Wir stellen Ihnen die aktuellen Forschungsschwerpunkte und Projekte am Institut vor.

Ein in der Mitte aufgeschlagenes Buch liegt auf dem Tisch
Aufgeschlagenes Buch, Foto: Christian Hüller

Aktuelle Forschungsprojekte

Das Logo des FAGI
Gestaltung: Marian Reinig

 

Das Forschungskolleg für Analytischen Deutschen Idealismus der Universität Leipzig, auch FAGI genannt (Forschungskolleg Analytic German Idealism) bildet den Dreh- und Angelpunkt eines international ausgerichteten Netzwerks für Philosophie und wird gegenwärtig durch James Conants Humboldt-Projekt finanziert.

Das Forschungskolleg vereint die analytische Philosophie mit dem Deutschen Idealismus – verstanden sowohl als historisch verwurzelte Denktraditionen und als zeitgenössische Formen aktueller, philosophischer Forschungspraxis – in dreierlei Weisen. Zunächst erleichtert es den Dialog zwischen den Forschenden, die sich mit klassischer, deutscher Philosophie beschäftigen und denen, die innerhalb der Tradition der analytischen Philosophie arbeiten. Zweitens ermöglicht das Kolleg eine historisch ausgerichtete Untersuchung sowohl des gemeinsamen Ursprungs, der Annäherungsphasen, als auch der aktuellen Formen von Zusammenführungen beider Traditionslinien. Drittens – und das ist der wichtigste Punkt – bietet es einen Ort, um die Einflüsse beider philosophischer Richtungen aufeinander zu ergründen, vor allem wie sie sich in den Arbeiten derjenigen zeitgenössischen Philosophen auf beiden Seiten des Atlantiks niederschlagen, die sich einer eindeutigen Einordnung in eine der beiden Traditionen verwehren.

 Zur Webseite des FAGI

 

Leitung des Forschungskollegs

Prof. Dr. Andrea Kern

Prof. Dr. Andrea Kern

Universitätsprofessorin

Philosophie mit Schwerpunkt Geschichte der Philosophie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Dienstag 13.00 – 14.00 Uhr nach Vereinbarung per E-Mail

Prof. James Ferguson Conant

Prof. James Ferguson Conant

Humboldt-Professor

Philosophie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Nach Anmeldung per E-Mail

Die Arbeitsgruppen des Leipziger Forschungszentrums für frühkindliche Entwicklung sind die zentralen Forschungseinheiten des LFE. Sie bestehen aus interdisziplinären Teams junger WissenschaftlerInnen aus den Erziehungswissenschaften, der Psychologie, Philosophie, Biologie, Anthropologie und den Kognitiven Neurowissenschaften.

Zur Website des LFE

 

Kontakt

Prof. Dr. Kristina Musholt

Prof. Dr. Kristina Musholt

Universitätsprofessorin

Kognitive Anthropologie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Terminvereinbarung aufgrund von Elternzeit derzeit nur eingeschränkt per E-Mail

Projektbeschreibung

Die Geschichte der Logik ist weitaus vielschichtiger, als gemeinhin angenommen wird: Geläufig sind Bezeichnungen wie "aristotelische" bzw. "traditionelle Syllogistik" und "klassische" bzw. "moderne Logik". Wir wollen unsere Augenmerk aber u.a. auch auf die Logiken von Leibniz, Fichte und Schopenhauer, die indischen und die nichtklassischen Logiken sowie den logischen Empirismus legen. Sie alle bringen unterschiedliche Sichtweisen auf den Begriff der Logik wie auch auf die Logik der Begriffe hervor.

Hierzu veranstalten wir die Tagung

"Begriffe der Logik – Logik der Begriffe"
vom 7.-9.10.2021
im Hörsaal 015, Haus 5,
Marschnerstr. 29e, 04107 Leipzig.

Redner*innen: Lucas Amaral (São Paulo), Claudia Anger (Hagen), Philipp Leon Bauer (Wien), Zara Berrueta (Paris), Raphael Borchers (Leipzig), Maria Beatrice Buonaguidi (London), Christian Damböck (Wien), Michal Dobrzański (Warschau), Eva-Maria Engelen (Konstanz), Elena Ficara (Paderborn), Eli Franco (Leipzig), Julia Franke-Reddig (Leipzig), Natascha Gruver (Wien), Jonas Held (Leipzig), Jens Lemanski (Hagen), Martin Lemke (Rostock), Marko Malink (New York), Jan Masurczak (Leipzig), Ingolf Max (Leipzig), Alfred Olszok (Leipzig), Volker Peckhaus (Paderborn), Valentin Pluder (Siegen), Jan Podacker (Duisburg/Essen), Nikolaos Psarros (Leipzig), Monja Reinhart (Paderborn), Christopher Roser (Berlin), Shafie Shokrani (Siegen), Lucas Skiba (Hamburg), Friedrich Stadler (Wien), Niko Strobach (Münster)

Die Veranstaltung wird gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung (Programm "Zuschüsse zu kleinen wiss. Tagungen", Antrag von Frau Franke-Reddig & Herrn Borchers) und der FernUniversität Hagen (PD Dr. Jens Lemanski).

