Arbeitsbereich Politisches System Deutschlands/Politik in Europa

Team und Gäste

Inhaberin des Jean-Monnet-Lehrstuhls Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa
Prof. Dr. Astrid Lorenz

Sekretariat
Bärbel Nöldner
Sprechzeiten: Mo-Fr 09:00 – 11:00 Uhr, Raum H3 0.07
Fon: +49 (0)341 97 35620   Fax: +49 (0)341 97 35694
Mail: noeldner[at]uni-leipzig.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
N.N. (Koordinatorin M.A. EIECE)
Dr. Hendrik Träger (Lehrkraft für besondere Aufgaben)

Lehrbeauftragte
Dr. Martin Ahbe (jeweils im Wintersemester)
Dr. Zoltán Pogátsa, Universität von Westungarn (Wintersemester)

Gastwissenschaftler/innen
Prof. Dr. Rajendra K. Jain, Jean Monnet Chair in European Integration and International Relations am Centre for European Studies der Jawaharlal Nehru University New Delhi (April bis Juni 2018; Alexander von Humboldt Stiftung)
Prof. PhDDr. Vít Hloušek PhD, Masaryk-Universität Brno, Department head – International Institute of Political Science (Mai 2018)
Aneta Világi PhD, Comenius-Universität Bratislava (Juni 2018)
Dr. Justyna Bokajło, Universität Wrocław (Juni 2018, Erasmus+)
Prof. Dr. Ellen Bos, Prorektorin der Andrássy Universität Budapest, Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa in der EU (Januar 2018; Erasmus+)

Wissenschaftliche und Studentische Hilfskräfte
Paula Beger
Greta Schenke

Ehemalige Mitarbeiter/innen und Gäste des Arbeitsbereiches

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Jean-Monnet-Lehrstuhl

Die Europäische Union verleiht den Titel „Jean-Monnet-Lehrstuhl“ an Standorte mit ausgewiesener, qualitativ hochwertiger Lehre und Forschung zu Europa. Sie ist mit der Vergabe projektgebundener Fördermittel verbunden. Das Leipziger Jean-Monnet-Lehrstuhlteam um Prof. Dr. Astrid Lorenz befasst sich besonders mit dem Thema „Aktuelle Krisen und EU-Integration“.

Die Wirtschaftskrise in der Eurozone, die Flüchtlingskrise, der Brexit, aber auch Konflikte innerhalb der EU um den Umgang mit Rechtsstaatlichkeitsproblemen in Polen oder Ungarn geben Anlass, die Zukunft der Europäischen Union zu hinterfragen. Wird es einen Rückbau oder einen weiteren Ausbau des EU-Systems geben? Die Krisen stellen zugleich die Wissenschaft vor Herausforderungen: Die bisher in der Europaforschung herausgearbeiteten Integrationsmechanismen und -treiber müssen nationale Rahmenbedingungen der Integration viel stärker berücksichtigen.

Um einen Beitrag zu einem besseren Verständnis Europas zu leisten, untersucht das Jean-Monnet-Lehrstuhlteam den Zusammenhang zwischen Prozessen auf EU-Ebene und nationalen Entwicklungen mit dem regionalen Schwerpunkt Ostmitteleuropa: Was erklärt den Zeitpunkt und die spezifische Ausprägung von Haltungen gegenüber der Europäischen Union und Konflikten mit ihr? Darüber hinaus bieten wir kontinuierlich europabezogene Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Themen, Exkursionen, Gastvorträge, eine studentische Debattenreihe und weitere öffentliche Veranstaltungen an.

Weitere Informationen zur Tätigkeit des Jean Monnet Chair, zu EU-Themen und zur Europabildung

Aktuelle Veranstaltungen

Foto: UL/J. Woitas

Der Arbeitsbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa organisiert regelmäßig sowohl wissenschaftliche Tagungen als auch öffentliche Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Lehre oder aktuellen politischen Themen.

