Arbeitsbereich Politisches System Deutschlands/Politik in Europa

Team

Inhaberin des Jean-Monnet-Lehrstuhls Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa
Prof. Dr. Astrid Lorenz

Sekretariat
Bärbel Nöldner
Sprechzeiten: Mo-Fr 09:00 – 11:00 Uhr, Raum H3 0.07
Fon: +49 (0)341 97 35620   Fax: +49 (0)341 97 35694
Mail: noeldner[at]uni-leipzig.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
Hana Formánková (Vertretung der Koordinatorin M.A. EIECE)
PD Dr. Werner Reutter (DFG-Projekt)
Dorothee Riese (Koordinatorin M.A. EIECE, derzeit in Mutterschutz)
Dr. Hendrik Träger (Lehrkraft für besondere Aufgaben)

Lehrbeauftragte
Dr. Martin Ahbe (jeweils im Wintersemester)
PD Dr. Werner Reutter (BM Politische Systeme für Lehramt)
Dr. Christiane von Rintelen (jeweils im Sommersemester)

Gastwissenschaftler/innen
Prof. Dr. Ellen Bos, Prorektorin der Andrássy Universität Budapest, Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa in der EU (Januar 2018)

Wissenschaftliche und Studentische Hilfskräfte
Paula Beger
André Hechenberger (Tutor Politikwissenschaft/M.A. EIECE)
Sophia König (Tutorin Lehramt)
Johannes Neumann (Tutor Lehramt)
Pia Ostendarp (Tutorin Lehramt)
Greta Schenke (Tutorin Politikwissenschaft)

Ehemalige Mitarbeiter/innen des Lehrbereiches

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Jean-Monnet-Lehrstuhl

Die Europäische Union verleiht den Titel „Jean-Monnet-Lehrstuhl“ an Standorte mit ausgewiesener, qualitativ hochwertiger Lehre und Forschung zu Europa. Sie ist mit der Vergabe projektgebundener Fördermittel verbunden. Das Leipziger Jean-Monnet-Lehrstuhlteam um Prof. Dr. Astrid Lorenz befasst sich besonders mit dem Thema „Aktuelle Krisen und EU-Integration“.

Die Wirtschaftskrise in der Eurozone, die Flüchtlingskrise, der Brexit, aber auch Konflikte innerhalb der EU um den Umgang mit Rechtsstaatlichkeitsproblemen in Polen oder Ungarn geben Anlass, die Zukunft der Europäischen Union zu hinterfragen. Wird es einen Rückbau oder einen weiteren Ausbau des EU-Systems geben? Die Krisen stellen zugleich die Wissenschaft vor Herausforderungen: Die bisher in der Europaforschung herausgearbeiteten Integrationsmechanismen und -treiber müssen nationale Rahmenbedingungen der Integration viel stärker berücksichtigen.

Um einen Beitrag zu einem besseren Verständnis Europas zu leisten, untersucht das Jean-Monnet-Lehrstuhlteam den Zusammenhang zwischen Prozessen auf EU-Ebene und nationalen Entwicklungen mit dem regionalen Schwerpunkt Ostmitteleuropa: Was erklärt den Zeitpunkt und die spezifische Ausprägung von Haltungen gegenüber der Europäischen Union und Konflikten mit ihr? Darüber hinaus bieten wir kontinuierlich europabezogene Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Themen, Exkursionen, Gastvorträge, eine studentische Debattenreihe und weitere öffentliche Veranstaltungen an.

Weitere Informationen

Aktuelle Veranstaltungen

Foto: UL/J. Woitas

Der Arbeitsbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa organisiert regelmäßig sowohl wissenschaftliche Tagungen als auch öffentliche Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Lehre oder aktuellen politischen Themen.

10. Januar 2018, 17.15 Uhr, NSG, Raum 126
Die Rolle der Kommunen in der EU
Wie stark sind die Kommunen von Entscheidungen auf europäischer Ebene betroffen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben sie im europäischen Mehrebenensystem und können Sie ihren Einfluss durch das EUROCITIES-Netzwerk stärken? Hierüber referiert Dr. Heiderose Heßke, stellvertretende Referatsleiterin im Referat Internationales der Stadt Leipzig.

