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Veranstaltungsort: Zoom & GWZ 5.116

Im interdisziplinären Kolloquium des Instituts für Kulturwissenschaften werden regelmäßig Vorträge von Gästen sowie Projektvorstellungen der Mitarbeitenden des Instituts diskutiert. Die Veranstaltungen sind für Studierende und Interessierte geöffnet.

Am Dienstag, den 28.06.22, 17-19h c.t., spricht Jens Elberfeld (Halle) zum Thema „Pädagogisierung des Eros? Jugend, Sexualität und Erziehung in der biopolitischen Moderne (1890-1930)“.

Die Vorstellung einer genuin jugendlichen Sexualität kam im deutschsprachigen Raum gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf und wurde begleitet von intensiven öffentlichen Debatten. Auch wenn die daran beteiligten Akteur:innen unterschiedliche Meinungen vertraten, was genau man darunter zu verstehen und wie die Gesellschaft damit umzugehen habe, waren sie sich in einem Punkt einig: der Notwendigkeit, erzieherisch auf die Jugend einzuwirken, um sie zu einem bestimmten Umgang mit ‚ihrer‘ Sexualität anzuleiten. Der Vortrag befasst sich mit den diskursiven Konstellationen und Konflikten hinsichtlich der Einführung eines Aufklärungsunterrichts an Schulen im Deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik. Im Mittelpunkt stehen dabei das zugrunde liegende Wissen, die propagierten und praktizierten Methoden sowie die divergierenden Strategien einer Pädagogisierung des Eros. 

 

Anmeldung

Im Sommersemester 2022 werden die Veranstaltungen des Institutskolloquiums pandemiebedingt im Hybridformat durchgeführt. Interessierte können sich online per Zoom dazuschalten oder in Präsenz im Raum GWZ 5.116 teilnehmen. Den Zoom-Link zu unseren Veranstaltungen finden Sie im begleitenden Moodle-Kurs.

Weitere Termine des Institutskolloquiums finden Sie in unserem Veranstaltungskalender oder im Programm
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Bei Rückfragen schreiben Sie bitte eine eMail an Marie Wilke-Tondar.