Berlin-Exkursion
Im Rahmen des Moduls Politik und Organisation fand vom 4.-8.6.2018 eine Exkursion nach Berlin statt. Thematisch einschlägige Praxiseinblicke lieferten Hintergrundgespräche im Bundestag, im Bundesrat, in der Sächsischen Landesvertretung, in Bundesministerien sowie mit Medienvertretern.

28. Juni 2018
Praxistag Politik und Richteramt – ein Spannungsverhältnis?
Prof. Dr. Dieter Kugele, ehemaliger Richter am Bundesverwaltungsgericht mit langjähriger Erfahrung in verschiedensten Positionen im bundesdeutschen Justizsystem, hielt am Praxistag ab 11 Uhr einen öffentlichen Vortrag zu den Beziehungen zwischen Politikern und Justiz am Beispiel der Verwaltungsgerichtsbarkeit, unter anderem mit Blick auf die Bedeutung der Politik für Karriereverläufe. Später vertiefte er das Thema bei einer Führung für Studierende durch das Bundesverwaltungsgericht.

21. Juni 2018, 19 Uhr, GWZ Raum 4.116
Economic miracle in times of economic crisis? The Social Market Economy in Poland
Während die europäischen Länder im Jahr 2009 mit der Wirtschaftskrise kämpften, verzeichnete Polens Wirtschaft eine gute Konjunktur. Bis heute weist das Land gute Wachstumszahlen auf und möchte nun sein wirtschaftliches System in eine soziale Marktwirtschaft umbauen. Dr. Justyna Bokajło der Universität Wrocław (Breslau) hinterfragte alte und neue Reformansätze.

7. Juni 2018, 19 Uhr, GWZ Raum 4.116
Slovak perceptions on the EU after the crises – rise of populism?
Die pro-europäischen Einstellungen der slowakischen Bevölkerung veränderten sich nach der Krise in Griechenland 2011. Die öffentliche Debatte im Euro-Land Slowakei führte zu vorgezogenen Parlamentswahlen und einer sinkenden Zustimmung zur EU. Auch die folgenden EU-Krisen hatten Einfluss auf die slowakische Innen- und Europapolitik. Ist ein steigender Populismus die Antwort? Darüber sprach Aneta Világi PhD von der Comenius-Universität Bratislava, der größten Universität der Slowakei.

24. Mai 2018, 19 Uhr, GWZ Raum 4.116
Refreshment or Risk? Entrepreneurial Parties and the Quality of Democracy in the Czech Republic
Während der letzten Parlamentswahlen in Tschechien im Herbst 2017 traten auch sogenannte Unternehmerparteien auf. Wie organisieren sich solche Parteien? Welche Auswirkungen hat die Entwicklung auf ein demokratisches System? Prof. Vít Hloušek von der Universität in Brno (Brünn) beschäftigte sich mit dem Phänomen, wie Unternehmer als Politiker und Politiker als Unternehmer handeln und sich Beziehungen zwischen Parteien und Wirtschaft verdichten.

Budapest-Exkursion in der Woche vom 14. bis 18. Mai 2018
Auch in diesem Jahr boten wir wieder eine Exkursion in die ungarische Hauptstadt an. Sie umfasste eine Studierendenkonferenz mit einem Partnerseminar an der Andrássy-Universität zum Thema “Europäische Integration in der Krise?” sowie ein Begleitprogramm mit Praxisterminen. Unter anderem besuchten wir das Parlament und das Verfassungsgericht und sprachen dort mit Abgeordneten bzw. Mitarbeitern.

10. Januar 2018, 17.15 Uhr, NSG, Raum 126
Die Rolle der Kommunen in der EU
Wie stark sind die Kommunen von Entscheidungen auf europäischer Ebene betroffen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben sie im europäischen Mehrebenensystem und können Sie ihren Einfluss durch das EUROCITIES-Netzwerk stärken? Hierüber referierte Dr. Heiderose Heßke, stellvertretende Referatsleiterin im Referat Internationales der Stadt Leipzig.