12. Dezember 2017, 17.15-18.45 Uhr, GWZ, Raum 4.1.16
Visegrád und die EU: Rückkehr oder Abkehr?
Nach dem Regimewechsel in 1989 strebten die Visegrád-Länder mit dem EU-Beitritt eine „Rückkehr nach Europa“ an. Spätestens seit der Flüchtlingskrise stellen sie indes die Einigung mit anderen EU-Ländern in Grundsatzfragen der europäischen Integration zunehmend auf den Prüfstand und treten dabei geschlossener als zuvor auf. Was hat sich inzwischen geändert? Oder wichen die Vorstellungen der ostmitteleuropäischen Staaten von Europa immer ab, nur treten dieser Abweichungen heute mehr hervor? Einen Gastvortrag zu dem Thema hält Friedrich Heupel, langjähriger Diplomat und ehemaliger Mitarbeiter des Auswärtigen Amts mit Expertise zur Region Ostmitteleuropa.

5. bis 9. Dezember 2017
Exkursion nach Brüssel
Die Exkursion richtet sich an Studierende im 1. Semester des M.A. European Integration in East Central Europe. Neben Terminen in europäischen Einrichtungen steht ein Blockseminar mit Dr. Martin Ahbe (Europäische Kommission) zu europäischen Entscheidungsverfahren und -prozessen in der Energiepolitik auf dem Programm. An der Exkursion nehmen auch Studierende des Double-Degree-Studienprogramms mit der Andrássy Universität Budapest teil, so dass sich alle Studierenden kennenlernen. Ein Teil der Exkursion findet gemeinsam mit Dr. Renate Reiter (Arbeitsbereich Multilevel Governance) und Studierenden im Modul „Europäisierung und Transformation“ des B.A. Politikwissenschaft statt. Dank der Förderung des Jean-Monnet-Lehrstuhls müssen nur die Fahrtkosten getragen werden. Anmeldung bitte bis spätestens 16. Oktober bei André Hechenberger unter soz07eht[at]studserv.uni-leipzig.de.

1. Dezember 2017, 9-18 Uhr, NSG, R. S 420 und 2.-3. Dezember 2017, 9-18 Uhr, GWZ, R. 4.1.16
Economies and Public Finances of East Central Europe
Das Kapitalismus-Modell in Mittel- und Osteuropa wird gemäß dem “Varieties of Capitalism“-Ansatz dem “Foreign Direct Investment Dependent Competition State” zugeordnet. Über die wirtschaftliche Integration der Visegrád- und Balkanländer, Ostdeutschlands sowie der baltischen Staaten in die EU und die Nachhaltigkeit öffentlicher Finanzen in dieser Region referiert Dr. Zoltán Pogátsa von der Westungarischen Universität in Sopron. Das Gastseminar über die Entwicklung der mittel- und osteuropäischen Marktwirtschaften nach 1989 wird im Rahmen des Studiengangs M.A. European Integration in East Central Europe veranstaltet, steht aber auch allen anderen Interessierten offen.

30. November 2017, 17.15 Uhr, NSG, Raum 102
Die Politisierung der EU – Gefahr oder Chance?
In den vergangenen Jahren wurden die EU und ihre Entscheidungen zunehmend zum Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzungen. Im Rahmen der zweiten Veranstaltung der Reihe „Europa debattieren!“ diskutieren wir die Folgen dieser Entwicklung. Birgt die Politisierung Gefahren für die europäische Integration oder bietet sie Chancen für eine weitere Demokratisierung der EU?

29. November 2017, 11.00 Uhr, Vortragssaal der Albertina
Kultusminister Haubitz im Gespräch
Im Rahmen eines Thementags zum Lehramtsstudium im Fach Gemeinschaftskunde und zur politischen Bildung in Sachsen sprechen wir ab 11 Uhr mit dem sächsischen Kultusminister Frank Haubitz und Bildungs-Prorektor Prof. Dr. Thomas Hofsäss über: „Bleiben oder gehen? Perspektiven der Lehramtsabsolvent/innen“. Ab 12.30 Uhr geht es in einer Diskussionsrunde um die politische Bildung an sächsischen Schulen. Seien Sie dabei!