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Eine vorherige Anmeldung zur Teilnahme als Gasthörer*in wird erbeten. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.
 

Leitung des Forschungsprojekts

Prof. Dr. Ingolf Max

Prof. Dr. Ingolf Max

Außerplanmäßiger Professor

Institut für Philosophie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Nach Vereinbarung per E-Mail

Mitarbeitende

M.A. Raphael Borchers

M.A. Raphael Borchers

Doktorand

Institut für Philosophie
Wissenschaftstheorie und Logik

M.A. Julia Franke-Reddig

M.A. Julia Franke-Reddig

Doktorandin

Institut für Philosophie
Wissenschaftstheorie und Logik

M.A. Alfred Olszok

M.A. Alfred Olszok

Doktorand

Institut für Philosophie
Wissenschaftstheorie und Logik

Projektbeschreibung

Der Mensch ist ein Tier. Eine ehrwürdige Tradition geht jedoch davon aus, dass er nicht nur ein Tier ist; dass der Mensch sich also grundlegend von den anderen Tieren unterscheidet. Doch was macht diesen Unterschied aus? Liegt der Unterschied in einem bestimmten Merkmal? Dieses Merkmal kann nur in einer Fähigkeit bestehen, also in etwas, das Menschen können und die anderen Tiere nicht. Verschiedene Kandidaten sind vorgeschlagen worden: die Fähigkeit zur Sprache, zur Kooperation, zum Werkzeuggebrauch usw. Der Kandidat, der in der Tradition die meisten Anhänger gefunden hat, ist: die Vernunft.

Diese Herangehensweise hat jedoch ein grundlegendes Problem. Egal, welcher Kandidat vorgeschlagen wird, es finden sich immer wieder Tierarten, die Verhaltensweisen an den Tag legen, die den Besitz von etwas nahelegen, das der betreffenden Fähigkeit sehr nahekommt. Was folgt daraus? Sollten wir die Idee eines tiefen Unterschiedes zwischen dem Menschen und den anderen Tieren aufgeben? Assimilationalisten ziehen diese Konsequenz. Sie glauben, dass sich der Mensch bestenfalls im Grad der Ausprägung bestimmter Fähigkeiten von den anderen Tieren unterscheidet, aber nicht grundlegend. Darauf besteht nun gerade (eine bestimmte Gruppe) derjenigen, die an der Idee eines tiefen Unterschieds festhalten. Diese Differentialisten verorten den grundlegenden Unterschied von Mensch und anderen Tieren in der bestimmten Weise, wie Menschen ihr Leben führen, nämlich geleitet von Gründen, aus Vernunft. Für diese Theoretiker stellt sich jedoch die Frage, wie genau diese besondere Fähigkeit der Vernunft zu den tierischen Fähigkeiten hinzutritt. Es ist wiederholt argumentiert worden, dass das mysteriös bleibt. Ein Ausweg bestünde darin, die Vernunft nicht als eine weitere Fähigkeit zu betrachten, die zu tierischen Fähigkeiten hinzutritt, sondern als die besondere Form, die tierische Fähigkeiten im Menschen annehmen. Die Differenz des Menschen gegenüber den anderen Tieren liegt dann in der Weise, wie die Fähigkeiten des Menschen eine Einheit bilden. Das unterscheidet sich beim Menschen grundlegend von der Art und Weise, wie tierische Fähigkeiten eine Einheit bilden.

Die Arbeitshypothese des Projekts lautet daher, dass Vernunft keine weitere Fähigkeit ist, die beim Menschen dessen tierische Fähigkeiten ergänzt und die den anderen Tieren fehlt; sie ist vielmehr die Form, die menschliche Fähigkeiten im Gegensatz zu denen der anderen Tiere haben.

 

Leitung des Forschungsprojekts

Prof. Dr. Andrea Kern

Prof. Dr. Andrea Kern

Universitätsprofessorin

Philosophie mit Schwerpunkt Geschichte der Philosophie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Dienstag 13.00 – 14.00 Uhr nach Vereinbarung per E-Mail

Mitarbeitende

 Isabel Sickenberger

Isabel Sickenberger

Doktorandin

Institut für Philosophie
Professur Geschichte der Philosophie

 Anna Lena Weyand

Anna Lena Weyand

Wiss. Mitarbeiterin (DFPL)

Philosophie mit Schwerpunkt Geschichte der Philosophie
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum H1 1.01
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-35807


Das Forschungsprojekt wurde von 2012 bis 2014 von Prof. Andrea Kern und Prof. Henrike Moll (University of Southern California, USA) geleitet und vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) gefördert.

Mitarbeitende in dem Projekt: Dr. Detlef von Daniels, Dr. Anna Flocke, Dr. Rebekka Gersbach, Dr. Jonas Held und Christian Kietzmann.