Frühere Veranstaltungen
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Forschung

Analytische Schwerpunkte
– Entstehung und Entwicklung politischer Institutionen (v.a. Verfassungen)
– Wechselbeziehung zwischen Institutionen und Akteuren (v.a. Parteien)
– strategisches Verhalten kollektiver Akteure innerhalb bestimmter institutioneller Konfigurationen (z.B. Föderalismus, Parlamentarismus)
– Wechselbeziehungen zwischen Nationalstaaten und Europäischer Union
– Transformation politischer Systeme

Empirische Schwerpunkte
– politisches System der Bundesrepublik Deutschland und Bundesländer
Prozesse der deutschen Einheit und der europäischen Einigung
Mitgliedstaaten der Europäischen Union und
speziell die ost- und ostmitteleuropäischen Staaten

Methodische Ansätze
– Einzelfallstudien
monochroner und diachroner Vergleich
Prozessanalysen, historische Rekonstruktion
qualitative Dokumentenanalysen
Einzel- und Gruppeninterviews
quantitative Analysen
teilnehmende Beobachtung

AKTUELLES AUS DER FORSCHUNG

Panelleitung und Paper zur Relevanz der liberalen Demokratie
Hana Formánková nimmt an der internationalen Konferenz LIBERATION – FREEDOM – DEMOCRACY? 1918–1968–2018 teil, die vom 24. bis 26. Oktober 2018 am Aleksanteri Institute in Helsinki stattfindet. Sie leitet dort das Panel “Liberal Discourse Revisited: Implications for Theory and the Case of ECE Countries” und präsentiert ein gemeinsam mit Prof. Dr. Astrid Lorenz verfasstes Paper, das hinterfragt, ob die theoretischen Annahmen zur Entwicklung der Demokratie im Lichte der politischen Prozesse in Ostmitteleuropa überdacht werden müssen.

ECPR-Panel Constitutional Politics and De-Democratization
Gemeinsam mit Prof. Dr. Petra Stykow (LMU München) leitet Prof. Dr. Astrid Lorenz auf der ECPR General Conference (22.-25.08.2018, Hamburg) ein Panel in der Sektion “The Illiberal Turn in the Post-communist Region”. Die Vorträge analysieren Verfassungsreformen sowie rhetorische und interpretative Praktiken des Verfassungswandels in Ostmitteleuropa. Es geht um den Umfang und die Gründe des Wandels sowie die Rolle verschiedener politischer Akteure dabei. Gibt es ein regionales Muster der Verfassungspolitik? Zeugen die aktuellen Entwicklungen davon, dass die Verfassungen nicht ausreichend in der politischen Kultur und dem nationalen Kontext verankert waren oder handelt es sich um eine eigenständige, neue Welle der Verfassungspolitik?
Weitere Informationen

Paper und Panelleitung auf Ostmitteleuropa-Tagung in Budapest
Ein paper unter dem Titel “The puzzling democratisation in Czechia” von Prof. Dr. Astrid Lorenz und Hana Formánková wurde für die Tagung “Understanding East Central European Politics” angenommen, die am 10. und 11. Mai 2018 an der Corvinus-Universität in Budapest stattfindet. Es vermittelt zentrale Befunde aus dem von beiden aktuell herausgegebenen Buch “Das politische System Tschechiens” und diskutiert den Bedarf theoretisch-konzeptioneller Änderungen in der Erklärung von Politik in Ostmitteleuropa. Hana Formánková leitet außerdem das Panel “Theory of Democracy and Sovereignty”.

