Arbeitsbereich Politisches System Deutschlands/Politik in Europa

Team

Inhaberin des Jean-Monnet-Lehrstuhls Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa
Prof. Dr. Astrid Lorenz

Sekretariat
Bärbel Nöldner
Sprechzeiten: Mo-Fr 09:00 – 11:00 Uhr, Raum H3 0.07
Fon: +49 (0)341 97 35620   Fax: +49 (0)341 97 35694
Mail: noeldner[at]uni-leipzig.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
PD Dr. Werner Reutter (DFG-Projekt)
Dorothee Riese (Koordinatorin M.A. EIECE)
Dr. Hendrik Träger (Lehrkraft für besondere Aufgaben)

Lehrbeauftragte
Dr. Martin Ahbe (jeweils im Wintersemester)
Dr. Christiane von Rintelen (jeweils im Sommersemester)

Gastwissenschaftler/innen
Prof. Dr. Ellen Bos, Prorektorin der Andrássy Universität Budapest, Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa in der EU (Juni 2017, Erasmus+)
Ekaterina Krylova, Doktorandin der Staatlichen Universität Sankt Petersburg (April-Juli 2017, Erasmus+)
Dr. Lukáš Novotný, Politikwissenschaftler an der Universität Ústí nad Labem (Juni 2017, Erasmus+)
Tomáš Weiss, Ph.D., Head of Department of European Studies am Institute of International Studies der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Karls-Universität Prag (Mai 2017, Erasmus+)

Wissenschaftliche und Studentische Hilfskräfte
Paula Beger
André Hechenberger

Ehemalige Mitarbeiter/innen des Lehrbereiches

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Jean-Monnet-Lehrstuhl

Die Europäische Union verleiht den Titel „Jean-Monnet-Lehrstuhl“ an Standorte mit ausgewiesener, qualitativ hochwertiger Lehre und Forschung zu Europa. Sie ist mit der Vergabe projektgebundener Fördermittel verbunden. Das Leipziger Jean-Monnet-Lehrstuhlteam um Prof. Dr. Astrid Lorenz befasst sich besonders mit dem Thema „Aktuelle Krisen und EU-Integration“.

Die Wirtschaftskrise in der Eurozone, die Flüchtlingskrise, der Brexit, aber auch Konflikte innerhalb der EU um den Umgang mit Rechtsstaatlichkeitsproblemen in Polen oder Ungarn geben Anlass, die Zukunft der Europäischen Union zu hinterfragen. Wird es einen Rückbau oder einen weiteren Ausbau des EU-Systems geben? Die Krisen stellen zugleich die Wissenschaft vor Herausforderungen: Die bisher in der Europaforschung herausgearbeiteten Integrationsmechanismen und -treiber müssen nationale Rahmenbedingungen der Integration viel stärker berücksichtigen.

Um einen Beitrag zu einem besseren Verständnis Europas zu leisten, untersucht das Jean-Monnet-Lehrstuhlteam den Zusammenhang zwischen Prozessen auf EU-Ebene und nationalen Entwicklungen mit dem regionalen Schwerpunkt Ostmitteleuropa: Was erklärt den Zeitpunkt und die spezifische Ausprägung von Haltungen gegenüber der Europäischen Union und Konflikten mit ihr? Darüber hinaus bieten wir kontinuierlich europabezogene Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Themen, Exkursionen, Gastvorträge, eine studentische Debattenreihe und weitere öffentliche Veranstaltungen an.

Weitere Informationen

Aktuelle Veranstaltungen

Foto: UL/J. Woitas

Der Arbeitsbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa organisiert regelmäßig sowohl wissenschaftliche Tagungen als auch öffentliche Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Lehre oder aktuellen politischen Themen.

