Berufungen

Außerplanmäßige Professuren

Verfahrenshilfe für die Beantragung der Verleihung des Titels “Außerplanmäßiger Professor” (apl. Prof.)

I. Auf der Grundlage einer Antragstellung aus der Fakultät und unabhängig fakultätsinterner Vorverfahren fasst der Fakultätsrat einen Beschluss zur Beantragung der Verleihung des Titels einer “außerplanmäßigen Professorin”/eines “außerplanmäßigen Professors” an Frau/Herrn XY. Parallel dazu kann für die Kandidatin/den Kandidaten, wenn er Mitglied der Universität ist und ihm Aufgaben in Lehre und Forschung zur selbständigen Wahrnehmung übertragen worden sind (§ 65 Abs. 1 SächsHSG), die Übertragung der mitgliedschaftsrechtlichen Stellung eines Hochschullehrers beantragt werden. Gemäß § 65 Abs. 1 i. V. m. § 58 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 und 4 SächsHSG werden bei der Kandidatin/dem Kandidaten vorausgesetzt:

  • i.a. Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistung
  • mindestens vierjährige Lehrtätigkeit auf dem Fachgebiet

Darüber hinaus hat das Rektorat ergänzend folgende inneruniversitär geltenden Kriterien festgelegt:

  • Die erforderliche vierjährige Lehrtätigkeit auf dem Fachgebiet soll nach der Habilitation erbracht worden sein.
  • Die in dieser Zeit erbrachte Lehrtätigkeit soll einen Mindestumfang von 2 SWS besitzen.
  • Davon ist mindestens ein Jahr Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig nachzuweisen, falls die Kandidatin/der Kandidat nicht bereits Univ.-Professorin/Professor oder apl. Professorin/Professor einer anderen Hochschule war bzw. ist.
  • Ist die Kandidatin/der Kandidat nicht zugleich Mitglied der Universität Leipzig, so soll er auf absehbare Zeit regelmäßig Lehrleistungen im Umfang von 2 SWS erbringen.
  • Sofern die Absicht besteht, andere Lehrveranstaltungsformen als Vorlesungen, Seminare, Praktika o.ä. zur Anrechnung zu bringen, soll deren Anteil an der Erfüllung der Mindestvoraussetzung nicht mehr als ein Viertel der Gesamtlehrleistung betragen. Dies gilt insbesondere für die “Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten” (Doktorandenbetreuung).

Als Unterlagen sind beizufügen:

  • Antrag mit ausführlicher Begründung
  • Vorschlag für drei externe Gutachter
  • Urkunden der Kandidatin/des Kandidaten (Promotionsurkunde, Habilitationsurkunde, Urkunde über die Lehrbefugnis als beglaubigte Kopien)
  • Lebenslauf
  • Verzeichnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen
  • Verzeichnis der wissenschaftlichen Vorträge
  • Verzeichnis der Lehrveranstaltungen (mit semesterweisen detailliertem Ausweis der Tätigkeit nach Thema, Art der Veranstaltung und Umfang in SWS)
  • weitere Personalunterlagen

II. Der Fakultätsrat entscheidet, ob er eine Beantragung weiterverfolgt oder nicht. Er befindet über die vorgeschlagenen Gutachter und bestellt sie im Falle eines positiven Votums.

III. Nach Vorlage der Gutachten stimmt der Fakultätsrat über die Beantragung der Verleihung des Titels ab.

IV. Der Antrag der Fakultät auf Verleihung wird an den Prorektor für strukturelle Entwicklung übergeben. Die Entscheidung über die Bestellung zur Außerplanmäßigen Professorin/zum apl. Professor und die Verleihung des Titels trifft der Rektor. Er berät sich zuvor mit dem Rektorat.

V. Die Verleihung des Titels ist nicht an ein bestimmtes Fachgebiet gebunden.

Letzte Änderung: 19. September 2013