20. November 2017, 15.15 Uhr, NSG, Raum 126
Zwischen Recht und Macht: Gerichte in Mehrebenensystemen
Das Verhältnis der Gerichte im europäischen Mehrbenensystem wirft Fragen auf: Sorgen die nationalen Gerichte für die einheitliche Auslegung des europäischen Rechts? Oder gelingt es ihnen, eigene Urteilslinien trotz Nichtvereinbarkeit mit europäischem Recht beizubehalten? Diese und ähnliche Fragen diskutiert Stefanie Vedder, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Kassel.

16. November 2017, 13-15 Uhr, GWZ, Raum 4.1.16
Aktuelle Entwicklungen und künftige wirtschaftliche Perspektiven in Mittel- und Osteuropa
Dieser Vortrag von JProf. Dr. Tobias Dauth von der Handelshochschule Leipzig findet im Rahmen des Studienganges M.A. European Integration in East Central Europe statt. Wir laden aber auch alle anderen Interessierten herzlich dazu ein!

9. bis 10. November 2017
Exkursion nach Prag
Während der Studienexkursion nach Prag führen wir Gespräche mit Praktikern und Experten aus der tschechischen Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Falls Sie daran teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 5. Oktober bei Hana Formánková an (hana.formankova[at]studserv.uni-leipzig.de). Die Exkursion wird im Rahmen der Lehrveranstaltung „EU-Integration und nationale Politik am Beispiel Tschechiens“ organisiert. Bei der Anmeldung haben diejenigen Studierenden Vorrang, die in der Lehrveranstaltung eingeschrieben sind.

2. November 2017, 18-20 Uhr, Ritterstr., Alter Senatssaal
Superwahljahr 2017 – Wohin treibt Europa?
Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung zu den Wahlen in Deutschland, Tschechien, Frankreich, Österreich, Großbritannien und ihren Folgen für Europa. Mit: Dr. Lukas Novotny (J. E. Purkyne Universität in Ústí nad Labem), Jean-Christophe Tailpied (Institut français Leipzig), Gesandter Mag. Andreas Somogyi (Österreichische Botschaft Berlin), Nick Leake (Britische Botschaft Berlin), Prof. Dr. Astrid Lorenz (Universität Leipzig).
Moderation: Andreas Tietze

16. bis 18. Oktober 2017
Studierende auf internationaler Konferenz in Bratislava
Auf Einladung des Präsidenten des Nationalrats der Slowakischen Republik, Dr. Andrej Danko, und des Präsidenten des Sächsischen Landtags, Dr. Matthias Rößler, fahren mehrere Studierende des M.A. European Integration in East Central Europe sowie die Studiengangkoordinatorin Hana Formánková zur Konferenz „Mitteleuropa in Europa: Wirtschaft und Infrastruktur“ des Forums Mitteleuropa. Im Historischen Gebäude des slowakischen Parlaments referieren und diskutieren unter anderen die Ministerpräsidentin a.D. Prof. Dr. Iveta Radičová, Finanzminister a.D. Ivan Mikloš, der Präsident des tschechischen Senats Milan Štěch sowie namhafte Wissenschaftler.

Frühere Veranstaltungen
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Forschung

Analytische Schwerpunkte
– Entstehung und Entwicklung politischer Institutionen (v.a. Verfassungen)
– Wechselbeziehung zwischen Institutionen und Akteuren (v.a. Parteien)
– strategisches Verhalten kollektiver Akteure innerhalb bestimmter institutioneller Konfigurationen (z.B. Föderalismus, Parlamentarismus)
– Wechselbeziehungen zwischen Nationalstaaten und Europäischer Uniong
– Transformation politischer Systeme

Empirische Schwerpunkte
– politisches System der Bundesrepublik Deutschland und Bundesländer
Prozesse der deutschen Einheit und der europäischen Einigung
Mitgliedstaaten der Europäischen Union und
speziell die ost- und ostmitteleuropäischen Staaten

Methodische Ansätze
– Einzelfallstudien
monochroner und diachroner Vergleich
Prozessanalysen, historische Rekonstruktion
qualitative Dokumentenanalysen
Einzel- und Gruppeninterviews
quantitative Analysen
teilnehmende Beobachtung

AKTUELLES AUS DER FORSCHUNG

Feldforschungsreise
Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens zur Asyl- und Flüchtlingspolitik in Ostmitteleuropa im EU-Kontext fährt Paula Beger (Akademische Mitarbeiterin) von Oktober 2017 bis Ende Januar 2018 für Interviews und Recherchen u.a. nach Budapest, Warschau, Bratislava und Prag. Dabei ist sie Gastwissenschaftlerin der Akademien der Wissenschaften von Ungarn, Polen, der Slowakei und Tschechien. Ermöglicht wurde die Feldforschung durch ein Reisestipendium des gemeinsamen Programms Sylff der Tokyo Foundation und der Nippon Foundation, die auch das gesamte Dissertationsprojekt unterstützt.