2. November 2017, 18-20 Uhr, Ritterstr., Alter Senatssaal
Superwahljahr 2017 – Wohin treibt Europa?
Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung zu den Wahlen in Deutschland, Tschechien, Frankreich, Österreich, Großbritannien und ihren Folgen für Europa. Mit: Dr. Lukas Novotny (J. E. Purkyne Universität in Ústí nad Labem), Jean-Christophe Tailpied (Institut français Leipzig), Gesandter Mag. Andreas Somogyi (Österreichische Botschaft Berlin), Nick Leake (Britische Botschaft Berlin), Prof. Dr. Astrid Lorenz (Universität Leipzig).
Moderation: Andreas Tietze

4. Juli 2017, 19.00 Uhr, GWZ, Raum 5.0.15
Vor der Bundestagswahl: Veranstaltung „Wahlverhalten in Theorie und Praxis“
Am 24. September 2017 wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Aus diesem Anlass laden wir – in Kooperation mit den Leipziger Stipendiaten der „Stiftung der Deutschen Wirtschaft“ – alle Interessierten zu dieser Veranstaltung ein. Neben Vorträgen der Psychologin Julia Schuler und des Politikwissenschaftlers Dr. Hendrik Träger besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstaltung unterliegt der parteipolitischen Neutralität.

28. Juni 2017, 15.15 Uhr, NSG, Raum S 126
„Should they stay or should they go?“
Dies ist die Leitfrage einer studentischen Debatte über den EU-Austritt Großbritanniens. Sie bildet den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe „Europa debattieren!“ im Rahmen des Leipziger Jean-Monnet-Programms. Hier wollen wir in verschiedenen Debattenformaten zugespitzt europapolitische Themen diskutieren. Die Veranstaltungen vermitteln ergänzende Perspektiven auf Gegenstände der Lehre und Forschung und Techniken der öffentlichen Kommunikation.

21. Juni 2017, 13.00 Uhr, GWZ, Raum 4.1.16
Aufgabe Gemeinwohl. Zum Beitrag von Verwaltung und Politik. Einblicke eines Praktikers
Veranstaltung mit Dr. Michael Feist, ehemaliger Vizepräsident der Landesdirektion Sachsen
Welchen Stellenwert hat das Gemeinwohl im Handeln von Verwaltung und Politik? Welche Rolle kommt dem Bürger zu? Welche Chancen zur Einflussnahme hat die Zivilgesellschaft? Ein Mitgestalter vermittelt Eindrücke.

13. Juni 2017, 19.00 Uhr, GWZ, Raum 2.2.16
Das ungarische Paradox: Vom ‚Musterschüler‘ zum Vorreiter der illiberalen Demokratie
Warum kommt es nach dem zunächst so erfolgreich verlaufenen Demokratisierungsprozess in Ungarn inzwischen zu einem neuen, umfassenden Systemumbau, der innerhalb der Europäischen Union zu öffentlicher Kritik führte? Wie ist das Verhältnis der ungarischen Regierung zur EU zu bewerten? Darüber referiert und diskutiert Prof. Dr. Ellen Bos, Politikwissenschaftlerin und Prorektorin der Andrássy Universität Budapest.

8. Juni 2017, 19.00 Uhr, GWZ, Raum 4.1.16
Euroskeptizismus in Tschechien
Wie steht es um die Einstellungen der tschechischen Bevölkerung gegenüber der EU? Wie haben sie sich im Laufe der Zeit entwickelt? Über dieses Thema spricht und diskutiert Dr. Lukáš Novotný von der Universität Ústí nad Labem.

23. Mai 2017, 19.00 Uhr, GWZ, Raum 4.1.16
Czech Republic’s foreign policy in and through the EU
In seinem Vortrag erklärte Tomáš Weiss, Ph.D., Head of Department of European Studies am Institute of International Studies der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Karls-Universität in Prag, Hintergründe und Probleme der tschechischen Europapolitik. Er betonte die Notwendigkeit, europapolitische Interessen klar zu definieren und langfristig-strategisch auf ihre Umsetzung hinzuarbeiten. Die anschließende Diskussion drehte sich auch um innenpolitische Fragen und die Frage, wie spezifisch die tschechische Außenpolitik im Vergleich mit anderen Staaten ist.

