Erhalten Sie Informationen zur Lehrendenmobilität in Studiengängen unserer Fakultät und im Rahmen von Netzwerken mit anderen Hochschulen.

Die Lehrendenmobilität in den internationalen Studiengängen der Fakultät

Die Lehrendenmobilität an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie trägt in erster Linie zur Weiterentwicklung der Lehre und Forschung in den einzelnen Fächern bei, soll aber zugleich, vor allem in den internationalen Studiengängen der Fakultät, auch als Instrument für die curriculare Weiterentwicklung der jeweiligen Studiengänge dienen. Eine besondere Rolle spielt die Lehrendenmobilität auch im Rahmen der internationalen Hochschulnetzwerke, an denen sich mehrere Fächer der Fakultät beteiligen.

Die Lehrendenmobilität in den internationalen Masterstudiengängen des Global and European Studies Institute

Der Schwerpunkt der Lehrendenmobilität am Global and European Studies Institute (GESI) liegt auf der Weiterentwicklung der Lehre im Rahmen der internationalen Masterstudiengänge MA Global Studies, MA Global Studies - Peace and Security in Africa, sowie perspektivisch auch verstärkt MA European Studies. Dabei wird insbesondere auf Co-Teaching gesetzt, um die meist kürzeren Lehrmobilitäten in bestehende Module zu integrieren und den kollegialen Austausch zu befördern (z.B. durch gemeinsame Workshops für Summer und Winter Schools). Enge Verbindungen bestehen zu Universitäten des globalen Südens (z.B. Addis Abeba, Yaoundé, Stellenbosch), von denen regelmäßig Wissenschaftler in Leipzig zu Gast sind und die Lehre im Bereich der Globalisierungsforschung mit außer-europäischen Perspektiven und Forschungszugängen bereichern.

Die Hauptziele der Lehrendenmobilität sind die Universität Wien (Österreich), Ghent University (Belgien), Roskilde University (Dänemark), University of Wroclaw (Polen), Addis Abeba University (Äthiopien), Yaoundé University (Kamerun) und Stellenbosch University (Südafrika). Zusätzliche Mobilitäten finden zudem im Austausch mit der Dalhousie University (Kanada), University of Santa Barbara (USA), Jawaharlal Nehru University (Indien) und Fudan University (China) statt.

Die Lehrendenmobilität wird über mehrere Programme, wie z.B. Erasmus Mundus (Joint Master Degree), Erasmus+ KA 103, Erasmus + KA 107 gefördert.

Zukünftig soll auch verstärkt das Netzwerk der Europäischen Hochschulallianz ARQUS mit den Universitäten Granada (Spanien), Graz (Österreich), Leipzig (Deutschland), Padua (Italien) und Vilnius (Litauen) sowie der Université de Lyon (Frankreich) zur Weiterentwicklung des MA European Studies genutzt werden. Im Rahmen dieses Netzwerks sind Lehrendenmobilitäten zur forschungsorientierten Weiterentwicklung des Studienganges sowie Kurzzeitmobilitäten von Lehrenden mit 3-6 Studierenden vorgesehen, die sich für einzelne Projekte oder die Anbahnung einer fachbezogenen Partnerschaft innerhalb von ARQUS bewegen.

Die Lehrendenmobilität im internationalen Double-Degree-Programm M.A. Global Mass Communication/M.Sc. Journalism mit der Ohio University (Athens, USA)

