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Prof. Dr. Markus Beiler und Felix Irmer, M.A. waren am 8. Juli auf der diesjährigen Jahrestagung der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) in Madrid mit dem Vortrag “Technology-Enabled Objectivity? Assessing the Spread of Data Journalism in the Light of Datafication, Misinformation and Contested Truths“ vertreten. Erstmals präsentierten sie Ergebnisse einer groß angelegten Studie zu Strukturen, Arbeitsweisen, Inhalten und Bewertung von Datenjournalismus in Deutschland.

Die repräsentative Studie an der Professur für Journalismusforschung der Universität Leipzig u Datenjournalismus in Deutschland basiert auf einer standardisierten telefonischen Befragung (CATI) von 305 Tageszeitungen und allen zwölf öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Datenjournalismus in Deutschland breit etabliert hat. Datenjournalismus wird meist von einzelnen Redakteuren oder kleinen Teams umgesetzt. Tageszeitungen legen einen Schwerpunkt auf lokale bzw. regionale Themen, oft mit Service-/Ratgeber-Fokus. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk konzentriert sich auf Politik und Wirtschaft. Die Daten stammen meist aus frei verfügbaren Quellen. Bei der Darstellung der datenjournalistischen Projekte schöpfen Tageszeitung das volle Potenzial noch nicht aus. Die befragten Medien sind der Meinung, dass Datenjournalismus den Journalismus transparenter machen kann, halten ihn aber nicht per se für objektiver.

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