12. Mai 2017, 13.00 – 14.30 Uhr, Raum 4.1.16
EU-Krise und Brexit – Chancen und Risiken
Die Europaabgeordneten Constanze Krehl (SPD/Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten) und Hermann Winkler (CDU/Fraktion der Europäischen Volkspartei) diskutierten mit uns über die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments nach überstandenen (?) Krisen in Europa.
Moderation: Paula Beger, Prof. Dr. Astrid Lorenz, Dr. Renate Reiter

11. Mai 2017, 16.00-19.00 Uhr, Referat für Migration und Integration, Otto-Schill-Str. 2, Raum 112
Kommunalpolitik vor Ort: Besuch des Leipziger Migrantenbeirates
Seit 2009 setzt sich der Migrantenbeirat der Stadt Leipzig für die gleichberechtigte Beteiligung von Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen der Stadtgesellschaft ein und bringt damit die spezifischen Sichtweisen und Anregungen von Zugewanderten in die kommunalpolitische Diskussion ein. Wir besuchten gemeinsam eine Sitzung des Beirates als Zuschauer.
Leitung: Alexandra Neumann

10. Mai 2017, 13.14 – 14.45 Uhr; GWZ, Raum H2 0.10
David gegen Goliath? Die Vertretung kommunaler Interessen auf Bundesebene und in Europa
Die deutschen Kommunen müssen vielfältige Aufgaben erfüllen, die ihnen von anderen Ebenen zugewiesen werden. Wie versucht die Bundes-SGK, auf Bundes- und EU-Ebene zu erreichen, dass die Interessen ihrer Mitglieder bei der Formulierung dieser Aufgaben berücksichtigt werden? Wie ist sie intern aufgebaut; wie funktioniert der Kontakt mit den Mitgliedern? Darüber sprach und diskutierte Peter Hamon, Stellvertretender Geschäftsführer der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (SGK).

Budapest im Sommersemester – Exkursion und Studierendenkonferenz
Vom 1. bis 7. Mai 2017 fand erneut eine Exkursion nach Budapest statt. Auf einer Studierendenkonferenz mit Kommiliton/innen der Andrássy Universität Budapest befassten wir uns in verschiedenen Workshops mit den Effekten der europäischen Integration auf die politischen Systeme verschiedener Mitgliedstaaten und der Bedeutung der gegenwärtigen Krisen der Europäischen Union. Zum Begleitprogramm zählten Abendveranstaltungen, ein politischer Stadtrundgang und verschiedene Besichtigungs- und Gesprächstermine (Parlament, Verfassungsgericht, Central European University).
Leitung:
Lisa H. Anders, Prof. Dr. Astrid Lorenz

Wachsende Stadt und ihre finanziellen Herausforderungen
24. April 2017, 11.15 Uhr, NSG Raum 215
Leipzigs Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen Torsten Bonew berichtete in der Veranstaltung über seine Arbeit und die Haushaltspolitik in der wachsenden Großstadt Leipzig.

Die Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik in der Krise
29. März 2017, 13 Uhr, GWZ, Raum 4.1.16
Die Asyl- und Flüchtlingspolitik gilt als Emblem nationalstaatlicher Souveränität, weil sie neben Migrationspolitik über die Zusammensetzung von Bevölkerungen bestimmt. Mit der Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes entstand in der Europäischen Union ein Raum der Freizügigkeit für Unionsbürger; die Asyl- und Flüchtlingspolitik jedoch wurde kaum integriert und Harmonisierungsversuche wurden seit 2015 durch die Mitgliedstaaten unterlaufen. Paula Beger beleuchtete in dieser Veranstaltung die Wechselbeziehung zwischen EU und Nationalstaaten anhand der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Visegrádstaaten Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn.