Führender Europaforscher aus Indien am Institut
Die Alexander von Humboldt Stiftung finanziert einen erneuten Forschungsaufenthalt von Prof. Rajendra K. Jain in Leipzig. Der Professor am Center for European Studies der Jawaharlal-Nehru-Universität in Neu Delhi ist der führende Wissenschaftler in Indien zu Fragen der Europäischen Union und Autor zahlreicher einschlägiger Publikationen. In Leipzig forscht er von April bis Juni 2018 zu „India and Germany in a Multipolar World“. Dabei geht es um die Geschichte der jüngeren deutsch-indischen Beziehungen im Zusammenhang mit der Einbindung Deutschlands in die EU.

Band “Brauchen wir Europa?” erschienen
Prof. Dr. Astrid Lorenz und Dorothee Riese sind die Herausgeberinnen dieses Bandes, der sich mit der Einbindung Sachsens in die Europäische Union beschäftigt. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird beleuchtet, wie sich diese Einbindung äußert, welche Einflussmöglichkeiten für die sächsische Politik, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bestehen und ob wir Europa brauchen. Die analytischen Beiträge werden durch Interviews mit Praktikern ergänzt. Das im Verlag edition leipzig erschienene Buch wird als Lizenzausgabe von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung übernommen.
Inhaltsverzeichnis

Europäischer Wildenmann Prize 2017 für Dorothee Riese
Auf einer internationalen Tagung des European Consortium of Political Research (ECPR) in Nikosia wurde Dorothee Riese am 11. April 2018 der renommierte Wildenmann Prize verliehen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Analyse “Negotiating Secrecy: How Parliament and Executive Debate the Possibilities and Limits of Executive Secrecy”. 2017 hatte sie diese auf den ECPR Joint Sessions of Workshops in Nottingham präsentiert. Die Jury lobte besonders die analytische Originalität der Studie sowie die effektive Verbindung aus theoretischer Tiefe und sorgfältiger empirischer Arbeit. Das Papier befasst sich mit der schwierigen Beziehung von Demokratie und Geheimhaltung.
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Feldforschungsreise
Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens zur Asyl- und Flüchtlingspolitik in Ostmitteleuropa im EU-Kontext fährt Paula Beger (Akademische Mitarbeiterin) von Oktober 2017 bis Ende Januar 2018 für Interviews und Recherchen u.a. nach Budapest, Warschau, Bratislava und Prag. Dabei ist sie Gastwissenschaftlerin der Akademien der Wissenschaften von Ungarn, Polen, der Slowakei und Tschechien. Ermöglicht wurde die Feldforschung durch ein Reisestipendium des gemeinsamen Programms Sylff der Tokyo Foundation und der Nippon Foundation, die auch das gesamte Dissertationsprojekt unterstützt.

Weitere Ostmitteleuropakompetenz im Team
Hana Formánková, neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team, forscht zu den deutsch-tschechischen Nachbarschaftsbeziehungen, u.a. in den Euroregionen. Sie studierte an der Universität Brno und der Universität Magdeburg European Studies sowie Area Studies an der Universität in Ekaterinburg. Danach war sie sechs Jahre im tschechischen Außenministerium im Referat Mitteleuropa tätig und hospitierte in dieser Zeit auch im Auswärtigen Amt in Berlin im Arbeitsbereich Innenpolitische Dossiers der Europäischen Union.

Bände zu den den politischen Systemen Tschechiens und Ungarns
Astrid Lorenz und Hana Formánková bereiten derzeit einen Band zum politischen System Tschechiens vor, der 2018 im Verlag Springer VS erscheinen wird. Zu den Autoren gehören u.a. Petra Guasti, Vít Hloušek, Lukáš Novotný, Ivo Pospíšil, Tomáš Weiss, Antonín Slaný, Barbara Köpplová, Jan Jirák, Zdenka Mansfeldová, Frank Bönker und Paula Beger. Ein Buch zum politischen System Ungarns wird von Astrid Lorenz und Ellen Bos herausgegeben und erscheint 2019 im selben Verlag.