Weitere Ostmitteleuropakompetenz im Team
Hana Formánková, neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team, forscht zu den deutsch-tschechischen Nachbarschaftsbeziehungen, u.a. in den Euroregionen. Sie studierte an der Universität Brno und der Universität Magdeburg European Studies sowie Area Studies an der Universität in Ekaterinburg. Danach war sie sechs Jahre im tschechischen Außenministerium im Referat Mitteleuropa tätig und hospitierte in dieser Zeit auch im Auswärtigen Amt in Berlin im Arbeitsbereich Innenpolitische Dossiers der Europäischen Union.

Bände zu den den politischen Systemen Tschechiens und Ungarns
Astrid Lorenz und Hana Formánková bereiten derzeit einen Band zum politischen System Tschechiens vor, der 2018 im Verlag Springer VS erscheinen wird. Zu den Autoren gehören u.a. Petra Guasti, Vít Hloušek, Lukáš Novotný, Ivo Pospíšil, Tomáš Weiss, Antonín Slaný, Barbara Köpplová, Jan Jirák, Zdenka Mansfeldová, Frank Bönker und Paula Beger. Ein Buch zum politischen System Ungarns wird von Astrid Lorenz und Ellen Bos herausgegeben und erscheint 2019 im selben Verlag.

Forschernetzwerk PiECE gegründet
Das Netzwerk Politics in East Central Europe (PiECE) aus Politik- und Sozialwissenschaftlern der Universität Leipzig, der Jagiellonen-Universität Kraków, der Karls-Universität in Prag und der Andrássy Universität Budapest will gemeinsam die Forschung zu politischen Prozessen, Institutionen und Politikfeldern im östlichen Mitteleuropa stärken. Besonders geht es um die Ursachen und Effekte der nationalen Entwicklungen seit 1989 und wie sie mit Entwicklungen in anderen Staaten und der Europäischen Union verbunden sind oder nicht. Das Netzwerk ging aus dem regelmäßigen Austausch und Lehrkooperationen von Kollegen der beteiligten Universitäten hervor und entwickelt die Kooperation nun weiter.

Vortrag auf DVPW-Sektionstagung
Werner Reutter referiert zum Thema „Parlamentarische Opposition in einem konsensdemokratischen Politikfeld. Politische Minderheiten und Verfassungspolitik in den deutschen Bundesländern“ auf der Tagung „Kritik, Kontrolle, Alternative: Was leistet die parlamentarische Opposition?“ der Sektion „Regierungssystem und Regieren in der Bundesrepublik Deutschland“ in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, die am 11. und 12.09.2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet.

ECPR Joint Sessions
Dorothee Riese wurde mit einem eigenen Beitrag zum Workshop „The Politics of Information. How Political Elites Select and Process Information“ im Rahmen der ECPR Joint Sessions eingeladen. Die Tagung findet vom 25. bis 30.4. in Nottingham statt.

Beteiligung an Leibniz-WissenschaftsCampus
Prof. Dr. Astrid Lorenz ist am neuen Leibniz-WissenschaftsCampus „Eastern Europe – Global Area“ beteiligt. Dieser wurde unter Federführung des Leibniz Instituts für Länderkunde im Förderzeitraum 2016 bis 2020 eingerichtet und vernetzt Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in der Region Leipzig – Halle – Jena. Ziel des Campus ist es, neue Forschungsperspektiven zum östlichen Europa zu entwickeln, den gesellschaftlichen Diskurs über die Region durch Wissenstransfer zu begleiten und Nachwuchsforschende zu fördern. Astrid Lorenz ist am Forschungsgebiet 5 Eastern Europa in Times of Europeanisation and Diffusion beteiligt.