Die EU-Krise(n) als Kräftespiel zwischen Zentrum und Peripherie?
Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Georg Vobruba und Prof. Dr. Astrid Lorenz
31.1.2017, 15 Uhr, GWZ 4.1.16
Dass die EU in einer Krise steckt, steht für viele Beobachter fest. Uneinig sind sie, woran die Krise sich festmacht, worin ihre Ursachen bestehen und ob die verschiedenen diagnostizierten Krisen (Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise, Brexit) miteinander verknüpft sind. Wir diskutierten in dieser Runde, ob die EU-Krise(n) und die Versuche ihrer Lösung vornehmlich aus Konflikten und Tauschgeschäften zwischen dem Zentrum der EU und den Staaten an der Peripherie resultieren. Falls ja: Welche Folgen hat das für die europäische Integration? In seinem aktuellen Buch „Krisendiskurs. Die nächste Zukunft Europas“ (Beltz Juventa) stellt Georg Vobruba die provokante These auf, dass mehrere simultane Krisen weniger bedrohlich sein können als eine allein.

Exkursion nach Brüssel
Vom 7. bis 10. Dezember besuchten Studierende mit fortgeschrittenen EU-Kenntnissen in Brüssel die drei zentralen Organe der EU (Kommission, Rat, Parlament). Auf dem Programm standen außerdem Hintergrundgespräche in der ständigen Vertretung der Slowakei, beim Ausschuss der Regionen und Interessenvertretungen (Greenpeace, EnBW). Am Beispiel des Politikfeldes Energiepolitik wurden Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse in der EU greifbar gemacht.

Abschluss und Höhepunkt der Exkursion bildete ein Blockseminar unter Leitung von Dr. Martin Ahbe, Mitarbeiter der Europäischen Kommission, Generaldirektion Gemeinsame Forschungsstelle (Joint Research Centre), der gemeinsam mit zwei Kollegen ein praxisnahes Seminar zum politischen Prozess in der EU durchführte.
Exkursionsleitung: Dorothee Riese

Hörsaal und Politik? Politisches Engagement im Studium
Große Einigkeit unter den Diskutanten: Sie wollen sich einbringen, gestalten und nehmen dabei auch Stress im Studium und Einbußen im Privatleben in Kauf. Das sagten in der Runde am 9.11.2016 politisch Aktive aus unserem Haus: Tobias Neidel20161109_132927 (Politikwissenschaftsstudent, Landesvorstand der Jusos Sachsen); Dominik Schwarz (Lehramtsstudent, Referent für Soziales im StuRa der Universität Leipzig); Léonore Stangherlin (Politikwissenschaftsstudentin, Gründungsmitglied peperoncini); Michael Weickert (Lehramtsstudent, Stadtrat Leipzig, CDU-Kreisvorstand Leipzig). Auch in Zukunft wollen sie Politik machen – wenngleich in unterschiedlichem Rahmen.

Exkursion nach Prag
prag-gruppeAm 20. und 21. Oktober 2016 trafen wir in Prag Wissenschaftler, Politiker und Mitarbeiter von Ministerien, die uns Einblicke in das politische System Tschechiens und in die tschechische Rechtspolitik im europäischen Kontext vermittelten. Besonders gut kamen die Begegnungen mit Personen an, die sich mit der Politik in Tschechien sowohl wissenschaftlich als auch praktisch beschäftig(t)en, z.B. als Berater des tschechischen Präsidenten oder als Mitarbeiter einer Vizepräsidentin des tschechischen Senats.
Exkursionsleitung: Prof. Dr. Astrid Lorenz, Mgr. Hana Formánková

Effekte eines neuen Autoritarismus? Zivilgesellschaft und Protest in Ungarn – Gastvortrag Prof. Dr. Máté Szabó am 12.10.2016, 19 Uhr
vortrag-szabo-1Prof. Dr. Máté Szabó war parlamentarischer Ombudsmann für Bürgerrechte in Ungarn (2007-13) und ist Professor an der Eötvös Loránd Universität Budapest. Er berichtete aus wissenschaftlicher und Praxisperspektive über die aktuelle Situation in Ungarn. Der Gastvortrag bildete den Auftakt des Institutskolloquiums im Wintersemester. Im Anschluss an Vortrag und Diskussion luden wir zu einem kleinen Empfang ein.
Moderation: Sonja Priebus

