna Rubin [Link: http://de.grimmbilder.wikia.com/wiki/Eva-Johanna_Rubin]

Munzinger Online. Eva Johanna Rubin [Link: https://www.munzinger.de/search/ldi/Eva+Johanna+Rubin/22.html]

Rossipotti Literaturlexikon für Kinder. Klaus Ensikat [Link: http://www.rossipotti.de/inhalt/literaturlexikon/illustratoren/ensikat_klaus.html]

Rossipotti Literaturlexikon für Kinder. Elizabeth Shaw [Link: http://www.rossipotti.de/inhalt/literaturlexikon/illustratoren/shaw_elizabeth.html]

SVZ. „Anschläge von Drüben“. Bunte Farbtupfer im grauen Alltag. [28.02.2016]. [Link: http://www.svz.de/nachrichten/deutschland-welt/kultur/bunte-farbtupfer-im-grauen-alltag-id8908636.html]

Wikipedia. Albrecht von Bodecker [Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_von_Bodecker]

Wikipedia. Die schönsten Bücher der DDR 1955 [Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nste_B%C3%BCcher_der_DDR#1955]

Wikipedia. Gertrud Zucker [Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Gertrud_Zucker]

Wikipedia. Eberhard Binder (Grafiker) [Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_Binder_%28Grafiker%29]

Wikipedia. Elizabeth Shaw [Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Shaw]

Wikipedia. Klaus Ensikat [Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Ensikat]

ZVAB. 60 Jahre Der Kinderbuchverlag. [28.02.2016].

ZVAB. Ingeborg Meyer-Rey [Link: http://www.zvab.com/pages/ingeborgMeyerRey.jsp]

Literatur

Der Kinderbuchverlag [Hrsg.] (1980). Verlagsverzeichnis 1949–1979. Berlin: Der Kinderbuchverlag, S. 9-32.

Wild, Rainer [Hrsg.] (2007). Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. J.B. Metzler Verlag.