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Unter dem Titel "Transformation der Medien – Medien der Transformation" hält das Netzwerk KriKoWi seine Jahrestagung 2019 am IfKMW der Uni Leipzig ab.

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Bei der Katalyse gesellschaftlicher Transformationsprozesse – oder bei deren Verhinderung – spielen öffentliche Kommunikation und Medien eine wesentliche Rolle. Denn gesellschaftliche Kernprinzipien wie Wissen, Normen, Werte und Ideologien werden zentral in öffentlichen Diskursen verbreitet und geprägt. Den Medien, aber auch Medientechnologien ist daher oftmals das Potenzial zugeschrieben worden, Transformationsprozesse auszulösen bzw. zu unterstützen. Genauso häufig allerdings wurden die in Medien(technologien) gesetzten Hoffnungen (etwa auf Demokratisierung) enttäuscht, denn die Art und Weise ihres Gebrauchs hat – nicht zuletzt aufgrund der bestehenden Besitz- und Machtverhältnisse – immer wieder dazu geführt, dass sie Herrschaftsstrukturen reproduzieren.

Auf der diesjährigen Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft (KriKoWi) vom 21. bis 22. November werden solche Prozesse unter dem Motto "Transformation der Medien – Medien der Transformation" ausgeleuchtet. So jährt sich in Ostdeutschland zum 30. Mal eine grundlegende Umwälzung von Gesellschaft und Medienystem: Was ist aus den Hoffnungen auf die "große Freiheit" (auch) im Medienbereich geworden? In welchen Transformationsprozessen innerhalb der Megatrends Digitalisierung, Ökonomisierung, Globalisierung und Individualisierung stecken die Medien heute? Und welchen Beitrag für eine "Große Transformation" zu einer klimagerecht-ökologisch wirtschaftenden und sozial gerechten Weltgesellschaft können und sollen sie leisten? Diese Fragen werden in wissenschaftlichen Vorträgen, Workshops und anderen Formaten verhandelt. Die Keynote hält Klaus Dörre, Professor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und geschäftsführender Direktor des DFG-Kollegs "Postwachstumsgesellschaften".

Die Tagung ist für alle Interessierten gegen eine geringe Tagungsgebühr offen (Anmeldung auf der Website des Netzwerks KriKoWi). Die öffentliche Abendveranstaltung am Donnerstag, dem 21. November, im Zeitgeschichtlichen Forum zum Thema "Der Abriss des Roten Klosters: Wie die Journalistenausbildung in Leipzig verwestlicht wurde" ist kostenfrei zugänglich.

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