Sammelband „Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt“ erschienen
In einem von Hendrik Träger (Leipzig) und Sonja Priebus (Universität Magdeburg) herausgegebenen Sammelband analysiert ein interdisziplinär zusammengesetztes Autorenteam die Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt seit 1990. Außerdem kommen in dem Buch mit einem früheren Ministerpräsidenten und einem ehemaligen Innenstaatssekretär zwei politische Praktiker zu Wort. Was prägte Sachsen-Anhalt in den vergangenen 25 Jahren? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten weist das Land im Vergleich zu den anderen (ostdeutschen) Bundesländern auf?
Inhaltsverzeichnis
Produkt-Flyer

Kooperationsprojekt zum Thema Asyl bindet Studierende in die Forschung ein
Logo BMBFMit Mehrebenenkonstellationen im Bereich der Asylpolitik aus kommunaler Perspektive befasst sich ein dauerhaftes Lehrforschungsprojekt, das wir mit der Stadt Leipzig durchführen. Unter anderem dank einer Förderung aus BMBF-Mitteln 2015-16 wurden einschlägige Dokumente im Amt für Migration und Integration der Stadt Leipzig für wissenschaftliche Zwecke erschlossen. Diese stehen nun Studierenden und Mitarbeitern für die Forschung zur Verfügung. Das Projekt ist Teil des Vorhabens, die Kommunalpolitik und -verwaltung systematisch in die Lehre am Institut für Politikwissenschaft zu integrieren.
Forschung des Lehrbereiches zur Kommunalpolitik
Weitere Informationen und Good-Practice-Bericht

Lorenz Anter Reutter Brandenburg CoverBuch „Politik und Regieren in Brandenburg“ erschienen
Astrid Lorenz, Andreas Anter (Universität Erfurt) und Werner Reutter (derzeit Universität Potsdam) befassten sich intensiv mit der Politik im Land Brandenburg seit 1990 – auch im Vergleich mit anderen Bundesländern. Das Ergebnis liegt nun in Buchform vor. Was sind die besonderen Merkmale der Politik in Brandenburg und wie spezifisch ist sie?
Einleitung
Verlagsflyer

DFG-Forschungsprojekt zur Verfassungspolitik
Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird seit 2013 unter Leitung von Prof. Dr. Astrid Lorenz das Forschungsprojekt „Muster und Determinanten der Landesverfassungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland“ am Lehrbereich durchgeführt. Das Projektteam erforscht, wie und warum Landesverfassungen im deutschen Mehrebenensystem geändert werden und inwiefern dies durch Prozesse auf Bundesebene beeinflusst ist. Warum gab es beispielsweise in einigen Ländern Initiativen zur Installation einer Schuldenbremse, in anderen aber nicht? Sind Themen, Argumente und Verhandlungsstrukturen durch die Bundesebene oder andere Länder beeinflusst?
Zur Projektseite

Panel und Vortrag auf Drei-Länder-Tagung 2016 in Heidelberg
Im Rahmen der gemeinsamen Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) vom 29.09.-01.10.2016 an der Universität Heidelberg leiten Prof. Dr. Astrid Lorenz und Lisa Helene Anders (Universität Potsdam) ein Panel zum Thema „Strategische Akteure und regionale Integration“. Außerdem halten Prof. Dr. Astrid Lorenz und Dr. Hendrik Träger einen Vortrag über die Interessenpolitik von Kommunen im Mehrebenensystem am Beispiel des parteipolitischen Hochkonfliktfeldes Asylpolitik.

Beitrag aus dem Arbeitsbereich bei den MANCEPT Workshops
Dorothee Riese stellt bei den MANCEPT Workshops 2016 im Panel „Democratic Secrecy“ einen Beitrag zum Thema „How Can Parliaments Oversee Executive Secrecy?“ vor. Sie diskutiert darin Möglichkeiten und Grenzen der Legitimation exekutiver Geheimhaltung, sowohl theoretisch als auch am empirischen Beispiel von Geheimdienstgesetzgebung. Der DAAD unterstützt ihre Teilnahme mit einer Kongressreisenförderung.

Frühere Informationen zur Forschung am Arbeitsbereich

Lehre

Einen Überblick über die aktuellen Lehrveranstaltungen des Arbeitsbereiches Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa finden Sie hier.