Das Doppelabschlussprogramm Global Mass Communication/Journalism baut auf der langen gemeinsamen Geschichte der Universität Leipzig und der Ohio University (Athens, USA) auf. Seit 1992 besteht eine besondere Partnerschaft zwischen beiden Standorten. Auch die Partnerschaft selbst ist besonders: Sie stellt das erste internationale Doppelabschlussprogramm im Bereich der Kommunikations- und Medienwissenschaft dar. Jeweils zum Wintersemester werden fünf Studierende in Leipzig immatrikuliert sowie fünf Studierende aus Athens für das Programm ausgewählt. Sie haben die außerordentliche Möglichkeit, einen Doppelabschluss in Global Mass Communication (M.A.) und Journalismus (M.Sc.) zu erwerben, indem sie jeweils das dritte Semester ihres Masterstudiums an der Partneruniversität absolvieren. Neben Modulen zu Theorien und Methoden der KMW absolvieren die Studierenden auch zahlreiche Forschungsprojekte an beiden Universitäten sowie ein Research Assistantship an der Ohio University. Das Programm wird aufgrund seiner Internationalität vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert, was die Mobilität sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrenden und somit auch eine kontinuierliche gemeinsame curricularen Weiterentwicklung des Studienganges ermöglicht.

Sieben Menschen in einem Hörsaal. Zwei unterhalten sich. Die anderen blicken nach vorne.
Foto: Colourbox

Lehrendenmobilität im Rahmen internationaler Hochschulnetzwerke

ARQUS

Am 27. November 2018 unterzeichneten die Rektorinnen und Rektoren der Universitäten Granada (Spanien), Graz (Österreich), Leipzig (Deutschland), Padua (Italien) und Vilnius (Litauen) sowie der Präsident der Université de Lyon (Frankreich) in Brüssel eine Vereinbarung zur Gründung der europäischen Hochschulallianz ARQUS. Sie wollen eine tiefgreifendere Vernetzung in den Bereichen Forschung und Lehre, öffentliche und transnationale Wirksamkeit sowie gesellschaftliche Verantwortung voranbringen. Die sechs Gründungsmitglieder haben sich darauf verständigt, gemeinsam auf einen durch und durch europäischen Ansatz für die Hochschulbildung hinzuarbeiten, der unter anderem die schrankenlose Mobilität von Studierenden und Lehrenden, wissenschaftlichen Fachkräften und anderen Mitarbeitern umfasst und gemeinsame Projekte auf allen Ebenen der Hochschultätigkeit sowie Initiativen für ein gemeinschaftliches globales Engagement beinhaltet. Das von der Universität Granada koordinierte ARQUS-Konsortium wird an der Ausschreibung zur Pilotfinanzierung von "Europäischen Universitäten" teilnehmen, die die Europäische Kommission im Oktober im Rahmen des Erasmus+ Programms veröffentlicht hat. Der Name der Allianz leitet sich vom polysemischen lateinischen Begriff arcus/arquus für Bogen ab und veranschaulicht die starken Fundamente, die das Konsortium legen möchte, um Brücken in eine gemeinsame Zukunft zu bauen. Darüber hinaus ähnelt die Verteilung der sechs Partner auf der Europäischen Landkarte einem Doppelbogen, der vom äußersten Südwesten bis zum äußersten Nordosten des Kontinents reicht. Auch die Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie engagiert sich in vielfältiger Weise, etwa durch die Leitung der Action Line Student-centred Frameworks for Quality Learning (Prof. Dr. Alexander Godulla) oder durch die Mitwirkung der Direktorin des Zentrums für Medien und Kommunikation, Prof. Dr. Sonja Ganguin.

ARQUS Universität Leipzig

 

Der internationale Forschungskolleg Analytic German Idealism

Dem Leipziger Institut für Philosophie angegliedert ist das Forschungskolleg Analytic German Idealism (FAGI).
Das FAGI ist ein international ausgerichtetes Forschungszentrum der Universität Leipzig, das seit 2014 in Kooperation mit der University of Chicago geleitet wird und mit zahlreichen anderen Partnern besteht. Aufgabe des Kollegs ist es, Aktivitäten in Forschung und Lehre zum Deutschen Idealismus von Kant bis Hegel in analytischer Perspektive zu initiieren und strukturieren.

Über einen regen Austausch von GastwissenschaftlerInnen werden zahlreiche Angebote für die Studierenden und NachwuchswissenschaftlerInnen geschaffen. Es werden nicht nur regelmäßig Masterseminare in englischer Sprache, sondern auch Vorträge im Rahmen des Humboldt-Colloquiums abgehalten.

FAGI