Forschernetzwerk PiECE gegründet
Das Netzwerk Politics in East Central Europe (PiECE) aus Politik- und Sozialwissenschaftlern der Universität Leipzig, der Jagiellonen-Universität Kraków, der Karls-Universität in Prag und der Andrássy Universität Budapest will gemeinsam die Forschung zu politischen Prozessen, Institutionen und Politikfeldern im östlichen Mitteleuropa stärken. Besonders geht es um die Ursachen und Effekte der nationalen Entwicklungen seit 1989 und wie sie mit Entwicklungen in anderen Staaten und der Europäischen Union verbunden sind oder nicht. Das Netzwerk ging aus dem regelmäßigen Austausch und Lehrkooperationen von Kollegen der beteiligten Universitäten hervor und entwickelt die Kooperation nun weiter.

Vortrag auf DVPW-Sektionstagung
Werner Reutter referiert zum Thema “Parlamentarische Opposition in einem konsensdemokratischen Politikfeld. Politische Minderheiten und Verfassungspolitik in den deutschen Bundesländern” auf der Tagung “Kritik, Kontrolle, Alternative: Was leistet die parlamentarische Opposition?” der Sektion “Regierungssystem und Regieren in der Bundesrepublik Deutschland” in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, die am 11. und 12.09.2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet.

ECPR Joint Sessions
Dorothee Riese wurde mit einem eigenen Beitrag zum Workshop „The Politics of Information. How Political Elites Select and Process Information” im Rahmen der ECPR Joint Sessions eingeladen. Die Tagung findet vom 25. bis 30.4. in Nottingham statt.

Beteiligung an Leibniz-WissenschaftsCampus
Prof. Dr. Astrid Lorenz ist am neuen Leibniz-WissenschaftsCampus „Eastern Europe – Global Area“ beteiligt. Dieser wurde unter Federführung des Leibniz Instituts für Länderkunde im Förderzeitraum 2016 bis 2020 eingerichtet und vernetzt Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in der Region Leipzig – Halle – Jena. Ziel des Campus ist es, neue Forschungsperspektiven zum östlichen Europa zu entwickeln, den gesellschaftlichen Diskurs über die Region durch Wissenstransfer zu begleiten und Nachwuchsforschende zu fördern. Astrid Lorenz ist am Forschungsgebiet 5 Eastern Europa in Times of Europeanisation and Diffusion beteiligt.

Sammelband „Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt“ erschienen
In einem von Hendrik Träger (Leipzig) und Sonja Priebus (Universität Magdeburg) herausgegebenen Sammelband analysiert ein interdisziplinär zusammengesetztes Autorenteam die Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt seit 1990. Außerdem kommen in dem Buch mit einem früheren Ministerpräsidenten und einem ehemaligen Innenstaatssekretär zwei politische Praktiker zu Wort. Was prägte Sachsen-Anhalt in den vergangenen 25 Jahren? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten weist das Land im Vergleich zu den anderen (ostdeutschen) Bundesländern auf?
Inhaltsverzeichnis
Produkt-Flyer

Kooperationsprojekt zum Thema Asyl bindet Studierende in die Forschung ein
Logo BMBFMit Mehrebenenkonstellationen im Bereich der Asylpolitik aus kommunaler Perspektive befasst sich ein dauerhaftes Lehrforschungsprojekt, das wir mit der Stadt Leipzig durchführen. Unter anderem dank einer Förderung aus BMBF-Mitteln 2015-16 wurden einschlägige Dokumente im Amt für Migration und Integration der Stadt Leipzig für wissenschaftliche Zwecke erschlossen. Diese stehen nun Studierenden und Mitarbeitern für die Forschung zur Verfügung. Das Projekt ist Teil des Vorhabens, die Kommunalpolitik und -verwaltung systematisch in die Lehre am Institut für Politikwissenschaft zu integrieren.
Forschung des Lehrbereiches zur Kommunalpolitik
Weitere Informationen und Good-Practice-Bericht

