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Beim Jahresempfang wurden drei Preise der Universitätsgesellschaft verliehen, dotiert mit insgesamt 12.500 Euro. Das übernahmen Vorstandmitglied Mandy Baum (Leitung Stiftungen der VNG) und der Geschäftsführende Vorstand Dr. Robert Benjamin Biskop. Der Preis für besonderes Engagement im Studium ging an Constantin Meyer zu Allendorf. Der Jura-Student (9. Fachsemester) habe „durch beharrliches Wirken auf verschiedenen Ebenen zur grundlegenden Modernisierung von Strukturen der studentischen Vertretung“ beigetragen, sagte Biskop in der Laudatio. „Sein Engagement zeichnete sich dadurch aus, dass er stets über die unmittelbaren Interessen der Studierendenschaft hinaus die Fakultät als Ganzes im Blick behielt. Als Initiator des ‚Bundes Mitteldeutscher Fachschaftsräte‘ schuf er eine Allianz mit den Universitäten Jena und Halle, um Reformen wie den Bachelor of Law mit überregionalem Nachdruck voranzutreiben.“ Des Weiteren sei es Meyer zu Allendorf gelungen, die oft beklagte „Jurablase“ zugunsten eines breiteren gesellschaftlichen Diskurses zu öffnen. 

Die Universitätsgesellschaft Leipzig vergab den Preis für besondere Leistungen in der Lehre diesmal an das Team der fakultätsübergreifenden Exkursion zur Schimpansen-Auffangstation Chimfunshi in Sambia unter Leitung der Biologin Prof. Dr. Katja Liebal. Zum Team zählten Junior-Professorin Dr. Beryl Eusemann (Tierschutz und Ethologie), Dr. Kathrin Kopp und Prof. Dr. Wolfgang Blenau (Humanbiologie und Primatenkognition), Prof. Dr. Simone Reinhold (Grundschuldidaktik Mathematik) und Prof. Dr. Daniel Haun (Leiter der Abteilung für vergleichende Kulturpsychologie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie). „Das humboldtsche Bildungsideal fordert die Einheit von Forschung und Lehre. Doch exzellente Lehre muss oft noch einen Schritt weitergehen: Sie muss Disziplinen vernetzen, den geschützten Raum des Hörsaals verlassen und sich komplexen, realen Herausforderungen stellen“, sagte Robert Biskop. „Wir ehren heute ein Team von sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die genau diesen Anspruch in beispielhafter Weise eingelöst haben.“

Last but not least wurde der Preis für besondere Leistungen in Forschung und Transfer vergeben, und zwar für das Projekt „Audiovisuelle Medieninhalte auf Basis von künstlicher Intelligenz: Analyse der Herausforderungen und Potentiale von Deepfakes im Verbund von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft“. In der Laudatio hieß es: „In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion zunehmend verwischt, reicht es nicht mehr aus, Phänomene nur zu beobachten. Wissenschaft sollte auch Orientierung bieten. Das Team, das wir heute auszeichnen, hat sich genau dieser Aufgabe verschrieben.  Dr. Alexander Godulla ist Professor für Empirische Kommunikations- und Medienforschung, Dr. Christian Pieter Hoffmann ist Professor für Kommunikationsmanagement, und Daniel Bendahan Bitton ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Herrn Godulla. Mit ihrem Projekt zur Analyse von Deepfakes leisten sie weit mehr als exzellente Grundlagenforschung. Sie betreiben Wissenschaftskommunikation als aktive Unterstützung für Medienmündigkeit, Partizipation und Demokratie.“