LEHRPROFIL

Foto: UL/ Swen Reichhold

Inhaltliche Schwerpunkte

  • politisches System Deutschlands
  • Europa und Europäisierung politischer Systeme
  • Systemvergleich
  • Parlamente und Parteien
  • Rechtspolitik
  • Ostmitteleuropa

Der Arbeitsbereich ist federführend für den M.A.-Studiengang European Integration in East Central Europe verantwortlich. Dieser kann entweder als international-integriertes Double-Degree-Programm mit Abschlüssen der Uni Leipzig (M.A. EIECE) und der Andrássy Universität Budapest (M.A. Internationale Beziehungen) oder als Programm mit Abschluss nur der Universität Leipzig studiert werden.

Der Lehrbereich ist außerdem an allen Studiengängen des Instituts für Politikwissenschaft beteiligt. Er bietet v.a. Lehrveranstaltungen in den B.A.-Modulen „Politische Systeme“, „Politik und Organisation“ sowie in den M.A.-Modulen an. Zudem leistet er Lehrexporte in andere Studiengänge, z.B. Geographie.

Praxisbezüge

Foto: UL/Chr. Hüller

Die Lehrveranstaltungen beinhalten je nach Thema Praxiselemente, kleinere Forschungsprojekte und internationales team teaching. Um eine Brücke zwischen theoretischer Vermittlung und Praxis zu schlagen und Einblicke in mögliche Berufsfelder zu eröffnen, werden regelmäßig Praktiker/innen eingeladen, Projektkooperationen aufgebaut und gepflegt und Studierende in Veranstaltungen eingebunden.

Beispiele waren Podiumsdikussionen mit Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalpolitikern zum Thema Wahlen oder die Verknüpfung eines M.A.-Seminars zur Interpretation politischer Ereignisse mit einer Tagung zu revolutionären Momenten in der DDR 1989/90, an der Zeitzeugen und Wissenschaftler 25 Jahre nach den Ereignissen die Vorgänge reflektierten.

Beispiele für stetige Kooperationen sind die Lehr-Praxis-Partnerschaften mit der Kommunalverwaltung der Stadt Leipzig zum Thema Migration und Integration (Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters und Referat für Migration und Integration) sowie mit den beiden Leipziger Europaabgeordneten Hermann Winkler und Constanze Krehl zum Parlamentarismus auf EU-Ebene. Im Zusammenspiel mit regelmäßig angebotenen Lehrveranstaltungen zu diesen Themen und maßgeschneiderten Praktika ermöglichen sie den Erwerb einer spezifischen, akademisch rückgebundenen praktischen Expertise zu verschiedenen relevanten Themen bereits während des Studiums. Die Lehr-Praxis-Partnerschaft zur Kommunalpolitik wurde von Oktober 2015 bis September 2016 im Rahmen der „LaborUniversität“ als Modellvorhaben gefördert.

In begrenztem Umfange können Praktikumsplätze im Sächsischen Kompetenzzentrum Landes- und Kommunalpolitik vermittelt werden, das von Prof. Dr. Astrid Lorenz geleitet wird. Es verfolgt das Ziel einer produktiven Verknüpfung von interdisziplinärer Forschung und Praxis.

Exkursionen und Internationales

Der Jean-Monnet-Lehrstuhl bietet eine international eingebettete Lehre an. So wurde, unterstützt durch DAAD-Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, im Januar 2015 eine Konferenz mit Studierenden und Lehrenden der Masaryk-Universität Brno zum Thema „Zehn Jahre nach der EU-Osterweiterung. Reflexion aus der Perspektive neuer und alter EU-Mitgliedstaaten am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik“ durchgeführt. Hauptgegenstand waren Änderungen in den Rechts- und Justizsystemen.

Foto: UL/Ch. Hüller

Regelmäßig bietet der Arbeitsbereich ca. einwöchige Studienexkursionen nach Berlin (2. Semester B.A.), Brüssel (B.A. und 1. Semester M.A.), Prag (1. Semester M.A.) und Budapest (2. M.A.-Semester) an, die in Lehrveranstaltungen intensiv vor- und nachbereitet werden. Sie ermöglichen einen Einblick in die politische Praxis und die Vernetzung mit anderen interessierten Studierenden auch über Grenzen hinweg.