Projektbeschreibung

Das übergeordnete wissenschaftliche Projektziel der beiden Forschergruppen an den philosophischen Instituten der Pontifícia Universidade Católica de São Paulo [„Grupo de Pesquisas das Origens da Filosofia Contemporânea“ um Prof. Dr. Mario Ariel Gonzáles Porta (https://www.pucsp.br/origens-da-filosofia-contemporanea)] und der Universität Leipzig [Leitung Prof. Dr. Max] besteht in der vielschichtigen, historisch-systematischen Untersuchung der Ursprünge der zeitgenössischen Philosophie im aktuellen Spannungsfeld zwischen analytischer und kontinentaler – insbesondere phänomenologisch-hermeneutischer – Philosophie. Wir thematisieren sowohl die Bezugnahme auf gemeinsame Wurzeln in der wissenschaftlichen Umbruchphase des 17. Jh. als auch die präzise Verortung der mit Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden, zunächst bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts reichenden und darüber hinaus bis in die heutige Zeit ausstrahlenden Kontroverse um philosophische Paradigmen im Kontext wissenschaftlicher und sozialer Veränderungen.

Das Forschungsprojekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) über das Programm des projektbezogenen Personenaustausches mit Brasilien von 2020 bis 2021 gefördert.

Leitung des Forschungsprojekts

Prof. Dr. Ingolf Max

Prof. Dr. Ingolf Max

Außerplanmäßiger Professor

Institut für Philosophie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Nach Vereinbarung per E-Mail

Mitarbeitende

M.A. Raphael Borchers

M.A. Raphael Borchers

Doktorand

Institut für Philosophie
Wissenschaftstheorie und Logik

M.A. Julia Franke-Reddig

M.A. Julia Franke-Reddig

Doktorandin

Institut für Philosophie
Wissenschaftstheorie und Logik

Der Internationale Arbeitskreis zu Hegels Naturphilosophie besteht seit dreißig Jahren. Er arbeitet unter der Leitung von Prof. Wolfgang Neuser (Kaiserslautern) und Prof. Dieter Wandschneider (Aachen). Der Arbeitskreis trifft sich jährlich mit dem Ziel, die Forschungen seiner Mitglieder zu Hegels Naturphilosophie bzw. zur Naturphilosophie überhaupt zu präsentieren und so ins philosophische Bewusstsein zu bringen. Die Proceedings erscheinen weiterhin im Verlag  Königshausen & Neumann.

Lithographie von Franz Kugler: Hegel und seine Studenten
Friedrich Hegel mit Studenten - Franz Kugler

2011 war das Institut für Philosophie der Universität Leipzig Gastgeber des Arbeitskreises. Die jährlich stattfindenden Tagungen des Arbeitskreises werden von den Mitgliedern des Institut für Philosophie Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer, Prof. Nikolaos Psarros und Dr. Peter Heuer mitorganisiert und unterstützt. Die Beiträge der Tagungen werden veröffentlicht. Auch die Leipziger Tagung 2013 ist als Buch erschienen:  Peter Heuer, Wolfgang Neuser, Pirmin Stekeler-Weithofer: Der Naturbegriff in der Klassischen Deutschen Philosophie, Würzburg: Königshausen & Neumann 2013.

Der Arbeitskreis Historische Friedensforschung will dazu beitragen, das Problem des Friedens in all seinen historischen Dimensionen zu erforschen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die historische Analyse derBemühungen zur Verhinderung von Kriegen, zur Einschränkung innergesellschaftlicher Gewalt, zur friedlichen Austragung von Konflikten und zur Entwicklung eines dauerhaften Friedens. Dem liegt keine verbindliche Definition des Friedensbegriffs zugrunde. Der Arbeitskreis vereint daher vielfältige Positionen, Ansätze und Interessen.

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Prof. Dr. Thomas Kater

Prof. Dr. Thomas Kater

Außerplanmäßiger Professor

Institut für Philosophie
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1104
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Dienstag 11.30 – 12.30 Uhr im Semester (derzeit nur telefonisch)

Die Sozialontologie ist ein neues und rasch expandierendes Gebiet der modernen Philosophie. Sie untersucht die Frage, ob soziale Erscheinungen und Phänomene einen eigenständigen ontologischen Status aufweisen, wie dieser zustande kommt und ob man diese Phänomene und Erscheinungen in eine logisch-begriffliche Ordnung bringen kann.
Die AG Sozialontologie tagt während des Semesters einmal monatlich im Rahmen des Oberseminars von Prof. Dr. Nikos Psarros. Zu den Sitzungen werden in regelmäßigen Abständen externe Referenten eigeladen.

Prof. Dr. Nikolaos Psarros

Prof. Dr. Nikolaos Psarros

Außerplanmäßiger Professor

Theoretische Philosophie
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1112
04107 Leipzig

Sprechzeiten
Nach Vereinbarung per E-Mail

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