Frühere Veranstaltungen

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Forschung

FORSCHUNGSPROFIL
Die Forschung am Arbeitsbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa richtet sich auf die Entstehung sowie kurz- und langfristige Entwicklung politischer Institutionen, besonders Verfassungen. Das besondere Augenmerk gilt der Wechselbeziehung zwischen Institutionen und Akteuren (besonders Parteien), so dem strategischen Verhalten kollektiver Akteure innerhalb bestimmter institutioneller Konfigurationen (z.B. Föderalismus, Parlamentarismus). Weitere Forschungsthemen sind die Wechselbeziehungen zwischen Nationalstaaten und Europäischer Union sowie die Transformation politischer Systeme.

Empirische Schwerpunkte sind das politische System der Bundesrepublik Deutschland und die Bundesländer unter besonderer Berücksichtigung der Prozesse der deutschen Einheit und der europäischen Einigung, die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und speziell die ost- und ostmitteleuropäischen Staaten. Prof. Dr. Astrid Lorenz befasst sich mit diesen Fällen beispielsweise im Rahmen ihrer Forschung als Jean-Monnet-Professorin und sie ist am Leibniz-WissenschaftsCampus „Eastern Europe – Global Area“ im Forschungsgebiet 5 (Eastern Europa in Times of Europeanisation and Diffusion) beteiligt.

Methodisch werden Einzelfallstudien, monochroner und diachroner Vergleich sowie Prozessanalysen durchgeführt, die sich je nach Fragestellung auf Dokumentenanalysen, Einzel- und Gruppeninterviews, quantitative Analysen sowie teilnehmende Beobachtung stützen. Ziel ist die Verbindung theoriegeleiteter empirischer Forschung und regionenbezogener Expertise.

AKTUELLES AUS DER FORSCHUNG

Vortrag auf DVPW-Sektionstagung
Werner Reutter referiert zum Thema „Parlamentarische Opposition in einem konsensdemokratischen Politikfeld. Politische Minderheiten und Verfassungspolitik in den deutschen Bundesländern“ auf der Tagung „Kritik, Kontrolle, Alternative: Was leistet die parlamentarische Opposition?“ der Sektion „Regierungssystem und Regieren in der Bundesrepublik Deutschland“ in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, die am 11. und 12.09.2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet.

ECPR Joint Sessions
Dorothee Riese wurde mit einem eigenen Beitrag zum Workshop „The Politics of Information. How Political Elites Select and Process Information“ im Rahmen der ECPR Joint Sessions eingeladen. Die Tagung findet vom 25. bis 30.4. in Nottingham statt.

Sammelband „Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt“ erschienen
In einem von Hendrik Träger (Leipzig) und Sonja Priebus (Universität Magdeburg) herausgegebenen Sammelband analysiert ein interdisziplinär zusammengesetztes Autorenteam die Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt seit 1990. Außerdem kommen in dem Buch mit einem früheren Ministerpräsidenten und einem ehemaligen Innenstaatssekretär zwei politische Praktiker zu Wort. Was prägte Sachsen-Anhalt in den vergangenen 25 Jahren? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten weist das Land im Vergleich zu den anderen (ostdeutschen) Bundesländern auf?
Inhaltsverzeichnis
Produkt-Flyer

Kooperationsprojekt zum Thema Asyl bindet Studierende in die Forschung ein
Logo BMBFMit Mehrebenenkonstellationen im Bereich der Asylpolitik aus kommunaler Perspektive befasst sich ein dauerhaftes Lehrforschungsprojekt, das wir mit der Stadt Leipzig durchführen. Unter anderem Dank einer Förderung aus BMBF-Mitteln 2015-16 wurden einschlägige Dokumente im Amt für Migration und Integration der Stadt Leipzig für wissenschaftliche Zwecke erschlossen. Diese stehen nun Studierenden und Mitarbeitern für die Forschung zur Verfügung. Das Projekt ist Teil des Vorhabens, die Kommunalpolitik und -verwaltung systematisch in die Lehre am Institut für Politikwissenschaft zu integrieren.
Forschung des Lehrbereiches zur Kommunalpolitik
Weitere Informationen und Good-Practice-Bericht