Die Exkursion nach Berlin beleuchtet das Politikfeld Sicherheits- und Verteidigungspolitik und umfasst Treffen im Bundeskanzleramt, mit Fraktionsvertretern, dem Wehrbeauftragten im Bundestag, im Bundesministerium für Verteidigung, im Auswärtigen Amt, in Bundesministerien und im Bundesnachrichtendienst.
Bericht 2016
Bericht im Uni-Journal 5/2012

Fahnen EuropaparlamentDie Exkursion nach Brüssel (M.A. EIECE) verdeutlicht, wie Politik in der Europäischen Union funktioniert. Auf dem Programm stehen ein Tagesseminar zur Praxis der europäischen Politik, Besuche im Parlament, in der Kommission, bei Repräsentanten ostmitteleuropäischer Staaten, NGOs und Lobbyisten, im Ausschuss der Regionen und der Sächsischen Landesvertretung.

Die Exkursion nach Budapest umfasst eine Studierendenkonferenz zum Thema Europäisierung an der Andrássy-Universität sowie ein Begleitprogramm, das Einblicke in die Funktion politischer Institutionen und verschiedene Berufsfelder gibt. Studentische Stadtführung oder Grillabend ermöglichen auch den Aufbau persönlicher Kontakte zu den Budapester Studierenden.

Während der Exkursion nach Prag treffen wir Wissenschaftler, Politiker und Mitarbeiter von Ministerien. Mit ihrem Fachwissen und ihren Erfahrungen helfen sie uns dabei, das politische System Tschechiens, den Systemwandel, die Parteienentwicklung und das Verhältnis zur EU besser zu verstehen. Wie die anderen Exkursionen ist auch diese Reise in ein Seminar eingebettet, das Grundlagenwissen vermittelt und die Erkenntnisse kontextualisiert.

Die Exkursionen nach Berlin und Budapest werden ermöglicht durch Kooperationen mit dem Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr bzw. der Andrássy-Universität Budapest (Prof. Dr. Ellen Bos).

Jour fixe Abschlussarbeiten
Das regelmäßige Kolloquium richtet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit am Lehrbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa schreiben sowie an weitere Personen, die eine Examensarbeit zu europabezogenen Themen anfertigen. Es gibt die Möglichkeit, eigene Vorhaben, einzelne Kapitel, theoretische oder methodische Ansätze vorzustellen und zu diskutieren. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeit: Wintersemester: jeweils erster Mittwoch im Monat 11.15 – 12.45 Uhr; Sommersemester: jeweils erster Donnerstag im Monat 13.15 – 14.45 Uhr
Raum: 3.0.06

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Doktorandenausbildung

Wer eine Promotion an der Jean-Monnet-Professur Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa anstrebt, wird individuell oder im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung betreut. Eine externe Promotion ist möglich.

Forschungskolloquium
Das Forschungskolloquium richtet sich an die Doktorand/innen am Lehrbereich und weitere Personen, die zu europabezogenen Themen forschen bzw. Qualifizierungsarbeiten schreiben. Besprochen werden alle Fragen rund um die Promotion – von der Forschungsfrage über das Analysedesign bis zur Karriereplanung. Darüber hinaus laden wir regelmäßig externe Gäste ein. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeit: Wintersemester: jeweils dritter Mittwoch im Monat 11.15 – 12.45 Uhr; Sommersemester jeweils dritter Donnerstag im Monat 13.15 – 14.45 Uhr
Raum: 3.0.06

Doktorandinnen und Doktoranden

Anders, Lisa Helene
Europa als Strategie zur Ausweitung exekutiver Handlungsspielräume? Eine vergleichende Analyse der innerstaatlichen Handlungsrestriktionen und Verhandlungspositionen der Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens bei drei Regierungskonferenzen

Beger, Paula
Asyl, Migration und Flüchtlingskrise in Ostmitteleuropa

Formánková, Hana
Möglichkeiten und Grenzen einer identitätsstiftenden transnationalen deutsch-tschechischen Nachbarschaftspolitik

Jentsch, Anne
Die Europäisierung von Landespolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Neumann, Alexandra
Kommunale Asylpolitik. Gestaltungspotenziale und Handlungsstrategien im städtischen Vergleich

Priebus, Sonja
Entgegen allen Theorien? Politischer Institutionenwandel in Ungarn

Riese, Dorothee
Geheimhaltung und Offenlegung. Die Aushandlung von Geheimhaltungsregeln im Deutschen Bundestag

Vit, Michal
Identity Policy of Political Parties in Central East Europe

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Letzte Änderung: 15. November 2017