Am 12.11.2025 kam es in einer Vorlesung des Faches Soziologie zu einer Eskalation zwischen einer studierenden Person, die im Hörsaal zu einer politischen Demonstration aufrufen wollte, und einer Lehrperson, die dies nicht erlaubte. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten seitens der Lehrperson.
Die Universität ist ein Ort der Bildung, und die Basis dafür ist die Bereitschaft aller zum friedfertigen Austausch auch in umstrittenen Angelegenheiten. Das Institut für Soziologie verurteilt die Eskalation und jede Form gewaltsamer Handlungen an der Universität, egal, von wem die Gewalt ausgeht. Studierende und Lehrende müssen darauf vertrauen können, dass sie auch im Streit körperlich und psychisch unversehrt bleiben und unbeeinträchtigt lernen und lehren können. Um dieses Vertrauen wieder herzustellen, stehen wir in stetigem Austausch mit den Gremien der Universität sowie dem Fachschaftsrat Soziologie. Als erste Reaktion haben wir folgende kurzfristige Maßnahmen angestoßen bzw. tragen diese mit:
- Die laufenden Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Berger werden bis auf Weiteres von anderen Lehrpersonen vertreten. Wir wollen dadurch den Studierenden ermöglichen, die betreffenden Module in diesem Semester regulär abschließen zu können. Wir danken den Kollegen Dr. Leitgöb und Dr. Poppe für ihre Bereitschaft zur Übernahme der Lehrveranstaltungen.
- Freitag, den 21.11.2025, 13.00, findet im NSG, Raum 302, eine fakultätsweite Veranstaltung zum offenen, vertrauensvollen Austausch über Erfahrungen, bestehende Sorgen sowie mögliche Unsicherheiten infolge der Ereignisse statt. Zur Veranstaltung lädt die Fakultätsleitung alle Fakultätsmitglieder ein. Hier ist der Link zur Stellungnahme der Fakultät zu dem Vorfall und zur Einladung am Freitag: https://www.sozphil.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/stellungnahme-der-fakultaet-zum-vorfall-am-12-november-2025-2025-11-17 .
- Unter den Lehrenden des Instituts für Soziologie wurde eine „Handreichung für Veranstaltungssicherheit“ der Universitätsverwaltung mit Hinweisen zum Umgang mit Konflikten und Hausrechtsverletzungen verteilt.
Diese Maßnahmen werden durch weitere ergänzt.
Prof. Dr. Holger Lengfeld
(stellvertretender Geschäftsführer, für das Institut für Soziologie)
Stellungnahme von Professor Dr. Roger Berger: (Bitte dem Link folgen).
Die Fachschaftsräte der Fakultät beziehen Stellung zum Vorfall (bitte dem Link folgen).