Am Arbeitsbereich forschen wir zu Eliten, Repräsentation und politischen Einstellungen. Die Forschung findet u.a. in mehreren Forschungsprojekten statt.

Forschungsschwerpunkte

In der Forschung bestehen Schwerpunkte des Arbeitsbereichs Empirische Methoden und Politische Soziologie in der Analyse gesellschaftlicher Eliten, politischer Repräsentation und politischer Einstellungsforschung. Wir interessieren uns für Fragen wie:

  • Wer sind die Eliten einer Gesellschaft und wie kann man sie untersuchen? Wie gelangen sie in Ihre Positionen? Spiegeln sie die Gesellschaft wider? Wem steht der Zugang zu den Eliten offen, für wen ist er beschränkt?
  • Was ist politische Repräsentation und wie können wir sie empirisch untersuchen? Welche Rolle spielen Eliten und Bevölkerung im Prozess politischer Repräsentation? Wie wirkt sich ungleich verteiltes Eigentum auf politische Repräsentation aus?
  • Was sind populistische, extremistische, euroskeptische oder antidemokratische Einstellungen und wie können wir sie messen? Wie weit, unter welchen Gruppen und in welchen Regionen sind sie verbreitet? Wie entstehen diese Einstellungen und insbesondere, welche Rolle spielt das Verhältnis von Eliten und Bevölkerung dabei?

Die Forschungsfragen am Arbeitsbereich erfordern umfangreiche Datenerhebungen und entsprechend wirkt der Arbeitsbereich in mehreren empirischen Forschungsprojekten mit.

Forschungsprojekte

Forschungsprojekt „Soziale Integration ohne Eliten? Ausmaß, Ursachen und Folgen personeller Unterrepräsentation ausgewählter Bevölkerungsgruppen in den bundesdeutschen Eliten“

Laufzeit (2018–2021)

Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung und zwanzig Jahre nach der Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts diskutieren Öffentlichkeit und Wissenschaft heute darüber, wie stark Ostdeutsche und Menschen mit Migrationshintergrund in Elite- und Führungspositionen vertreten sind. Ausgangspunkt dieser Diskussion ist der Eindruck, dass beide Gruppen in Deutschland deutlich seltener in Führungspositionen vertreten sind, als es ihrem jeweiligen Anteil an der Bevölkerung entspräche. Das Projekt untersucht, ob dieser Eindruck einer personellen Unterrepräsentation zutrifft, welche Ursachen diese Unterrepräsentation hat und wie sich das auf die Unterstützung des politischen Systems und die Bewertung der gesellschaftlichen Integration durch die Bevölkerung auswirkt. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und findet in Kooperation mit dem DeZIM-Institut und der Hochschule Zittau/Görlitz statt.

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Teilprojekt B04 des SFB Transregio 294 „Strukturwandel des Eigentums“

Laufzeit (2021-24)

Das Projekt analysiert mit einem mixed-methods-Design den Einfluss ökonomischen Eigentums auf die politische (Un-)Gleichheit und damit auf die Demokratie, indem es einerseits die Bedeutung ökonomischen Eigentums im Vergleich mit politischen und anderen Ressourcen im Verlauf politischer Karrieren und somit die Offenheit beim Zugang zu Elitepositionen untersucht. Andererseits fragt das Projekt nach den Wirkungen von Eigentum im Zusammenspiel mit anderen Faktoren und Mechanismen, die im Verhältnis von Eliten und Bevölkerung ungleiche Repräsentation und Responsivität bedingen.

Jean-Monnet-Spitzenforschungszentrum „Die Europäische Union und ihre ländliche Peripherie in Ostmitteleuropa an der Universität Leipzig“ (JMCoE)

Der Arbeitsbereich ist beteiligt am Jean-Monnet-Spitzenforschungszentrum "Die Europäische Union und ihre ländliche Peripherie in Ostmitteleuropa an der Universität Leipzig". Das Zentrum will dazu beitragen, Lücken der EU-Forschung zu füllen, indem es die Einstellungen, Praktiken und Potenziale der EU-Bürgerschaft in der Peripherie interdisziplinär analysiert und dabei neue Methoden, Instrumente und Ansätze nutzt. Der Arbeitsbereich koordiniert das Forschungsdatenmanagment des JMCoE

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Thüringen-Monitor

Der Thüringen-Monitor ist eine Studie im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei zu den politischen Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Thüringen. Ein besonderer Fokus liegt dabei jedes Jahr auf der Erforschung rechtsextremer Einstellungen, der Demokratieakzeptanz, der Demokratiezufriedenheit und dem Institutionenvertrauen der Thüringer Bevölkerung.

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