Lorenz Anter Reutter Brandenburg CoverBuch „Politik und Regieren in Brandenburg” erschienen
Astrid Lorenz, Andreas Anter (Universität Erfurt) und Werner Reutter (derzeit Universität Potsdam) befassten sich intensiv mit der Politik im Land Brandenburg seit 1990 – auch im Vergleich mit anderen Bundesländern. Das Ergebnis liegt nun in Buchform vor. Was sind die besonderen Merkmale der Politik in Brandenburg und wie spezifisch ist sie?
Einleitung
Verlagsflyer

DFG-Forschungsprojekt zur Verfassungspolitik
Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird seit 2013 unter Leitung von Prof. Dr. Astrid Lorenz das Forschungsprojekt „Muster und Determinanten der Landesverfassungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland” am Lehrbereich durchgeführt. Das Projektteam erforscht, wie und warum Landesverfassungen im deutschen Mehrebenensystem geändert werden und inwiefern dies durch Prozesse auf Bundesebene beeinflusst ist. Warum gab es beispielsweise in einigen Ländern Initiativen zur Installation einer Schuldenbremse, in anderen aber nicht? Sind Themen, Argumente und Verhandlungsstrukturen durch die Bundesebene oder andere Länder beeinflusst?
Zur Projektseite

Panel und Vortrag auf Drei-Länder-Tagung 2016 in Heidelberg
Im Rahmen der gemeinsamen Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) vom 29.09.-01.10.2016 an der Universität Heidelberg leiten Prof. Dr. Astrid Lorenz und Lisa Helene Anders (Universität Potsdam) ein Panel zum Thema „Strategische Akteure und regionale Integration”. Außerdem halten Prof. Dr. Astrid Lorenz und Dr. Hendrik Träger einen Vortrag über die Interessenpolitik von Kommunen im Mehrebenensystem am Beispiel des parteipolitischen Hochkonfliktfeldes Asylpolitik.

Beitrag aus dem Arbeitsbereich bei den MANCEPT Workshops
Dorothee Riese stellt bei den MANCEPT Workshops 2016 im Panel „Democratic Secrecy” einen Beitrag zum Thema „How Can Parliaments Oversee Executive Secrecy?” vor. Sie diskutiert darin Möglichkeiten und Grenzen der Legitimation exekutiver Geheimhaltung, sowohl theoretisch als auch am empirischen Beispiel von Geheimdienstgesetzgebung. Der DAAD unterstützt ihre Teilnahme mit einer Kongressreisenförderung.

Frühere Informationen zur Forschung am Arbeitsbereich

Lehre

Einen Überblick über die aktuellen Lehrveranstaltungen des Arbeitsbereiches Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa finden Sie hier.

LEHRPROFIL

Foto: UL/ Swen Reichhold

Inhaltliche Schwerpunkte

– politisches System Deutschlands
– Europa und Europäisierung politischer Systeme
– Systemvergleich
– Parlamente und Parteien
– Rechtspolitik
– Ostmitteleuropa

Der Arbeitsbereich ist federführend für den M.A.-Studiengang European Integration in East Central Europe verantwortlich. Dieser kann entweder als international-integriertes Double-Degree-Programm mit Abschlüssen der Uni Leipzig (M.A. EIECE) und der Andrássy Universität Budapest (M.A. Internationale Beziehungen) oder als Programm mit Abschluss nur der Universität Leipzig studiert werden.

Der Lehrbereich ist außerdem an allen Studiengängen des Instituts für Politikwissenschaft beteiligt. Er bietet v.a. Lehrveranstaltungen in den B.A.-Modulen “Politische Systeme”, “Politik und Organisation” sowie in den M.A.-Modulen an. Zudem leistet er Lehrexporte in andere Studiengänge, z.B. Geographie.

Praxisbezüge

Foto: UL/Chr. Hüller

Die Lehrveranstaltungen beinhalten je nach Thema Praxiselemente, kleinere Forschungsprojekte und internationales team teaching. Um eine Brücke zwischen theoretischer Vermittlung und Praxis zu schlagen und Einblicke in mögliche Berufsfelder zu eröffnen, werden regelmäßig Praktiker/innen eingeladen, Projektkooperationen aufgebaut und gepflegt und Studierende in Veranstaltungen eingebunden.