Lorenz Anter Reutter Brandenburg CoverBuch „Politik und Regieren in Brandenburg“ erschienen
Astrid Lorenz, Andreas Anter (Universität Erfurt) und Werner Reutter (derzeit Universität Potsdam) befassten sich intensiv mit der Politik im Land Brandenburg seit 1990 – auch im Vergleich mit anderen Bundesländern. Das Ergebnis liegt nun in Buchform vor. Was sind die besonderen Merkmale der Politik in Brandenburg und wie spezifisch ist sie?
Einleitung
Verlagsflyer

DFG-Forschungsprojekt zur Verfassungspolitik
Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird seit 2013 unter Leitung von Prof. Dr. Astrid Lorenz das Forschungsprojekt „Muster und Determinanten der Landesverfassungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland“ am Lehrbereich durchgeführt. Das Projektteam erforscht, wie und warum Landesverfassungen im deutschen Mehrebenensystem geändert werden und inwiefern dies durch Prozesse auf Bundesebene beeinflusst ist. Warum gab es beispielsweise in einigen Ländern Initiativen zur Installation einer Schuldenbremse, in anderen aber nicht? Sind Themen, Argumente und Verhandlungsstrukturen durch die Bundesebene oder andere Länder beeinflusst?
Zur Projektseite

Panel und Vortrag auf Drei-Länder-Tagung 2016 in Heidelberg
Im Rahmen der gemeinsamen Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) vom 29.09.-01.10.2016 an der Universität Heidelberg leiten Prof. Dr. Astrid Lorenz und Lisa Helene Anders (Universität Potsdam) ein Panel zum Thema „Strategische Akteure und regionale Integration“. Außerdem halten Prof. Dr. Astrid Lorenz und Dr. Hendrik Träger einen Vortrag über die Interessenpolitik von Kommunen im Mehrebenensystem am Beispiel des parteipolitischen Hochkonfliktfeldes Asylpolitik.

Beitrag aus dem Arbeitsbereich bei den MANCEPT Workshops
Dorothee Riese stellt bei den MANCEPT Workshops 2016 im Panel „Democratic Secrecy“ einen Beitrag zum Thema „How Can Parliaments Oversee Executive Secrecy?“ vor. Sie diskutiert darin Möglichkeiten und Grenzen der Legitimation exekutiver Geheimhaltung, sowohl theoretisch als auch am empirischen Beispiel von Geheimdienstgesetzgebung. Der DAAD unterstützt ihre Teilnahme mit einer Kongressreisenförderung.

Frühere Informationen zur Forschung am Arbeitsbereich

Lehre

Einen Überblick über die aktuellen Lehrveranstaltungen des Arbeitsbereiches Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa finden Sie hier.

LEHRPROFIL

Foto: UL/ Swen Reichhold

Inhaltliche Schwerpunkte der vom Arbeitsbereich angebotenen Lehrveranstaltungen sind das politische System Deutschlands, Innenpolitik/Regierungslehre, Europa, Systemvergleich, Parlamente und Parteien, Europäisierung, Rechtspolitik und Ostmitteleuropa.

Der Arbeitsbereich ist federführend für den M.A.-Studiengang „European Integration in East Central Europe“ verantwortlich. Dieser kann entweder als international-integriertes Double-Degree-Programm mit Abschlüssen der Uni Leipzig (M.A. EIECE) und der Andrássy Universität Budapest (M.A. Internationale Beziehungen) oder als Programm mit Abschluss nur der Universität Leipzig studiert werden.

Der Lehrbereich ist außerdem an allen Studiengängen des Instituts für Politikwissenschaft beteiligt. Er bietet v.a. Lehrveranstaltungen in den B.A.-Modulen „Politische Systeme“, „Politik und Organisation“ sowie in den M.A.-Modulen an. Zudem leistet er Lehrexporte in andere Studiengänge, z.B. Geographie.

