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Veranstaltungsort: Zoom

Der Forschungsbereich Kulturphilosophie lädt herzlich zum Workshop "Erfahrung in der frühen Kritischen Theorie" am 8.-9. Juli ein. Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, den Begriff der Erfahrung und die damit verbundene Zeitdiagnose der frühen Kritischen Theorie zu rekonstruieren und auf ihre heutige Relevanz hin zu befragen.

Das Projekt der Kritischen Theorie unterscheidet sich nach Horkheimer von der traditionellen Theorie durch die Rolle der Erfahrung, die diese in jener einnimmt. Erst der Begriff der Erfahrung schaffe die Möglichkeit einer „normativen Einheit“ aus kritischer Theorie und emanzipatorischer Praxis. Doch sowohl Adorno als auch Benjamin diagnostizieren den Verlust eines bestimmten Erfahrungsgehalts vorwissenschaftlicher Wirklichkeit in der Moderne. Der Workshop verfolgt das Ziel, Begriff und Zeitdiagnose der frühen Kritischen Theorie zu rekonstruieren und auf ihre heutige Relevanz hin zu befragen. Denn die alte Frage von Habermas, ob wir die Möglichkeit einer bedeutungslosen Emanzipation ausschlieβen dürfen, lässt die Theorietradition nicht nur für den Diskurs um ‚das gute Leben‘ interessant erscheinen. Begriffliche Bestimmung und normative Freilegung eines Bedeutungsgehalts subjektiver Erfahrung sind zwei Momente derselben schwierigen Aufgabe kritischer Theoriebildung, den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis im Erfahrungsbegriff sinnvoll herzustellen.

PROGRAMM
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Der Workshop wird als Hybridveranstaltung stattfinden. Anmeldungen zur Teilnahme per Zoom bitte an Nikolaus Schulz.

Gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.