Beispiele waren Podiumsdikussionen mit Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalpolitikern zum Thema Wahlen oder die Verknüpfung eines M.A.-Seminars zur Interpretation politischer Ereignisse mit einer Tagung zu revolutionären Momenten in der DDR 1989/90, an der Zeitzeugen und Wissenschaftler 25 Jahre nach den Ereignissen die Vorgänge reflektierten.

Beispiele für stetige Kooperationen sind die Lehr-Praxis-Partnerschaften mit der Kommunalverwaltung der Stadt Leipzig zum Thema Migration und Integration (Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters und Referat für Migration und Integration) sowie mit den beiden Leipziger Europaabgeordneten Hermann Winkler und Constanze Krehl zum Parlamentarismus auf EU-Ebene. Im Zusammenspiel mit regelmäßig angebotenen Lehrveranstaltungen zu diesen Themen und maßgeschneiderten Praktika ermöglichen sie den Erwerb einer spezifischen, akademisch rückgebundenen praktischen Expertise zu verschiedenen relevanten Themen bereits während des Studiums. Die Lehr-Praxis-Partnerschaft zur Kommunalpolitik wurde von Oktober 2015 bis September 2016 im Rahmen der „LaborUniversität“ als Modellvorhaben gefördert.

In begrenztem Umfange können Praktikumsplätze im Sächsischen Kompetenzzentrum Landes- und Kommunalpolitik vermittelt werden, das von Prof. Dr. Astrid Lorenz geleitet wird. Es verfolgt das Ziel einer produktiven Verknüpfung von interdisziplinärer Forschung und Praxis.

Exkursionen und Internationales

Der Jean-Monnet-Lehrstuhl bietet eine international eingebettete Lehre an. So wurde, unterstützt durch DAAD-Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, im Januar 2015 eine Konferenz mit Studierenden und Lehrenden der Masaryk-Universität Brno zum Thema “Zehn Jahre nach der EU-Osterweiterung. Reflexion aus der Perspektive neuer und alter EU-Mitgliedstaaten am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik” durchgeführt. Hauptgegenstand waren Änderungen in den Rechts- und Justizsystemen.

Foto: UL/Ch. Hüller

Regelmäßig bietet der Arbeitsbereich ca. einwöchige Studienexkursionen nach Berlin (2. Semester B.A.), Brüssel (B.A. und 1. Semester M.A.), Prag (1. Semester M.A.) und Budapest (2. M.A.-Semester) an, die in Lehrveranstaltungen intensiv vor- und nachbereitet werden. Sie ermöglichen einen Einblick in die politische Praxis und die Vernetzung mit anderen interessierten Studierenden auch über Grenzen hinweg.

Die Exkursion nach Berlin beleuchtet in jedem Jahr unterschiedliche Themen. Es umfasste bisher u.a. Treffen im Bundeskanzleramt, mit der Bundestagsspitze, Fraktionsvertretern, dem Wehrbeauftragten im Bundestag, im Bundesministerium für Verteidigung, im Auswärtigen Amt, in Bundesministerien und im Bundesnachrichtendienst.
Bericht 2016
Bericht im Uni-Journal 5/2012

Fahnen EuropaparlamentDie Exkursion nach Brüssel verdeutlicht, wie Politik in der Europäischen Union funktioniert. Auf dem Programm stehen ein Tagesseminar zur Praxis der europäischen Politik, Besuche bei unterschiedlichen Fraktionen im Parlament, in der Kommission, bei Repräsentanten ostmitteleuropäischer Staaten, NGOs und Lobbyisten, im Ausschuss der Regionen und der Sächsischen Landesvertretung.