Praxisbezüge

Foto: UL/Chr. Hüller

Die Lehrveranstaltungen beinhalten je nach Thema Praxiselemente, kleinere Forschungsprojekte und internationales team teaching. Um eine Brücke zwischen theoretischer Vermittlung und Praxis zu schlagen und Einblicke in mögliche Berufsfelder zu eröffnen, werden regelmäßig Praktiker/innen eingeladen, Projektkooperationen aufgebaut und gepflegt und Studierende in Veranstaltungen eingebunden.

Beispiele waren Podiumsdikussionen mit Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalpolitikern zum Thema Wahlen oder die Verknüpfung eines M.A.-Seminars zur Interpretation politischer Ereignisse mit einer Tagung zu revolutionären Momenten in der DDR 1989/90, an der Zeitzeugen und Wissenschaftler 25 Jahre nach den Ereignissen die Vorgänge reflektierten.

Beispiele für stetige Kooperationen sind die Lehr-Praxis-Partnerschaften mit der Kommunalverwaltung der Stadt Leipzig zum Thema Migration und Integration (Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters und Referat für Migration und Integration) sowie mit den beiden Leipziger Europaabgeordneten Hermann Winkler und Constanze Krehl zum Parlamentarismus auf EU-Ebene. Im Zusammenspiel mit regelmäßig angebotenen Lehrveranstaltungen zu diesen Themen und maßgeschneiderten Praktika ermöglichen sie den Erwerb einer spezifischen, akademisch rückgebundenen praktischen Expertise zu verschiedenen relevanten Themen bereits während des Studiums. Die Lehr-Praxis-Partnerschaft zur Kommunalpolitik wurde von Oktober 2015 bis September 2016 im Rahmen der „LaborUniversität“ als Modellvorhaben gefördert.

In begrenztem Umfange können Praktikumsplätze im Sächsischen Kompetenzzentrum Landes- und Kommunalpolitik vermittelt werden, das von Prof. Dr. Astrid Lorenz geleitet wird. Es verfolgt das Ziel einer produktiven Verknüpfung von interdisziplinärer Forschung und Praxis.

Exkursionen und Internationales

Der Jean-Monnet-Lehrstuhl bietet eine international eingebettete Lehre an. So wurde, unterstützt durch DAAD-Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, im Januar 2015 eine Konferenz mit Studierenden und Lehrenden der Masaryk-Universität Brno zum Thema „Zehn Jahre nach der EU-Osterweiterung. Reflexion aus der Perspektive neuer und alter EU-Mitgliedstaaten am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik“ durchgeführt. Hauptgegenstand waren Änderungen in den Rechts- und Justizsystemen.

Foto: UL/Ch. Hüller

Regelmäßig bietet der Arbeitsbereich ca. einwöchige Studienexkursionen nach Berlin (2. Semester B.A.), Brüssel (B.A. und 1. Semester M.A.), Prag (1. Semester M.A.) und Budapest (2. M.A.-Semester) an, die in Lehrveranstaltungen intensiv vor- und nachbereitet werden. Sie ermöglichen einen Einblick in die politische Praxis und die Vernetzung mit anderen interessierten Studierenden auch über Grenzen hinweg.

Die Exkursion nach Berlin beleuchtet das Politikfeld Sicherheits- und Verteidigungspolitik und umfasst Treffen im Bundeskanzleramt, mit Fraktionsvertretern, dem Wehrbeauftragten im Bundestag, im Bundesministerium für Verteidigung, im Auswärtigen Amt, in Bundesministerien und im Bundesnachrichtendienst.
Bericht 2016
Bericht im Uni-Journal 5/2012

Fahnen EuropaparlamentDie Exkursion nach Brüssel (M.A. EIECE) verdeutlicht, wie Politik in der Europäischen Union funktioniert. Auf dem Programm stehen ein Tagesseminar zur Praxis der europäischen Politik, Besuche im Parlament, in der Kommission, bei Repräsentanten ostmitteleuropäischer Staaten, NGOs und Lobbyisten, im Ausschuss der Regionen und der Sächsischen Landesvertretung.

