Dr. Niklas Venema

Dr. Niklas Venema

Juniorprofessor

Kommunikations- und Medienwandel (JP)
Zeppelinhaus
Nikolaistraße 27-29, Raum 3.03
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-35715

Kurzprofil

Niklas Venema ist seit April 2022 Juniorprofessor für Kommunikations- und Medienwandel am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Journalismus, Medienpolitik und politische Kommunikation in historischer Langzeitperspektive. Aktuell forscht er zu Gegenöffentlichkeiten im politischen und medialen Wandel. Vor seinem Wechsel an die Universität Leipzig war er von 2016 bis 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin. 2021 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit zur Geschichte des Volontariats.

Berufliche Laufbahn

  • seit 04/2022
    Juniorprofessor für Kommunikations- und Medienwandel am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig
  • 04/2016 - 03/2022
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin

Ausbildung

  • 04/2016 - 08/2021
    Promotion zum Dr. phil. im Fach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin
  • 10/2009 - 03/2016
    Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig

Die Juniorprofessur widmet sich dem Wandel von Medien und Gesellschaft als Forschungsschwerpunkt des Instituts in historischer Perspektive und trägt somit zur Einordnung und zum Verständnis aktueller Umbrüche bei. Bei der Untersuchung vergangener Umbrüche und ihrer gesellschaftlichen Bedingungen wie Folgen werden vor allem die relevanten Felder Journalismus, Medienpolitik und politische Kommunikation sowie Öffentlichkeit insgesamt in den Blick genommen. Die Forschung der Juniorprofessur beschäftigt sich dabei zum einen mit Veränderungen von Strukturen und Akteurkonstellationen öffentlicher Kommunikation. Zum anderen analysiert sie mit der Fachgeschichte der Kommunikations- und Medienwissenschaft die begleitende wissenschaftliche Reflexion dieser Veränderungen. Methodisch verbinden die Forschungsarbeiten der Juniorprofessur historische Quellenarbeit mit sozialwissenschaftlichen, insbesondere qualitativen, Verfahren.

Die Lehrschwerpunkte der Juniorprofessur sind der Wandel von Öffentlichkeit, Journalismus und Strukturen des Mediensystems vom 19. Jahrhundert bis in die jüngere Vergangenheit. Die Lehrveranstaltungen veranschaulichen Wechselwirkungen zwischen medialem und gesellschaftlichen Wandel am Beispiel einzelner Umbrüche sowie in übergreifender Langzeitperspektive und ordnen die Inhalte mit einer Reflexion kritischer Öffentlichkeits- und Medientheorien ein. Die forschungsorientierte Lehre der Juniorprofessur führt darüber hinaus in die Anwendung qualitativer sozialwissenschaftlicher Methoden für kommunikationshistorische Fragen ein.

  • Fragmentierung, Polarisierung, Vermachtung? Politische Öffentlichkeit im Wandel

    Am Beispiel der Ausdifferenzierung der Presse im Kaiserreich und in der Weimarer Republik wird das Wechselverhältnis zwischen medialem und gesellschaftlichem Wandel nachvollzogen. Systematisiert durch theoretische Konzepte der Öffentlichkeitsforschung werden Berichterstattungsmuster sowie politische und ökonomische Rahmenbedingungen des Journalismus bis zum Beginn der NS-Diktatur untersucht.

  • Verfahren zur Untersuchung des Wandels politischer Öffentlichkeit

    Die Übung stellt zentrale Quellen zur Erforschung des Wandels politischer Öffentlichkeit wie Zeitungen und Zeitschriften, Archivdokumente oder Autobiografien vor und führt in die Anwendung (qualitativer) kommunikationswissenschaftlicher Methoden für historische Untersuchungen ein. Dazu werden Inhalts-, Dokumenten- und Diskursanalysen sowie quellenkritische und hermeneutische Verfahren diskutiert.