Die Exkursion nach Budapest umfasst eine Studierendenkonferenz zum Thema Europäisierung an der Andrássy-Universität sowie ein Begleitprogramm, das Einblicke in die Funktion politischer Institutionen und verschiedene Berufsfelder gibt. Studentische Stadtführung oder Grillabend ermöglichen auch den Aufbau persönlicher Kontakte zu den Budapester Studierenden.

Während der Exkursion nach Prag treffen wir Wissenschaftler, Politiker und Mitarbeiter von Ministerien. Mit ihrem Fachwissen und ihren Erfahrungen helfen sie uns dabei, das politische System Tschechiens, den Systemwandel, die Parteienentwicklung und das Verhältnis zur EU besser zu verstehen. Wie die anderen Exkursionen ist auch diese Reise in ein Seminar eingebettet, das Grundlagenwissen vermittelt und die Erkenntnisse kontextualisiert.

Jour fixe Abschlussarbeiten
Das regelmäßige Kolloquium richtet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit am Lehrbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa schreiben sowie an weitere Personen, die eine Examensarbeit zu europabezogenen Themen anfertigen. Es gibt die Möglichkeit, eigene Vorhaben, einzelne Kapitel, theoretische oder methodische Ansätze vorzustellen und zu diskutieren. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeit: jeweils erster Mittwoch im Monat 11.15 – 12.45 Uhr
Raum: 3.0.06

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Abschlussprüfungen

Erste Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen im Fach Gemeinschaftskunde/Recht(/Wirtschaft)
Die mündliche Prüfung deckt Kernbereiche des Fachs Politikwissenschaft ab. Für den Kernbereich Politisches System haben wir die wichtigsten Informationen zu Inhalten, Organisation, Ablauf, Thesenpapier u.ä. in einer Handreichung für Sie zusammengefasst. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung mit einer Liste ausgewählter Fachliteratur. Bei Fragen kommen Sie gern in die Sprechstunden.

Handreichung Staatsexamensprüfung Politisches System
Literatur zum Kernbereich Politisches System

Doktorandenausbildung

Wer eine Promotion an der Jean-Monnet-Professur Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa anstrebt, wird individuell oder im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung betreut. Eine externe Promotion ist möglich.

Forschungskolloquium
Das Forschungskolloquium richtet sich an die Doktorand/innen am Lehrbereich und weitere Personen, die zu europabezogenen Themen forschen bzw. Qualifizierungsarbeiten schreiben. Besprochen werden alle Fragen rund um die Promotion – von der Forschungsfrage über das Analysedesign bis zur Karriereplanung. Darüber hinaus laden wir regelmäßig externe Gäste ein. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeit: jeweils dritter Mittwoch im Monat 11.15 – 12.45 Uhr
Raum: 3.0.06

Doktorandinnen und Doktoranden

Beger, Paula
Asyl, Migration und Flüchtlingskrise in Ostmitteleuropa

Formánková, Hana
Möglichkeiten und Grenzen einer identitätsstiftenden transnationalen deutsch-tschechischen Nachbarschaftspolitik

Neumann, Alexandra
Kommunale Asylpolitik. Gestaltungspotenziale und Handlungsstrategien im städtischen Vergleich

Riese, Dorothee
Geheimhaltung und Offenlegung. Die Aushandlung von Geheimhaltungsregeln im Deutschen Bundestag
(Qualifizierung im ERC Starting Grant project “Democratic Secrecy: A Philosophical Analysis of the Role of Secrecy in Democratic Governance” von Dr. Dorota Mokrosinska, Universiteit Leiden; gemeinsame Betreuung)

Abgeschlossene Dissertationen

Anders, Lisa Helene (2017)
Europa als Strategie zur Ausweitung exekutiver Handlungsspielräume? Eine vergleichende Analyse der innerstaatlichen Handlungsrestriktionen und Verhandlungspositionen der Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens bei drei Regierungskonferenzen

 

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Letzte Änderung: 19. September 2018