Die Exkursion nach Budapest umfasst eine Studierendenkonferenz zum Thema Europäisierung an der Andrássy-Universität sowie ein Begleitprogramm, das Einblicke in die Funktion politischer Institutionen und verschiedene Berufsfelder gibt. Studentische Stadtführung oder Grillabend ermöglichen auch den Aufbau persönlicher Kontakte zu den Budapester Studierenden.

Während der Exkursion nach Prag treffen wir Wissenschaftler, Politiker und Mitarbeiter von Ministerien. Mit ihrem Fachwissen und ihren Erfahrungen helfen sie uns dabei, das politische System Tschechiens, den Systemwandel, die Parteienentwicklung und das Verhältnis zur EU besser zu verstehen. Wie die anderen Exkursionen ist auch diese Reise in ein Seminar eingebettet, das Grundlagenwissen vermittelt und die Erkenntnisse kontextualisiert.

Die Exkursionen nach Berlin und Budapest werden ermöglicht durch Kooperationen mit dem Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr bzw. der Andrássy-Universität Budapest (Prof. Dr. Ellen Bos).

Jour fixe Abschlussarbeiten
Das regelmäßige Kolloquium richtet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit am Lehrbereich Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa schreiben sowie an weitere Personen, die eine Examensarbeit zu europabezogenen Themen anfertigen. Es gibt die Möglichkeit, eigene Vorhaben, einzelne Kapitel, theoretische oder methodische Ansätze vorzustellen und zu diskutieren. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeit: Wintersemester: jeweils erster Mittwoch im Monat 11.15 – 12.45 Uhr; Sommersemester: jeweils erster Donnerstag im Monat 13.15 – 14.45 Uhr
Raum: 3.0.06

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Doktorandenausbildung

Wer eine Promotion an der Jean-Monnet-Professur Politisches System der Bundesrepublik Deutschland/Politik in Europa anstrebt, wird individuell oder im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung betreut. Eine externe Promotion ist möglich.

Forschungskolloquium
Das Forschungskolloquium richtet sich an die Doktorand/innen am Lehrbereich und weitere Personen, die zu europabezogenen Themen forschen bzw. Qualifizierungsarbeiten schreiben. Besprochen werden alle Fragen rund um die Promotion – von der Forschungsfrage über das Analysedesign bis zur Karriereplanung. Darüber hinaus laden wir regelmäßig externe Gäste ein. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zeit: Wintersemester: jeweils dritter Mittwoch im Monat 11.15 – 12.45 Uhr; Sommersemester jeweils dritter Donnerstag im Monat 13.15 – 14.45 Uhr
Raum: 3.0.06

Doktorandinnen und Doktoranden

Anders, Lisa Helene
Europa als Strategie zur Ausweitung exekutiver Handlungsspielräume? Eine vergleichende Analyse der innerstaatlichen Handlungsrestriktionen und Verhandlungspositionen der Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens bei drei Regierungskonferenzen

Beger, Paula
Asyl, Migration und Flüchtlingskrise in Ostmitteleuropa

Formánková, Hana
Möglichkeiten und Grenzen einer identitätsstiftenden transnationalen deutsch-tschechischen Nachbarschaftspolitik

Jentsch, Anne
Die Europäisierung von Landespolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Neumann, Alexandra
Kommunale Asylpolitik. Gestaltungspotenziale und Handlungsstrategien im städtischen Vergleich

Priebus, Sonja
Entgegen allen Theorien? Politischer Institutionenwandel in Ungarn

Riese, Dorothee
Geheimhaltung und Offenlegung. Die Aushandlung von Geheimhaltungsregeln im Deutschen Bundestag

Vit, Michal
Identity Policy of Political Parties in Central East Europe

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Letzte Änderung: 13. September 2017